Nvidia GTX 1660 Ti: Leistungsbewertung und Marktübersicht zur 270-Euro-Grafikkarte
Nvidias neue Grafikkarte, die GeForce GTX 1660 Ti, ist seit einigen Tagen zu einem Preis ab etwa 270 Euro im Handel zu haben. Wir haben auf Basis mehrerer veröffentlichter Tests die Leistung der neuen Grafikkarte eingeordnet und bewerten, ob sie angesichts ihres Preises eine Kaufempfehlung ist - und ob das fehlende Raytracing ein Nachteil ist.
Nvidia GeForce GTX 1660 Ti
Nvidia hat eine neue Grafikkarte auf den Markt gebracht, die sich im Preisbereich von 250 bis 350 Euro ansiedelt: die GeForce GTX 1660 Ti.
In diesem Artikel
Wir werden uns die Technik und Leistung (und somit auch das Preis-Leistungsverhältnis) der neuen Grafikkarte genauer ansehen, erklären den Namen der Grafikkarte sowie was es mit dem fehlenden Raytracing-Feature auf sich hat und bieten zudem eine Marktübersicht mit den bisher verfügbaren knapp 20 Modellvarianten.
Quelle: Asus
Asus ROG Strix GeForce GTX 1660 Ti
Die Nvidia GeForce GTX 1660 Ti platziert sich, bezogen auf die günstigsten Modellvarianten, preislich bei den meisten Modellen unterhalb der 300-Euro-Marke. Ab 270 Euro geht es derzeit los - dort hatte Nvidia in den letzten Wochen, auch seitdem durch das Ende des Miningbooms die GeForce GTX 1060 im Preis gesunken ist (derzeit ab 230 Euro), die GeForce GTX 1070 zu bieten, die aber nicht mehr produziert wird und daher bald nur noch als Restposten zu finden sein wird. Wir schauen uns in unserem Special die Leistung der neuen GeForce GTX 1660 Ti genau an, indem wir mehrere bereits veröffentlichte Tests, auch den unserer Kollegen der PC Games Hardware, statistisch zusammenfassen, um möglichst zuverlässig die Leistung einschätzen zu können. Wichtig ist dabei freilich vor allem der Leistungsabstand zu alternativen Grafikkarten, die preislich nicht allzu weit weg und derzeit im Handel zu finden sind: die GeForce RTX 2060, GTX 1060, GXT 1070 sowie die AMD RX 580, 590 und RX Vega 56. Natürlich bewerten wir auch in Form einer kleinen Kaufberatung, ob teurere Grafikkarten trotz der Veröffentlichung der GeForce GXT 1660 Ti ihren Aufpreis wert sind. Wir schauen uns nun zuerst die Technik des Neulings genauer an.
Ein Blick auf die Technik
Die Nvidia GTX 1660 Ti arbeitet mit dem Turing-Chip TU116, einem Chip der neuesten Nvidia-Generation. Gefertigt wird er in 12 nm (Nanometer), was auf der gleichen Fläche mehr Transistoren erlaubt als bei den älteren Pascal-Chips wie dem GP104 oder GP106, die auf der GTX 1060 respektive GTX 1070 zum Einsatz kommen. Was auffällt: Wie auch schon bei der RTX 2060 geizt Nvidia beim RAM. Denn die alte Nvidia GTX 1070, die seit einer Weile in einem ähnlichen Preisbereich wie die GTX 1660 Ti angesiedelt ist, bietet acht Gigabyte RAM. Auch gibt es schon unter 200 Euro Varianten der AMD RX 570 und 580 mit acht Gigabyte RAM. Allgemein gilt aber: Die genauen technischen Details sind nicht direkt miteinander vergleichbar, können aber einen Hinweis auf die Leistung geben. So haben die RTX 2060 und die GTX 1070 gleich viele Shadereinheiten (beziehungsweise bei Nvidia auch CUDA-Cores genannt), die neuere RTX 2060 arbeitet aber mit mehr Transistoren und einem etwas höheren Boosttakt sowie schnellerem Speicher - effektiv fühlt dies, siehe dazu auch unsere Leistungsanalyse zur RTX 2060, zu einem Leistungsplus gegenüber der GTX 1070. Wie sich nun die Tatsache, dass die GTX 1660 Ti weniger Shadereinheiten als die GTX 1070, aber dafür einen besseren Boosttaktwert und eine höhere Speicherbandbreite hat, sehen wir später in unserem Special - zuerst aber haben wie die technischen Daten der GTX 1660 Ti sowie drei weiterer Nvidia-Grafikkarten und der AMD RX Vega 56 in einer Tabelle zusammengefasst. Auf der nächsten Seite erklären wir zudem noch einiges zum Thema Nvidia-Raytracing, was die GTX 1660 Ti ja nicht aktiv unterstützt.
| Grafikkarte | GTX 1660 Ti | RTX 2060 | GTX 1070 | GTX 1060 | AMD RX Vega 56 |
|---|---|---|---|---|---|
| GPU | TU116 | TU106 | GP104 | GP106 | Vega 10 |
| Fertigung | 12 nm | 12 nm | 16 nm | 16 nm | 14 nm |
| GPU-Fläche | 284 mm² | 445 mm² | 314 mm² | 200 mm² | 486 mm² |
| Transitoren (GPU) | 6,6 Mrd | 10,8 Mrd | 7,2 Mrd | 4,4 Mrd | 12,5 Mrd |
| Shadereinheiten | 1536 | 1920 | 1920 | 1280 | 3584 |
| Basistakt | 1550 MHz | 1365 MHz | 1506 MHz | 1506 MHz | 1156 MHz |
| Boosttakt | 1845 MHz | 1875 MHz | 1785 MHz | 1848 MHz | 1525 MHz |
| Speicher | 6GB GDDR6 | 6GB GDDR6 | 8GB GDDR5 | 6GB GDDR5 | 8GB HBM2 |
| Speicherbandbreite | 288 GB/s | 336 GB/s | 256 GB/s | 192 GB/s | 410 GB/s |
| Anbindung | 192 Bit | 192 Bit | 256 Bit | 192 Bit | 2048 Bit |
| Preis ab etwa | 270 Euro | 330 Euro | 290 Euro | 200 Euro | 290 Euro |

Quelle:
KFA2 GeForce® GTX 1660 Ti (1-Click OC) - GeForce® GTX 16 Series - Graphics Card
ist aber an sich auch egal, denn wer ein Netzteil hat, das nur 6Pin bietet, kann sich für ein paar Euro einen Adapter kaufen. An sich sollte der aber lieber gleich so oder so ein neues Netzteil holen, denn nur 6Pin... dann muss das Ding echt uralt sein.
Ich glaube in die Richtung wird von Nvidia auch nichts mehr kommen. Vermutluch nur noch die xx50ger.
Letztlich kann man sich dann immer noch für eine grüne Karte entscheiden, dann aber zu vermutlich deutlich humaneren Preisen.
Wer sich schon jetzt unbedingt auf eine 1660 festlegen will, udn dem die nur 6GB ganz egal sind, der sollte vielleicht überlegen, doch zur 2060 zu greifen.
Vielleicht findet sich ja mal ein Spiel, was man mit etwas reduziertem Raytracing doch ganz gut genießen kann und möchte (40-60 Bilder in FullHD).
Und wer aus Leistungsgründen später ein Spiel mit DLSS (Achtung: hochskalierte Grafik aus einer niedrigeren Auflösung!) zocken möchte, hat so auch noch ein gewissen Leistungspolster für grafikintensive Spiele, die sonst in FullHD schon nicht mehr gut laufen würden, oder man aber z.B. in WQHD spielt, und sich dafür keine 2070 leisten kann (wobei man sich dann fragen muss, warum man sich ungleiche Komponenten zulegt).