Offenes Geheimnis: Filmrezension zum Melodrama
Zwei der Hauptdarsteller, Penélope Cruz und Javier Bardem, sind seit 2010 ein Ehepaar und haben zwei gemeinsame Kinder. "Offenes Geheimnis" ist bereits der fünfte Filme, in dem das Duo gemeinsam vor der Kamera steht. Aber auch ihr Schauspielkollege Ricardo Darín ist kein unbeschriebenes Blatt. Er zählt zu den wichtigsten Schauspieler Argentiniens und ist 2018 in die Academy aufgenommen worden.
Anlässlich der Hochzeit ihrer Schwester kehrt die in Argentinien lebende Laura in ihr Heimatdorf in Spanien zurück - mit ihrer Teenager-Tochter Irene, aber ohne ihren Mann. So sieht sie auch ihre einstige Liebe Paco wieder, der inzwischen glücklich verheiratet ist. Als Irene in der Nacht der Hochzeitsfeier entführt und ein hohes Lösegeld verlangt wird, reagiert die ganze Familie schockiert. Je länger sich die angespannte Situation hinzieht, desto mehr brechen sich lang unterdrückte Spannungen, Neid und Missgunst Bahn.
Auch der erste europäische Film des Iraners Asghar Farhadi (Nader und Simin, The Salesman) dreht sich wieder um tief sitzende, ungelöste Konflikte, bei denen es kein einfaches Schwarz und Weiß gibt. Nahezu jeder Figur ist ihr eigenes moralisches Dilemma nachzuempfinden, ideale Lösungen gibt es nicht. Ein Highlight sind auch die drei Granden des spanischsprachigen Kinos Cruz, Bardem und Darín.
FAZIT:
Bis in die Nebenrollen toll besetztes, authentisches Melodram über an die Oberfläche tretende Kontroversen in einer Stresssituation
