Grafikkarten: Blick auf die RTX 3070 Ti und 3080 Ti

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Special Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Grafikkarten: Blick auf die RTX 3070 Ti und 3080 Ti
Quelle: PC Games Hardware

Durch zahlreiche Gerüchte und Leaks ist auch ohne offizielle Bestätigung an sich klar, dass es demnächst eine Nvidia GeForce RTX 3070 Ti und RTX 3080 Ti geben wird. Wir fassen zusammen, was man bisher schon weiß oder zu glauben weiß, blicken aber auch allgemein auf die aktuelle Lage auf dem Grafikkartenmarkt inklusive Kauftipps.

Mögliche Technik der RXT 3070 Ti und RTX 3080 Ti

Wie die RTX 3080 Ti leistungstechnisch aussehen kann, ist schwierig zu beurteilen - allzu viel sollte man aber nicht erwarten. Der große Unterschied der RTX 3090 zur RTX 3080, der viel vom hohen Preisaufschlag begründet, ist nämlich vor allem die große Speichermenge von 24GB statt 10GB GDDR6X-RAM. Dies macht sie für professionelle Anwender interessanter. Die GPU-Leistung ist aber gar nicht so viel besser, wie der Preis vermuten lassen könnte. Die Verbindung aus stärkerer GPU und 24GB RAM bei der RTX 3090 bringt in Spielen nur einen eher kleinen Vorsprung auf die RTX 3080, nämlich in 4K nur knapp über 10 Prozent, bei WQHD knapp unter 10 Prozent.

Wir erwarten von der RXT 3080 Ti im Vergleich zur RTX 3080 zwar mehr als fünf Prozent, aber auch weniger als 10 Prozent Leistungszuwachs. Diese Einschätzung erschient auch ohne Kenntnis der möglichen technischen Daten der RTX 3080 Ti logisch - denn weniger als fünf Prozent Leistungsplus zur RTX 3080 würden den Release einer RTX 3080 Ti zu einer wahren Farce machen, und mehr als 10 Prozent können es wiederum nicht sein, da die RTX 3080 Ti dann ja (verrückterweise) schneller als die RTX 3090 wäre.

Inno 3D GeForce RTX 3080 iChill X3 Ultra Quelle: PC Games Hardware Inno 3D GeForce RTX 3080 iChill X3 Ultra Trotzdem möchten wir auch den Gerüchten zu den möglichen technischen Daten der RTX 3080 Ti Raum bieten. Als GPU kommt wie bei der RTX 3080 und RTX 3090 ein GA102 zum Einsatz, allerdings leicht modifiziert. Denkbar wäre eine Änderung, die die Karte für Krypto-Miner weniger attraktiv macht. Bei den Shadereinheiten sollen mit 10240 etwas weniger als bei der RTX 3090 geboten werden, die 10496 Shadereinheiten hat. Im Vergleich zur RTX 3080 sind es aber fast 18 Prozent mehr. Dies könnte schon für ein Leistungsplus reichen, dass die RTX 3080 Ti zu dem von uns vermuteten 5 bis 10 Prozent Vorsprung verhelfen kann. Es wäre sogar denkbar, dass die RTX 3080 Ti mit einem geringeren Takt als die RTX 3080 arbeitet und trotzdem etwas schneller ist. In Sachen RAM-Ausstattung dürften sich die Gerüchte über 20GB RAM, die schon im Vorjahr rund um eine mögliche RTX 3080 Ti aufkamen, nicht bestätigen. Vielmehr sollen es 12GB GDDR6X-RAM sein, also 2GB mehr als bei der RTX 3080 und zudem mit 384 Bit statt 320 Bit angebunden, was auch einen kleinen Schub geben kann.

Kommen wir nun zur möglichen Nvidia GeForce RTX 3070 Ti. Hier wird als GPU, wie in der RTX 3070, ein GA104 vermutet, und zwar wie man sich denken kann in einer modifizierten Version. Bei den Shadereinheiten soll die RTX 3070 Ti auftrumpfen, aber nicht in einem so hohen Maße wie bei der RTX 3080 Ti versus RTX 3080. Mit kolportierten 6144 Shadereinheiten hätte die RTX 3070 Ti nur etwa vier Prozent mehr als die RTX 3070. Beim RAM könnte es eine Enttäuschung geben, da nur 8GB geplant sein sollen. Wie die RTX 3080 Ti soll auch die RTX 3070 Ti technisch für Mining-Tätigkeiten eine Art Bremse erhalten, so dass die Karten - so die Hoffnung - nicht ganz so stark betroffen von der Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage sein könnten wie die anderen aktuellen Grafikkarten. Wie es bei Letzteren derzeit aussieht, schauen wir und auf der nächsten Seite abermals an und geben euch ein paar allgemeine Ratschläge, was ihr tun könnt, wenn ihr dringend einen neuen Grafikboliden benötigt.

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  1. Seite 1 Grafikkarten: Lage sowie RTX 3070 Ti und 3080 Ti
  2. Seite 2 Grafikkarten: Blick auf die RTX 3070 Ti und 3080 Ti
  3. Seite 3 Grafikkarten: Aktuelle Marktlage und Tipps
    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von 1xok Mitglied
        Zitat von Spiritogre
        Also der Verkauf von Gaming-Grafikkarten steigt seit ein paar Jahren und liegt alleine für NVidia Karten bei knapp über 100.000 im Jahr. Daran Teil haben Miner aber auch eine wachsende Zahl an PC Spielern.
        Das wäre schon verdammt wenig. Da würden sie dann ja mit Karten für die Industrie mehr Umsatz machen.

        Aber vielleicht ist es auch schon wirklich so winzig. Und ja, jedes Jahr kommen drei PC-Gamer dazu. :)

        PC-Gaming stagniert seit Jahren auf hohem Niveau, nur dass das Niveau im Vergleich zu anderen Bereichen inzwischen eben nicht mehr so hoch ist, weil die stark gewachsen sind. Ist doch seit langem bekannt. Der Drops ist schon lange gelutscht:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Mich selber hat es aber auch überrascht wie schnell es dann doch gegangen ist. Ich hätte erwartet, dass wir wenigstens noch so 10 Jahre lang weiter machen können. Aber wir müssen jetzt schon tief in die Tasche greifen oder abgelegte Mining-Karten kaufen.

        Wenn es in dem Tempo weiter geht, dann verschwinden in den nächsten drei Jahren zahlreiche AAA-Games von der PC Plattform. Auch das hat schon längst begonnen. Es gibt ja auch keinen Großen (außer Valve), der noch irgendwas zur Attraktivität der PC-Plattform beiträgt. Über so etwas wird in der "PC"-Games schon gar nicht mehr berichtet:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ist ja auch wirklich komplette Nische inzwischen. Wobei die Möglichkeiten natürlich genial sind. Die meisten werden aber irgendwann Streaming von einem der großen Anbieter nutzen oder etwas spielen, was auf dem Smartphone läuft.
      • Von 1xok Mitglied
        Zitat von Spiritogre
        Also der Verkauf von Gaming-Grafikkarten steigt seit ein paar Jahren und liegt alleine für NVidia Karten bei knapp über 100.000 im Jahr. Daran Teil haben Miner aber auch eine wachsende Zahl an PC Spielern.
        Das wäre schon verdammt wenig. Da würden sie dann ja mit Karten für die Industrie mehr Umsatz machen.

        Aber vielleicht ist es auch schon wirklich so winzig. Und ja, jedes Jahr kommen drei PC-Gamer dazu. :)

        PC-Gaming stagniert seit Jahren auf hohem Niveau, nur dass das Niveau im Vergleich zu anderen Bereichen inzwischen eben nicht mehr so hoch ist, weil die stark gewachsen sind. Ist doch seit langem bekannt. Der Drops ist schon lange gelutscht:

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        Mich selber hat es aber auch überrascht wie schnell es dann doch gegangen ist. Ich hätte erwartet, dass wir wenigstens noch so 10 Jahre lang weiter machen können. Aber wir müssen jetzt schon tief in die Tasche greifen oder abgelegte Mining-Karten kaufen.

        Wenn es in dem Tempo weiter geht, dann verschwinden in den nächsten drei Jahren zahlreiche AAA-Games von der PC Plattform. Auch das hat schon längst begonnen. Es gibt ja auch keinen Großen (außer Valve), der noch irgendwas zur Attraktivität der PC-Plattform beiträgt. Über so etwas wird in der "PC"-Games schon gar nicht mehr berichtet:

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        Ist ja auch wirklich komplette Nische inzwischen. Wobei die Möglichkeiten natürlich genial sind. Die meisten werden aber irgendwann Streaming von einem der großen Anbieter nutzen oder etwas spielen, was auf dem Smartphone läuft.
      • Von Spiritogre Mitglied
        Also der Verkauf von Gaming-Grafikkarten steigt seit ein paar Jahren und liegt alleine für NVidia Karten bei knapp über 100.000 im Jahr. Daran Teil haben Miner aber auch eine wachsende Zahl an PC Spielern.
      • Von 1xok Mitglied
        Zitat von Herbboy
        Ich verstehe den Zusammenhang nicht, den du da konstruierst. ^^ Es behauptet doch keiner, dass der gesamte Bitcoinmarkt oder sonst ein Krypto-Markt nur mit Grafikkarten oder gar mit nur einer einzigen Grafikkartenreihe berechnet wird.
        Es geht nur darum abzuschätzen wie viel Gewicht das Mining hat und darüber abzuschätzen wie relevant der Grafikkartenmarkt noch ist. Deswegen schrieb ich ja auch ca. sechs Millionen RTX 3080 oder äquivalente Hardware, was Du sogar noch zitiert hast. :)

        Dass das Mining einen großen Einfluss auf den Grafikkartenmarkt hat ist unbestritten. Diese Beobachtung ist Ausgangspunkt meiner Überlegungen.

        Ich will hier gar nicht in einer Sache recht behalten und es ist letztlich Ansichtssache, ab wann man einen Markt als Nische bezeichnet. Darum ging es ja ursprünglich.

        Der zusätzlichen Bedarf an Grafikkarten, den das Ethereum-Mining verursacht, der ist durchaus beachtlich. Nur, wenn der Grafikkarten Markt - sagen wir mal - zehnmal größere wäre als er ist, weil das PC-Gaming in den letzten 10 Jahren parallel zum Markt für Smartphones und mobile Geräte gewachsen wäre, dann würden die 450 TH von Ethereum eben unter "ferner wirkten mit" laufen. Das tun sie aber nicht, sondern sie absorbieren große Teile des Marktes. Größer ist er halt nicht.

        Zitat

        Aber Du wirst ja wohl kaum leugnen, DASS beim Mining auch normale Consumer-Grafikkarten zum Einsatz kommen.
        Klar rechnen da auch ein paar Gamer mit und fürs Ethereum-Mining kommen bevorzugt Consumer-Grafikkarten zum Einsatz. Das sieht dann so aus:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Da sind Millionen von Grafikkarten im Einsatz und das reicht alleine wahrscheinlich schon aus, um den Markt kaputt zu machen, weil größer ist er halt nicht. Und die Gamer nehmen es mit einem Achselzucken. Ich nutze einfach meine GTX 970 weiter. Sie tut's ja noch. Allerdings nutze ich sie ausschließlich zum Spielen. :)

        Nachtrag: Und Bitcoin ist inzwischen wesentlich größer als der gesamte Markt für dezidierte Grafikkarten. So viele Grafikkarten könnten Nvidia und AMD gar nicht herstellen, weil ihnen dafür die Produktionskapazitäten fehlten. Mal abgesehen davon, dass es komplett unwirtschaftlich wäre, weil GraKas beim Bitcoin-Mining ein vielfaches an Strom verbrauchen im vergleich zu FPGAs oder ASICs.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von 1xok
        Darüber muss man nicht spekulieren. Ethereum liegt momentan bei ca. 450 TH. Das ist öffentlich ersichtlich. :)

        Bitcoin spielt fürs GPU-Mining keine Rolle und andere Cryptowährungen, die auf GPU-Mining setzen, sind winzig.

        Eine RTX 3080 packt mindestens 80 MH. Für die Leistung des Ethereum Netzwerkes braucht es es also ca. sechs Millionen RTX 3080 oder äquivalente Hardware.
        Ich verstehe den Zusammenhang nicht, den du da konstruierst. ^^ Es behauptet doch keiner, dass der gesamte Bitcoinmarkt oder sonst ein Krypto-Markt nur mit Grafikkarten oder gar mit nur einer einzigen Grafikkartenreihe berechnet wird. Es spielt allerdings nun mal für die Frage, ob AUCH Miner zu den Grafikkartenkäufern gehören, überhaupt keine Rolle, wie groß oder klein der Markt ist (außer natürlich er wäre EXTREM klein, zB wenn man für alle Kryptowährungen der Welt in der Summe grad mal die Rechenpower von 1000 Mittelklasse-Grafikkarten bräuchte). Wichtig ist aber für Miner einzig und allein, ob der Kauf einer Hardware, egal um was für eine Hardware es geht, am Ende ein Plus ergibt. Und da SIND Grafikkarten aktuell nun mal auch bei Minern gefragt. Klar: Eine Grafikkarte ist sicher nicht optimal, vor allem je nach Währung nicht. Aber solange bei der Rechnung:

        Ertrag pro Tag durch die Karte - Kosten der Karte pro Tag

        mit Kosten = Anschaffungskosten/Plan-Nutzungsdauer in Tagen + Stromkosten/Tag + anteilige Fixkosten /Tag

        halbwegs deutlich über Null ist, ist so eine Karte für Miner, die noch Platz in ihrem Keller oder ihrer Halle oder wo auch immer haben, definitiv attraktiv. Bei zB nem Dollar Gewinn pro Tag und 50 Karten ist das in vielen Ländern der Welt schon ein kleines Vermögen, und wer mit Spezialhardware eh schon jeden Tag 100 Dollar Gewinn macht, der wird weitere 10 Dollar auch nicht ablehnen, wenn er die Chance hat, 10 Grafikkarten für einen Preis zu bekommen, der pro Karte pro Tag nen weiteren Dollar gewährleistet. In der Rechnung fehlt sogar noch, dass der Miner noch was für die Karte bekommen kann, wenn er sie später nicht mehr braucht und verkauft. Das alles ist doch an sich eine Logik, die jeder Vollidiot verstehen müsste.

        Das sagt zwar nichts darüber aus, ob nun 1 Promille, 0,1%, 1%, 10% oder 50% der produzierten Gamer-Karten von Minern "weggekauft" werden. Aber Du wirst ja wohl kaum leugnen, DASS beim Mining auch normale Consumer-Grafikkarten zum Einsatz kommen. Natürlich nur bei Profis, die billig an Strom kommen, viele Karten parallel betreiben und durch die Masse Geld machen - keine Sau wird sich einfach nur 5 Karten für Mining kaufen und damit Geld verdienen, das ist klar... schon gar nicht hier in D, wo der Strom so teuer ist. Und was auch klar ist: wenn es genug spezielle, effizientere Hardware lieferbar gibt, bei der das Verhältnis aus Ertrag/Kosten höher ist, kaufen Miner eher so eine Hardware. Aber wenn die Spezialhardware noch schwerer als Grafikkarten zu haben oder einfach nur relativ gesehen teurer ist, sind auch Grafikkarten gefragt - und das scheint aktuell nunmal der Fall zu sein.

        So oder so: Die Tatsache, dass manche in Gaming schlechtere Grafikkarten seit Wochen für mehr Geld verkauft werden als andere bessere Karte, kann IMO nur mit Mining erklärt werden. Oder welchen anderen Grund hättest du dafür parat?
      • Von 1xok Mitglied
        Zitat

        Quellen? Und ob der Markt nun 100 kleiner ist oder nicht, das ist am Ende ja egal - die Frage ist, WIE groß er insgesamt ist und vor allem: wo aktuell die meisten Leute neu einsteigen oder aufrüsten.
        Darüber muss man nicht spekulieren. Ethereum liegt momentan bei ca. 450 TH. Das ist öffentlich ersichtlich. :)

        Bitcoin spielt fürs GPU-Mining keine Rolle und andere Cryptowährungen, die auf GPU-Mining setzen, sind winzig.

        Eine RTX 3080 packt mindestens 80 MH. Für die Leistung des Ethereum Netzwerkes braucht es es also ca. sechs Millionen RTX 3080 oder äquivalente Hardware.
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