Onimusha 3
Auf Playstation 2 ist das Action-Adventure echt eine Wucht. Doch die PC-Umsetzung gehört zur schlechtesten ihrer Art.
Samanosuke benutzt am liebsten Schwerter und Äxte. Das dabei fließende Pixelblut darf man auch umfärben oder ausschalten.
Wir haben uns nicht verguckt: Es ist tatsächlich Jean Reno! Der französische Filmstar wurde für das Action-Adventure digitalisiert und mäht sich im Japan des 16. Jahrhunderts durch Horden von Samurai-Monstern. Warum er das tut, liegt an der hanebüchenen Story: Anno 2004 wird Paris von blutrünstigen Heerscharen überfallen, die Bevölkerung dahingemetzelt.
Reno verkörpert den Soldaten Jaques Blanc, der während dieser Invasion durch ein Zeitportal gesaugt wird - und im alten Japan landet. Gleichzeitig katapultiert es den Samurai Samanosuke aus seiner Epoche ins Paris der Neuzeit. Das Ziel der beiden Helden: Menschheit retten, nach Hause zurückkehren. Wie gesagt, hanebüchen!
Doch das Thema Zeitreisen nutzen die Entwickler geschickt: Die Handlung entfaltet sich über zahlreiche Zwischensequenzen in beiden Epochen, später gibt es kleinere Rätsel, bei denen Jaques und Samanosuke untereinander Gegenstände tauschen müssen, um in jeweils ihrer Zeit voranzukommen. Doch trotz Rätseleinlagen bietet Onimusha 3 in erster Linie Nonstop-Action, wenn Sie mit Schwertern, Peitschen und Magie ganze Monsterarmeen im Alleingang ausschalten.
Die Kämpfe sind akrobatisch, stilvoll und übertrieben japanisch - sicher nicht jedermanns Sache. Für Abwechslung sorgen die Levels in Frankreich, wenn Sie sich durch Paris und Mont Saint Michel prügeln - sie wirken wie eine Erholungsphase vom fernöstlichen Frontalangriff. Der dritte spielbare Charakter ist Michelle, eine französische Soldatin mit einer Vorliebe für dicke Knarren.
Sie kommt zum Einsatz, wenn die beiden Helden in der Klemme stecken. Warum Onimusha 3 auf dem PC trotz cooler Kämpfe und motivierender Handlung kein Überflieger ist, erfahren Sie im Extrakasten "Vorsicht! Konsole!"
