Nvidia RTX 4090: Strombedarf und Gesamtfazit

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Nvidia RTX 4090: Strombedarf und Gesamtfazit
Quelle: Gigabyte

Wir haben Leistung und Preis-Leistung der neuen Nvidia-Grafikkarte GeForce RTX 4090 analysiert. Zudem gibt es eine ausführliche Meinung unseres Autors.

Strombedarf: Gute Effizienz

Ein Faktor für eine Kaufentscheidung kann auch der Strombedarf sein. Die GeForce RTX 4090 braucht einen der neuen 16-Pin-PCIe5.0-Stromstecker (Adapter auf 4x 8-Pin liegen den Grafikkarten bei) und hat laut Nvidia eine TDP von 450 Watt, die auch nahe am möglichen Bedarf liegen soll - beides trifft übrigens auch auf die GeForce RTX 3090 Ti zu. In der Praxis liegt der Verbrauch der RTX 4090 bei etwa 430 Watt, sofern man nicht bei den Einstellungen eingreift. Begrenzt man die FPS manuell, kann man freilich einiges an Strombedarf einsparen, und da die GeForce RTX 4090 vergleichsweise viel FPS schafft, spart man sehr viel Strom ein.

Beispiel: In Doom Eternal sind es bei 4K über 300 FPS. Begrenzt man auf 144 FPS, sinkt der Strombedarf, wie man bei dem Test von Computerbase nachlesen kann, auf unter 250 Watt. Zum Vergleich: Ohne FPS-Limit schafft eine GeForce RTX 3080 gut 150 FPS, braucht aber 320 Watt. Eine RTX 3060 Ti schafft mit gut 200 Watt nur 93 FPS. Eine andere Methode, um Strom zu sparen, ist das Powertarget. Wie bei vielen anderen Grafikkarten könnt ihr einen Watt-Wert einstellen, den die Karte nicht überschreiten soll. Dies macht bei einer potenziell stromhungrigen Grafikkarte besonders viel Sinn, sofern man nach unten korrigiert - es sind mit passendem Netzteil nämlich auch 600 Watt möglich.

Erfahrungsgemäß bedeutet ein Ziel von 300 Watt anstelle von 450 Watt bei der GeForce RTX 3090 Ti eine Leistungseinbuße von etwa 20 Prozent. Bei der GeForce RTX 4090 fällt der Verlust geringer aus und liegt bei nur gut 10 Prozent.

Eine GeForce RTX 4090 in der Nvidia Founders Edition mit aufgestecktem Adapter von 16-Pin auf viermal 8-Pin Quelle: PCGH Eine GeForce RTX 4090 in der Nvidia Founders Edition mit aufgestecktem Adapter von 16-Pin auf viermal 8-Pin Man muss hier natürlich aufpassen: Ein Ziel von 450 Watt heißt nicht, dass die Grafikkarte stets auf 450 Watt läuft und ein absolutes Maximum an FPS herausholt. Es ist auch möglich, dass die RTX 4090 unterfordert ist und trotz 450 Watt-Target meist unter 400 Watt braucht.

Es kann daher umgekehrt durchaus bei zukünftigen Games, die von Grafikkarten mehr fordern, dazu kommen, dass die Leistungseinbußen durch ein niedriges Powertarget mehr als nur 10 Prozent betragen - aktuell erscheint das Powertarget aber eine sinnvolle Maßnahme, Strom einzusparen, ohne nennenswert an Leistung zu verlieren.

Insgesamt ist die GeForce RTX 4090 natürlich keine sparsame Grafikkarte - Mittelklassemodelle wie die GeForce RTX 3060 Ti oder AMD Radeon RX 6700 XT reichen für WQHD-Gaming aus und benötigen nur gut 200 Watt. Was aber die Leistung pro Watt angeht, hat Nvidia mit der ersten Ada Lovelace-GPU eine enorm gute Arbeit abgeliefert und bietet dank 4nm-Fertigung 40 bis hin zu 70 Prozent mehr FPS pro Watt als die gesamte Riege von AMD und Nvidia ab der RTX 3060 Ti oder RX 6700 XT aufwärts.

Gesamtfazit: Beindruckend, aber derzeit zu viel des Guten

Im Preis-Leistungs-Abschnitt haben wir ja schon ein kleines Fazit eingebaut. Die GeForce RTX 4090 hat ein Leistungsplus im Vergleich zur 3000er-Generation, das höher als erwartet ist und auf beeindruckende Art und Weise zeigt, was Ada Lovelace leisten kann. Für normale Gamer, selbst wenn sie einen hohen Anspruch haben, ist die RTX 4090 aber zu viel des Guten, obgleich ihr Aufpreis auf schwächere Karten für das, was man im High-End-Bereich sonst gewohnt war, kurioserweise wegen der enormen Leistung sogar halbwegs in Ordnung ist.

Auch beim Strombedarf schneidet die GeForce RTX 4090 besser ab, als man zuvor befürchtet hatte, wobei es ohne Power-Target gerade in heutigen Zeiten trotzdem schwierig ist, über 400 Watt Strombedarf nur für die Grafikkarte in Kauf zu nehmen.

Alles in allem können wir die GeForce RTX 4090 für normale Gamer aber nicht empfehlen und hoffen, dass die nach und nach die mit weniger leistungsstarken Ada Lovelace-GPUs bestückten Modelle auf den Markt kommen, und zwar auch in Preissegmenten von unter 500 Euro inklusive eines klaren Leistungsplus zum Vergleich zu Grafikkarten wie der GeForce RTX 3060 und 3060 Ti. Auf der folgenden Seite gibt es noch eine Meinung unseres Autors zur GeForce RTX 4090 und den allgemeinen Entwicklungen bei Grafikkarten.

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  1. Seite 1 Nvidia RTX 4090: Einleitung und technische Daten
  2. Seite 2 Nvidia RTX 4090: Leistungs- und Preis-Leistungs-Analyse
  3. Seite 3 Nvidia RTX 4090: Strombedarf und Gesamtfazit
  4. Seite 4 Meinung zur Nvidia RTX 4090: Starke Leistung, aber denkt an die Basis
    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Basileukum Hobby-Spieler/in
        Stimmt, es ist was ist. Es gibt halt a) die Leute die es nicht interessiert, daß se abgezockt werden b) die es stört und c) die Leute mit Probleme in der Realitätsfindung, die sich jeden Mist zusammenerklären und schönreden.

        Mit a) und c) mußt es halt als Konzern auch machen bis zum Gehtnichtmehr, die stehen drauf. Mal ganz ehrlich, das ist dann auch rechtens. Irgendwann werden es halt mehr b) was dazu führt, daß sich was ändert.
      • Von Basileukum Hobby-Spieler/in
        Stimmt, es ist was ist. Es gibt halt a) die Leute die es nicht interessiert, daß se abgezockt werden b) die es stört und c) die Leute mit Probleme in der Realitätsfindung, die sich jeden Mist zusammenerklären und schönreden.

        Mit a) und c) mußt es halt als Konzern auch machen bis zum Gehtnichtmehr, die stehen drauf. Mal ganz ehrlich, das ist dann auch rechtens. Irgendwann werden es halt mehr b) was dazu führt, daß sich was ändert.
      • Von Gast1730761802 Mitglied
        Zitat von McTrevor
        Ich glaube, hier kann es eine böse Fehleinschätzung des Marktes geben. Der extrem gestiegene Preis war stark durch geringe Verfügbarkeit, Stichwort Chipmangel, in Verbindung mit Rekordnachfrage durch den Miningdriss getrieben. Dass sich wirklich nennenswert Gamer zu den Mondpreisen die Dinger geholt haben ist hier möglicherweise eine Fehleinschätzung. Ich halte es für ausgeschlossen, dass alle, die damals bereit waren, 1000 Euro für super High End auszugeben heute bereit sind 2300 Euro für super High End auszugeben.
        Wir reden ja hier nicht von "allen". Aber im Großen und Ganzen geht das Zeug weg und wird verkauft.

        Die Preise stiegen ja nicht erst seit der RTX 30xx-Reihe. Schon die GTX10xx-Reihe war bedeutend teurer. Und die Preise sind mit jeder Gen gestiegen. Mal mehr, mal weniger.
        Zitat von McTrevor
        Solange hier nur homöopathische Stückzahlen in den Markt kommen fällt das noch nicht auf. Aber falls da irgendwann nennenswertes Angebot da ist und es keine Rückkehr des Miningbooms gibt, kann ich mir gut vorstellen, dass die Dinger wie Blei im Regal liegen bleiben.
        Wie viele Produkte wirklich verkauft wurden und werden, weiß keiner. Zahlen werden, meines Wissens nach, dahin gehend nicht genannt.

        Wie viele dieses Mal verkauft werden (wir haben ja eine Inflation erster Güte) kann nicht gesagt werden. Von uns Usern schon gar nicht.

        Und die Frage, was denn "marktüblich" ist, kann man nicht beantworten, indem man Vergleiche zu Preisgestaltungen von anno dazumal zieht. Der Markt verändert sich eben und damit auch die Preise.
      • Von TheBobnextDoor Mitglied
        Das Gesamtpaket stimmt doch bei der Karte.
        Der Preis ist nun mal der der er ist, wer hier nicht bereit ist Geld auszugeben wartet oder kauft sich die alte Generation. Die natürlich immer noch enorm viel Leistung präsentiert und in dem Segment fallen die Preise stetig.

        AMD kommt doch auch bald um die Ecke, mal schauen wie sich da die Karten schlagen. Glaube aber kaum, dass man sich im Enthusiastenbereich die Krone von Nvidia schnappen kann. :D
      • Von McTrevor Mitglied
        Zitat von MarcHammel
        Das mag alles sein. Aber was damals marktüblich war, muss es nicht zwangsläufig auch sein. Ist ja nicht so, dass nVidia da allein da steht. Auch Intel bietet seine GPUs nicht gerade für lau an (um mal beim Vergleich zu den damaligen Preisen zu bleiben). AMD sowieso nicht.

        High End war auch damals Luxusgut. Die Schmerzgrenze hat sich halt bei den Kunden auch verschoben.
        Ich glaube, hier kann es eine böse Fehleinschätzung des Marktes geben. Der extrem gestiegene Preis war stark durch geringe Verfügbarkeit, Stichwort Chipmangel, in Verbindung mit Rekordnachfrage durch den Miningdriss getrieben. Dass sich wirklich nennenswert Gamer zu den Mondpreisen die Dinger geholt haben ist hier möglicherweise eine Fehleinschätzung. Ich halte es für ausgeschlossen, dass alle, die damals bereit waren, 1000 Euro für super High End auszugeben heute bereit sind 2300 Euro für super High End auszugeben.

        Solange hier nur homöopathische Stückzahlen in den Markt kommen fällt das noch nicht auf. Aber falls da irgendwann nennenswertes Angebot da ist und es keine Rückkehr des Miningbooms gibt, kann ich mir gut vorstellen, dass die Dinger wie Blei im Regal liegen bleiben.
      • Von Gast1730761802 Mitglied
        Zitat von Basileukum

        Das mag alles sein. Aber was damals marktüblich war, muss es nicht zwangsläufig auch sein. Ist ja nicht so, dass nVidia da allein da steht. Auch Intel bietet seine GPUs nicht gerade für lau an (um mal beim Vergleich zu den damaligen Preisen zu bleiben). AMD sowieso nicht.

        High End war auch damals Luxusgut. Die Schmerzgrenze hat sich halt bei den Kunden auch verschoben.
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