Interview: PC Games: Die Redaktion im Profil - Heute mit Stefan Weiß
7. Wie und wann bist du zu PC Games gekommen?
Ich las in den Neunzigern schon die PC Games, so stolperte ich 1995 beim Schmökern über eine Ausschreibung: Freie Mitarbeiter wurden gesucht. Also setzte ich mich hin und verfasste einen Text zu Full Throttle von LucasArts. Eine knappe Woche später rief ein gewisser Christian Müller bei mir an, um mir mitzuteilen, dass meine Schreibe ganz in Ordnung sei und er fragte mich, ob ich Lust hätte, für ein neues PC-Magazin Tipps und Tricks zu schreiben. Das war die Geburt der PC Action. Klar sagte ich ja. Fortan brachte ich etliche Komplettlösungen zu Papier, erst nur für die PC Action, später auch für die PC Games. Kurz vor Weihnachten 1999 kontaktierte mich dann der damalige Tipps-Leiter, Florian Weidhase: "Stefan, hast du nicht Lust, als fester Mitarbeiter bei uns einzusteigen?" - Ich überlegte kurz (mein damaliger Arbeitsvertrag im Forst lief ohnehin aus) und sagte zu. So begann mit der Jahrtausendwende für mich auch eine berufliche Lebenswende ;-) Inzwischen zähle ich damit quasi schon zu den Redaktions-Sauriern.
8. Wie kommst du zur Arbeit? Auto? Fahrrad? Bahn? Per pedes?
Da meine Frau ebenfalls im Verlag arbeitet und wir ein Kindergartenkind morgens verfrachten müssen, komme ich meist mit dem Auto in den Verlag. Wenn es abends länger wird (also quasi immer) fahre ich dann mit der U-Bahn/dem Bus nach Hause. Die Anbindung von Fürth zum heimeligen Haus ist bestens.
9. Wo und wie wohnst du?
Meine Frau und ich haben uns vor vier Jahren ein Reiheneckhaus in einem verkehrsberuhigten Bereich am Süd-Ende Nürnbergs gekauft. Ideal für unsere beiden Kinder. Ich selber habe mir dort im Keller ein kleines Spielereich eingerichtet (siehe auch hier: http://www.pcgames.de/?article_id=573916) , in dem ich in meiner äääh Freizeit?!?! daddle.
10. Wann hast du begonnen, dich für Spiele zu interessieren?
Mit zwölf, dreizehn war ich immer fasziniert davon, dass mein bester Freund, der ebenfalls Stefan heißt - er wurde ebenfalls 1968 geboren ;-) sein ganzes Taschengeld in so einen Apparat steckte, mit dem man Klötzchen-Aliens abschoss (Space Invaders) oder eine kugelige Figur durch ein Labyrinth scheuchte (Pac-Man). Ich selber konnte mir sowas nicht leisten, bekam dann aber irgendwann später so ein Fernsehspielgerät, wo man mit zwei Rechtecken und einem Viereck Fußball, Basketball oder Eishockey in Schwarz-Weiß-Grafik spielen konnte. Fand ich alles nicht soooo spannend. Dann war lange Zeit erst mal gar nix, ich spielte lieber Brett- oder Fantasy-Rollenspiele. Im Studium schaffte ich mir dann für meine Diplomarbeit einen 286er Vobis-PC an. Der Verkäufer legte am Schluss eine Spielepackung mit dazu: Dune. Film und Buch liebte ich, also bedankte ich mich brav und installierte nachmittags das Spiel. Am nächsten Morgen so um 6 Uhr oder so hörte ich mit der ersten Spielsession auf - ich musste schlafen ;-) Es war sozusagen über Nacht um mich geschehen - es folgten Indiana Jones 3, The Lord of the Rings (von Interplay), Wing Commander, Indy 4, Day of the Tentacle... es musste alsbald ein 386er her, ein 486er....die Spieleschachteln türmten sich, keine Frage ich liebte es, am PC zu spielen. Das hat sich bis heute nicht geändert.
11. Dein Lieblingsbuch / Lieblingsfilm / Lieblingsspiel?
Buch: J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe-Trilogie, Tad Williams - Drachenbeinthron (4 Bände), Stan Nicholls - Die Orks
Film: Almost Famous, Bladerunner (Director's Cut), Herr der Ringe-Trilogie, Star Wars (Episoden IV, V und VI), Forrest Gump, Braveheart
Lieblingsspiel: PC: Operation Flashpoint, Brettspiel: Die Siedler von Catan (in allen Varianten)
12. Hast du ein Lebensmotto?
Kein starres Motto - ich bin da ganz klassisch (wer mag, kann es auch spießig nennen) veranlagt und folge wohl dem Luther'schen Spruch, ein Haus zu bauen, Kinder zu haben und ein Apfelbäumchen zu pflanzen.
13. Was würdest du tun, wärst du nicht bei PC Games?
Hm, wahrscheinlich im Wald arbeiten.
SSA
Hülfä, Hessenüberfall :D