Online-Sucht: Interview mit einer Betroffenen
PC Games: Bist du offen mit deinem Problem umgegangen oder hast du versucht es zu verstecken?
Nathalie: Verstecken naja. Ich habe es ja nie als Problem gesehen und verstecken, vor wem denn? Es war ja niemand da. Ich hatte zu der Zeit meine eigene Wohnung. Vor wem also verstecken. Wie gesagt mit meinen Freunden und meiner Familie hatte ich zu der Zeit wenig Kontakt. Man kann es so sehen, dass ich es versteckt habe, weil gesagt hab ich ihnen ja nicht "nee komm nicht will lieber spielen." Also versteckt mehr oder weniger, je nachdem wie man es sehen will denk ich mal.
PC Games: Wie bist du aus der Sucht herausgekommen? Welche Tipps kannst du anderen Spielern geben?
Nathalie: Gar nicht. Ich habe es einfach nur durch meine Ausbildung und meinen neuen Freund reduziert. Statt sieben Tage die Woche nur vorm Rechner zu sitzen, arbeite ich nun und spiele nur noch an fünf Tagen. Ich lebe jetzt nicht mehr nur für WoW, sondern mit. Was ich anderen Raten würde? Gute Frage: Sich irgendetwas zu suchen, was man nebenbei machen kann, damit man nicht nur an WoW denkt. Arbeit, Freunde - das ist schon sehr gut, aber am besten ein Hobby, welches man noch machen kann, außer PC und WoW.
PC Games: Kennst du andere Spieler aus deinem Umfeld, deiner Gilde, etc. denen es ähnlich geht? Wie hoch würdest du die Zahl der Süchtigen schätzen?
Nathalie: Oh ja, da fallen mir einige ein. Vor allem aus dem Spiel selbst. Aber eine genaue Zahl kann ich nicht schätzen. Es gibt bestimmt viele, die es mit WoW einfach übertreiben. Aber es ist leider so, dass wenn man im Game was erreichen will, man oft online sein muss, einfach wegen der Raids und um zu wissen was neu ist. Auch das Farmen seiner Ausrüstung nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.
PC Games: Glaubst du, dass das Gefahrenpotenzial von Onlinespielen unterschätzt wird?
Nathalie: Meiner Meinung nach kann man nicht die Online-Spiele alleine verantwortlich machen, es ist ja auch immer der Mensch, der davor sitzt und die Endscheidung trifft, ob er nun spielen möchte oder nicht, verantwortlich. PC-süchtig zu sein, ist einfach noch keine anerkannte Krankheit. Doch im Endeffekt ist es das.
Es ist wie Drogensucht oder irgendeine andere Sucht: Die sucht bestimmt dein Leben und so ist es auch beiden Spielen.
PC Games: Was können Familie, Eltern oder Freunde deiner Meinung nach Unternehmen, um Betroffenen zu helfen?
Nathalie: Gar nichts, das ist das Problem. Wenn der Süchtige nicht aufhören will, wird er das auch nicht tun. Aber wenn er aufhören will, dann sollte man am besten für Ablenkung sorgen, dass derjenige nicht nur an das Spiel denkt, sondern auch an andere Dinge. Und auch wenn er von der Sucht los ist, heißt es nicht, dass sie nicht mehr wieder kommt. Es ist wie mit einem Alkoholiker: Er ist zwar trocken, aber er ist noch ein Alkoholiker. Jeder sollte versuchen, das Spielen auf ein normales Maß zu bringen und dieses Maß dann auch zu halten.

achso un da ich 300 warge töten muss, mache ich das natürlich an 1 tag und nicht in 5 tagen oder so??
und du willst den entwicklern unterstellen , dass sie das spiel so konstruiert haben, dass man davon leicht süchtig wird? das find ich irgendwie hart...(von dir)
huhu,
habe grad`eben "der Herr der Ringe Online"
von meiner Festplatte gelöscht.
Nahezu 4 Monate habe ich sehr viel(zuviel)
Zeit mit diesem Spiel verbracht.
Glücklicherweise ziehe ich noch rechtzeitig die
Notbremse. Mag sein das Spieler nur wenige
Std. täglich online sind. Meine Erfahrungen auf dem
Server Vanyar sprechen eine deutlich andere
Sprache.Die meisten Spieler dort (mich eingeschlossen) sind aufgrund des Spielprinzips -und der spielmechanik
abhängig.Immer bessere Rüssi -und Waffen.
Töte hier 300 Trolle -und haue da 200 Warge.
Ich unterstelle hier dem Entwickler Turbine
ganz klar ,die niederen Instinkte der Spieler
anzusprechen.Wer das Spiel zockt und nicht
erkennt wie an "Geist -und Seele" manipuliert
wird ,hat schon verloren.
Wie schon oben geschrieben; ich habe es
heute deinstalliert.
Schade das es keine Zahlen gibt wieviel
Spieler ihre reale Gegenwart -und Zukunft
verbauen.
Denkt einmal drüber nach.
In diesem Sinne
Wer von WoW abhängig wird flüchtet sich vor der Realtität und ist zu schwach davon loszukommen.
Mfg, waKKa
Ich denke, wenn so eine Sucht daraus entsteht, hat das auch andere Ursachen, da kann man definitiv nicht die (alleinige) Schuld auf das Spiel oder das Spielprinzip schieben.
Wer von WoW abhängig wird flüchtet sich vor der Realtität und ist zu schwach davon loszukommen.
Mfg, waKKa
Ich denke, wenn so eine Sucht daraus entsteht, hat das auch andere Ursachen, da kann man definitiv nicht die (alleinige) Schuld auf das Spiel oder das Spielprinzip schieben.