No Man's Sky: Die letzte Chance für das Weltraumabenteuer - ein Blick auf die Updates

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Special Matti Sandqvist Christopher Scholz - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 53,09 €
No Man's Sky: Die letzte Chance für das Weltraumabenteuer - ein Blick auf die Updates
Quelle: Computec Media GmbH

Hello Games bemüht sich seit Monaten, alte Wunden des Weltraumabenteuers zu heilen. Wir werfen einen Blick auf die bisher veröffentlichten Updates für No Man's Sky und berichten über das brandneue Erlebnis in den tiefen des Alls. Schlussendlich wollen wir die Frage beantworten, ob ein Wiedereinstieg sich nun lohnt.

Im Jahre 2013 war die Welt noch in Ordnung: Obama war Präsident der Vereinigten Staaten, die Sommer waren (gefühlt) wärmer und ein kleines Indie-Studio namens ­Hello Games stand noch ganz am Anfang der Entwicklung eines heiß erwarteten Spiels - No Man's Sky. Der Ankündigungs-Trailer, erstmals gezeigt im Rahmen der VGX-Preisverleihung 2013, sorgte bei Spielern auf der ganzen Welt für feuchte Augen. No Man's Sky versprach ein brilliantes Spiel zu werden, mit einem fast unendlichen Universum voller Geheimnisse, das erkundet werden wollte. Der heilige Gral der Sandbox-Games schien zum Greifen nahe. Doch sowohl die Zeit bis zum Release, als auch die Zeit danach war alles andere als einfach - sowohl für Spieler, als auch für Entwickler.

Die Marketingkampagne des Studios war so undurchsichtig, dass jeder, der sich auf das Spiel freute, das Konzept von No Man's Sky nahm und das Universum mit den eigenen Vorstellungen davon füllte, wie ein Sandbox-Spiel solcher Größenordnung zu sein hätte. So trugen die vagen Aussagen der Entwickler zu einer Erwartungshaltung bei, die unmöglich zu befriedigen war. Und nicht zuletzt war auch der riesige Hype, der um das Spiel entstand, ein Grund dafür, dass No Man's Sky am Ende weit hinter den Erwartungen zurückblieb.

No Man's Sky im Update-Check: Funkstille

Gemütlich: Der Basenbau bietet eine Vielzahl von Gebäuden und Interieur. Diese lassen die Basis heimisch wirken - Frau und Kinder nicht inklusive. Quelle: PC Games Gemütlich: Der Basenbau bietet eine Vielzahl von Gebäuden und Interieur. Diese lassen die Basis heimisch wirken - Frau und Kinder nicht inklusive. Also kam es wie es kommen musste: Als No Man's Sky am 9. August 2016 endlich für die breite Masse erhältlich war, wurde schnell klar: Vieles, was sich Fans des Weltraumabenteuers erhofft hatten, war in der finalen Version nicht zu finden. Allem voran ein fehlender Mehrspielermodus sorgte bei vielen Käufern des Spiels für Frust. Doch nicht implementierte Inhalte waren nicht der einzige Grund für den, gelinde gesagt, holprigen Start: Denn weder technisch noch inhaltlich war No Man's Sky zu Release ein fertiges Spiel. Sowohl der große Druck der Öffentlichkeit, welche nach jahrelangem Warten und monatelanger Verzögerung endlich das Spiel in den Händen halten wollte, als auch möglicher Druck des Publishers Sony führten dazu, dass No Man's Sky verfrüht veröffentlicht wurde. Doch anstatt mögliche Missverständnisse aufzuklären, verhielt sich Hello Games ruhig. Auf den sozialen Netzwerken gab es kaum noch Aktivität seitens des kleinen Indie-Studios, und so machte sich in der Community die Sorge breit, dass Hello Games No Man's Sky aufgegeben hätte, um sich neuen Projekten zu widmen.

No Man's Sky im Update-Check: "Wir hören euch!"

Über drei Monate später, im November 2016, meldete sich Hello Games dann überraschend in einem Blogpost und versprach weitreichende Verbesserungen am Spiel. Das Team hätte sich zwar nicht gemeldet, dafür aber intensiv an neuen Inhalten für No Man's Sky gearbeitete. Die Message: "Wir hören euch!" Kurz darauf folgte das erste große Update für das Spiel: "The Foundation Update". Passend zum Namen sollte dieses die Grundlage für weitere Updates liefern, welche das Spiel zu dem machen sollten, was es eigentlich von Beginn an hätte sein sollen. Ein paar Monate später folgte dann das nächste Update. Das "Pathfinder Update" bringt Performance-Verbesserungen und weitere Neuerungen. Doch eins nach dem anderen.

Ein fantastischer Ausblick: Die große Stärke des Weltraumabenteuers bleibt weiterhin die beeindruckende Farbpalette und das Gefühl, tatsächlich in den Weiten des Alls zu schweben. Quelle: PC Games Ein fantastischer Ausblick: Die große Stärke des Weltraumabenteuers bleibt weiterhin die beeindruckende Farbpalette und das Gefühl, tatsächlich in den Weiten des Alls zu schweben.

No Man's Sky im Update-Check: Trautes Heim

Das "Foundation Update" war der erste Lichtblick für viele Spieler, die monatelang damit leben mussten, dass Hello Games lediglich einige Bugs behob - neue Inhalte waren bis dahin echte Mangelware. Umso erfreulicher war es, dass das erste große Content-Update viele lang erwartete und geforderte Neuerungen mit sich brachte.

Abenteurer, welche sich auf einem Planeten besonders heimisch fühlen, können sich seit dem Update erstmals eine eigene Basis bauen. Diese bietet nicht nur den Komfort eines eigenen Heims, sondern ermöglicht es euch nun auch, neue NPCs anzuheuern. Diese Aliens mit besonderen Fähigkeiten bevölkern nach der Rekrutierung die Basis und bieten wichtige Vorteile. So helfen euch Botaniker dabei, Pflanzen wachsen zu lassen, Wissenschaftler bieten die Möglichkeit neue Produkte zu erschaffen, Ingenieure stocken des Waffenarsenal der unerschrockenen Abenteurer auf und Architekten bieten Zugriff auf weitere Baupläne, mit denen ihr euer 1-Zimmer-Apartment in einen stolzen Stützpunkt verwandelt.

No Man's Sky im Update-Check: Einmal selbst Captain sein

Nicht billig: Je seltener das Schiff, desto höher die Klasse. Rare Schiffe können schneller fliegen, sind wendiger oder besitzen bessere Schilde. Quelle: PC Games Nicht billig: Je seltener das Schiff, desto höher die Klasse. Rare Schiffe können schneller fliegen, sind wendiger oder besitzen bessere Schilde. Darüber hinaus können Spieler mit dem Foundation Update insgesamt 30 neue Ressourcen abbauen, welche schnell das Inventar eures virtuellen Ichs bereichern. Ist dieses ständig überfüllt, schaffen die neuen Frachter Abhilfe. Diese befinden sich im Orbit zufälliger Planeten und lassen sich (für einen happigen Preis) vom jeweiligen Captain des Schiffes kaufen. Als neuer Besitzer einer eigenen Fregatte habt ihr nun Zugriff auf dessen Inventarplätze - überschüssige Rohstoffe transferiert ihr per Knopfdruck zwischen dem eigenen Inventar und dem des Frachters hin und her. Begebt ihr euch auf einen anderen Planeten, folgt euch eure Crew per Knopfdruck in den Orbit der neuen Welt. So habt ihr immer Zugriff auf all eure Kostbarkeiten. Auch ein neuer Modus wurde hinzugefügt. Der Kreativ-Modus ermöglicht den Zugriff auf alle neuen Inhalte, ohne Ressourcen für den Bau dieser auszugeben. Neben einem Schnell-Menü, welches den Zugriff auf wichtige Funktionen vereinfacht, gibt es obendrauf auch noch einige Änderungen an Symbolen, der Grafik und dem Interface. "The Foundation" war also prall gefüllt mit Inhalten und Anpassungen.
Und das war auch bitter notwendig. Denn für No Man's Sky war "The Foundation Update" mehr als ein einfaches Update - es stand für einen Aufbruch. Nicht nur spielerisch sollte das Update eine Grundlage bieten, es sollte auch die Basis für eine bessere Beziehung zwischen Entwicklern und Spielen schaffen. Hello Games wollten verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen - und anstatt wie bei der Bewerbung des Weltraumabenteuers Worte sprechen zu lassen, sollten nun Taten folgen.

No Man's Sky im Update-Check: Wohin die Reise geht

Auf Entdeckungsreise: Die Exo-Fahrzeuge steuern sich erstaunlich gut. Mit ihnen könnt ihr die Planetenoberfläche erkunden und spezielle Rohstoffe abbauen. Quelle: PC Games Auf Entdeckungsreise: Die Exo-Fahrzeuge steuern sich erstaunlich gut. Mit ihnen könnt ihr die Planetenoberfläche erkunden und spezielle Rohstoffe abbauen. Mit dem "Pathfinder Update" brachte Hello Games nun den nächsten Patch unter die Spieler und verfolgt damit weiterhin das hoch gesteckte Ziel, No Man's Sky für Neulinge und enttäuschte Fans wieder attraktiv zu machen. Lange Laufwege gehören mit diesem Update der Vergangenheit an, denn mit den neuen Exo-Fahrzeugen könnt ihr nun komfortabel über die Planeten düsen. Drei dieser Gefährte könnt ihr in eurer Garage parken: Der Nomad ist ein leichtes Hovercraft und damit das flinkste Vehikel. Der Roamer hingegen ist ein Alleskönner - er bietet eine akzeptable Anzahl an Inventarplätzen und kommt auf eine Geschwindigkeit, die sich sehen lassen kann. Habt ihr vor, längere Entdeckungsfahrten zu unternehmen, ist das Schwergewicht Colossus die beste Wahl; seine geringe Geschwindigkeit macht er mit einer Menge Stauraum wett. Bevor ihr aber ans Steuer der Vehikel könnt, müsst ihr eine Questreihe bei einem rekrutieren Vy'keen-Techniker abschließen. Schön: Die drei NPC-Fraktionen verkaufen euch nur ihre besten Technologien (und somit auch die Baupläne für die Exo-Fahrzeuge), wenn ihr euch vorher mit ihnen gutgestellt habt. Euren Ruf könnt ihr entweder durch Geschenke erhöhen oder indem ihr besonders schlaue Antworten in Konversationen gebt. Die kriegerischen Vy'keen bieten euch Verbesserungen für eure Waffen und Multitools, die gierigen Gek können euer Schiff upgraden und die narzisstischen Korvax statten euren Exo-Anzug mit nützlichen Erweiterungen aus. Die neuen Baupläne kauft ihr mit einer komplett neuen Währung - Nanit-Haufen. Diese sind überall in der Galaxie zu finden. Und Händler sind mehr als gewillt, ihre wertvollen Blueprints für eine gute Menge der blau schimmernden Kostbarkeit an euch abzutreten.

Waffe mit Klasse

Im Anflug: Frachter können ebenso wie Raumstationen einfach angeflogen werden - das Landen geschieht automatisch. Quelle: PC Games Im Anflug: Frachter können ebenso wie Raumstationen einfach angeflogen werden - das Landen geschieht automatisch. Darüber hinaus sind nun sowohl Waffen und Multitools, als auch Schiffe in Klassen und Spezifikationen aufgeteilt. Das ermöglicht es euch, eure Ausrüstung eurem Spielstil anzupassen. Ihr wollt vor allem auf Entdeckungsreise gehen? Erwerbt ein flinkes Erkundungsschiff, um weit entfernte Sternensysteme schneller zu erreichen. Ihr legt euch gerne mit den Kreaturen und Wächtern eines jeden Planeten an? Zieht mit einem Gewehr oder gleich mit einer Alien-Waffe in die Schlacht. Die Klassen C, B, A und S zeigen euch dazu die Wertigkeit eurer Ausrüstung an und machen es so einfacher, das Arsenal mit immer besseren Tools aufzustocken. Habt ihr also gerade das nötige Kleingeld parat, könnt ihr eure alte Schüssel gegen ein hammergeiles wertigeres S-Klasse-Raumschiff austauschen, oder eure mickrige Pistole durch ein durchschlagkräftigeres Gewehr einer höheren Klasse ersetzen. Das Suchen nach immer besseren Tools und Raumschiffen sorgt wenigstens ansatzweise für ein Gefühl von Fortschritt. Schön: Es ist nun auch möglich, mehrere Raumschiffe zu besitzen. So müsst ihr euch von keinem eurer geliebten Kleinode mehr trennen. Weitere neue Inhalte sind ein neuer Permadeath-Modus für Hardcore-Spieler und neue Möglichkeiten, Screenshots besonders schick in Szene zu setzen. Und auch an der Technik wurde erneut geschraubt.

Konflikte: Die neu hinzugefügten Frachter tragen zum Flair des Spiels bei. Leider bleiben die Raumschlachten weiterhin ohne Konsequenzen für den Verlauf des Spiels. Quelle: Hello Games Konflikte: Die neu hinzugefügten Frachter tragen zum Flair des Spiels bei. Leider bleiben die Raumschlachten weiterhin ohne Konsequenzen für den Verlauf des Spiels.

No Man's Sky im Update-Check: Der Blick nach vorne

Die ersten Updates haben deutlich gemacht, dass Hello Games eine Zukunft für No Man's Sky möchte. Doch sind die neuen Inhalte denn nun Grund genug, sich erneut hinter das Steuer eines Raumschiffs zu setzen? Enttäuschte Fans finden in den neuen Updates möglicherweise das wieder, was sie sich gewünscht haben. Kreative Spieler werden mit dem neuen Basenbau viel Freude haben, Raumfahrer, die vor allem an der Geschichte des Universums interessiert sind, haben mit dem neuen Fraktions-System einiges zu entdecken. Doch vieles, was sich Spieler von Anfang an gewünscht hatten, ist auch in der neuesten Fassung nicht zu finden - so ist es zum Beispiel immer noch nicht möglich, mit Freunden zu zocken. Auch kann man sich weiterhin keiner Fraktion anschließen oder in die Konflikte des Universums aktiv eingreifen. Und was nach wie vor enorm stört: Die meisten Planeten sind (trotz einer verbesserten Grafik) weiterhin karge Landschaften, die nur stellenweise interessante Orte bieten. Um No Man's Sky in seinem jetzigen Zustand mit Freude spielen zu können, muss man das Konzept dahinter mögen. In der aktuellsten Version hat sich dieses nicht geändert - ihr fliegt von Planet zu Planet, baut dort Rohstoffe ab und entdeckt neue Kreaturen und Orte, während ihr zwischendurch kurze Aufgaben für die verschiedenen Fraktionen erledigt. Mit den neuen Updates steht No Man's Sky wie ein reumütiger Ex-Partner mit einem großen Strauß Blumen vor der Tür und bittet euch um eine zweite Chance. Ob ihr es noch einmal versuchen wollt, müsst ihr selbst entscheiden.

Meinung

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von transwarp2010 Anfänger/in
        So, hat man endlich ein paar Hausaufgaben gemacht, nachdem man eine Klatsche nach der anderen kassiert, das Image ruiniert und alle interessierten Spieler vergällt hat?
        Für mich ist der Titel schon im Vorfeld verbrannt. Ich werde ihn weder jetzt, noch in Zukunft in Erwägung ziehen, vor allem, wo selbst dieser Spieletest zwiespältig ist.
      • Von transwarp2010 Anfänger/in
        So, hat man endlich ein paar Hausaufgaben gemacht, nachdem man eine Klatsche nach der anderen kassiert, das Image ruiniert und alle interessierten Spieler vergällt hat?
        Für mich ist der Titel schon im Vorfeld verbrannt. Ich werde ihn weder jetzt, noch in Zukunft in Erwägung ziehen, vor allem, wo selbst dieser Spieletest zwiespältig ist.
      • Von Buttonsmasher Mitglied
        Gut dann warte ich noch auf 3 Updates wenn sich da auch was getan hat . Dann schaue ich mir mal die Veränderung an was sie gemacht haben . Dann Kaufe ich mir das Spiel in einen Sale zu Ostern .
      • Von Mutterkrone Anwärter/in
        Ich habe bewusst länger gewartet mit dem Kauf und ich kann sagen: Es hat sich gelohnt! Das Spiel ist nicht perfekt, macht aber durchaus Spaß und vorallem Entspannung nach einem langen Tag.

        Die stetigen Updates haben meiner Meinung nach den Ruf von Hello Games wieder rehabilitiert, sie haben zugehört und arbeiten weiterhin am Spiel und das ist alles was man sich wünschen kann; ein Entwickler der die Spieler nicht ignoriert.
      • Von Kartodis Mitglied
        Ich freue mich sehr darüber, dass das Spiel weiterentwickelt wird. Habs mir direkt zum Release geholt und schon einiges an Zeit darin verbracht. Für mich ein schönes Game, welches immer wieder mal angeworfen wird. Ich sehe es ähnlich wie DayZ. Kein fertiges Spiel aber so gut, dass ich viel Freude damit habe und für mich entschieden habe, dass sich der Kauf gelohnt hat.

        An den ganzen anderen Diskussionen über Versprechen, die nicht eingehalten wurden, beteilige ich mich nicht. Ist auch irgendwann mal gut.
      • Von Zybba Mitglied
        Mir gefallen die Neuerungen. Viele der alten Schwächen bestehen meiner Meinung nach weiterhin, aber immerhin arbeiten sie daran.
        Sobald mir der Preis angemessen erscheint, werde ich es kaufen.

        Zitat von tentententen
        Und warum wird hier immer wieder mit dem Aspekt argumentiert, daß man nicht "Multiplayer" spielen kann ??
        1. Weil das vor dem Verkauf seitens der Entwickler suggeriert wurde.
        2. "Doch vieles, was sich Spieler von Anfang an gewünscht hatten, ist auch in der neuesten Fassung nicht zu finden - so ist es zum Beispiel immer noch nicht möglich, mit Freunden zu zocken."
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