Of Orcs and Men im Test - Das hat uns nicht gefallen / Meinung und Wertung
Orks hielten bislang immer als Bösewichter in Videospielen mit Fantasy-Szenario her - im neuen Rollenspiel der Game of Thrones-Macher von Cyanide und Spiders übernehmen die Grünhäute zur Abwechslung mal den Part der Helden. Das klappt erstaunlich gut, auch wenn der frische Story-Ansatz euch weit besser unterhalten dürfte als die dürftigen Spielmechaniken.
Das hat uns nicht gefallen
Null Anreize zum Erkunden
Wie schon in Game of Thrones bestehen die Umgebungen aus engen Level-Schläuchen und bieten stets nur einen linearen Weg zum Ziel. Abzweigungen sind selten, Höhlen, Innenräume und Tunnel bestehen fast ausschließlich aus sich ständig wiederholenden Bausteinen. Ab und zu liegt ein Gegenstand in einer Truhe herum, aber selbst das motiviert kaum dazu, vom Hauptpfad abzuweichen (siehe Punkt "Rudimentärer Charakterausbau"). Wo ihr in anderen Rollenspielen auf spannende Nebenaufgaben oder ulkige Charaktere trefft, erwartet euch hier nur gähnende Leere.
Gefechte werden schnell langweilig
Auch wenn die Kampfmechanik von Of Orcs and Men in der Theorie spannend klingt – in der Praxis verderben euch wenige Gegnertypen, mangelnde Übersicht und missratenes Balancing schon bald den Spaß an den häufigen Gefechten. Meistens sind die Auseinandersetzungen im normalen Schwierigkeitsgrad viel zu leicht, besonders weil Arkail im Berserkermodus mächtig Schaden austeilt. Allerdings gibt es einige fast schon unfair schwere Stellen, an denen das Spiel etwa zwischen mehreren aufeinanderfolgenden Kämpfen kein freies Speichern erlaubt.
Die KI der Computergegner rangiert zwischen "lausig" und "hellseherisch veranlagt": Einmal führt einer unserer Charaktere ein halbes Dutzend Feinde mehrmals im Kreis um ein Hindernis, während seine Lebensenergie regeneriert. Dann wieder ignorieren die Widersacher die eine Grünhaut vor ihrer Nase, nur um zu Held Nummer zwei zu rennen, der sich 50 Meter entfernt hinter einer Ecke versteckt hat.
Rudimentärer Charakterausbau
Arkail und Styx sammeln durch Kämpfe und erfüllte Aufgaben Erfahrungspunkten. Bei einem Levelaufstieg steckt ihr jeweils einen Punkt in die Attribute und Fähigkeiten der Helden. Wirklich lohnenswerte Talente gibt es aber kaum; mit den anfänglichen Skills lässt sich das Spiel problemlos beenden. Auch fehlt das in Rollenspielen so wichtige Gefühl, dass der eigene Charakter immer mächtiger wird.
Auch die Ausrüstung hat bestenfalls geringfügige Auswirkungen auf den Spielstil. Gegenstände findet ihr nur an vorgegebenen Stellen im Spiel und bei vereinzelten Händlern; zu keinem Zeitpunkt habt ihr die Wahl zwischen mehr als drei Waffen, Amuletten sowie Rüstungsgegenständen für Körper, Arme und Beine. Items lassen sich einmalig bei Händlern aufrüsten, was ihnen dezent verbesserte Werte beschert.

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edit: Ah, ist nicht der gleiche Artikel, noch verwirrender.
Wie es aber bei solchen geistig unüblichen Ergüssen aber üblich ist, so werden solche Spiele immer entweder richtig geil... oder richtig scheiße. Dann ist es auch nicht schwer zu entscheiden ob man es sich kauft oder nicht.
Momentan weiß ich nicht was ich davon halten soll, weil's halt so nen Mittelding ist. Werde wohl warten bis es mal bei Steam im Angebot ist, oder es eine diverse SteamKey-Seite für 20€ oder ähnliches drin hat.
Schade, super Idee, wohl nicht gut genug dran rumgewerkelt...