Gear Club Unlimited: Das erste reale Rennspiel für die Nintendo Switch in der Vorschau
Fans realer Rennspiele schauen auf der Switch bisher in die Röhre. Zwar gibt es für die noch junge Konsole Fun-Racer wie Mario Kart 8 Deluxe oder Beach Buggy Racing, allerdings noch kein Rennspiel mit echte Fahrzeugen und wirklichkeitsgetreuen Fahrbedingungen. Doch das ändert sich bereits am 01. Dezember mit Gear Club Unlimited vom französischen Studio Eden Games.
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Zwar ist Gear Club Unlimited bereits vor einiger Zeit für Smartphones und Tablets erschienen, aber lasst euch davon nicht täuschen. Das Spiel wurde von Grund auf für Konsolen entwickelt, die Mobilumsetzung konnte nur deutlich früher veröffentlicht wurden, da die Switch damals noch eine Weile auf sich warten ließ. Damit kommt in Kürze das erste reale Rennspiel auf die Switch, nachdem mit Fast Racing RMX bereits ein futuristischer Racer und mit Mario Kart 8 Deluxe sowie Beach Buggy Racing schon zwei Fun-Racer für die Konsole erschienen sind. Taugt das was?
Quelle: Microids
Im lokalen Mehrspieler-Modus dürft ihr insgesamt maximal zu viert ran. Ja, auch im Tisch-Modus ohne großen Fernseher.
Gear Club Unlimited: Wenig Story, viel Inhalt
Um möglichst real zu sein, setzt Gear Club Unlimited auf über 30 originale Lizenz-Fahrzeuge, beispielsweise Bugatti Veyron GrandSport,BMW Z4 Roadster und Ford Mustang GT 2015. Weitere sollen in Zukunft per DLC dazukommen; direkt zum Release am 01. Dezember gibt's zwei neue Autos kostenlos zum Download. Auch darüber hinaus sollen (zunächst kostenlose) DLCs das Spiel stetig erweitern und neue Funktionen implementieren, wie etwa neue Strecken, einen Strecken-Editor oder Erweiterungen der verschiedenen Modi. Apropos Modi: Gear Club Unlimited kommt im Kern mit einer Kampagne daher, die in der ersten Stunde per lockerer Story in die Spielmechaniken einführt, danach aber Großteils freie Hand lässt. Des Weiteren dürft ihr zusammen mit euren Freunden lokal an einer Konsole zu viert ran, der Online-Modus beschränkt sich zunächst auf Ranglisten und Bestzeiten. Hier haben die Entwickler aber schon Pläne für die Zukunft, das Online-Angebot zu erweitern. Eine Besonderheit ist der sogenannte Performance Shop. Hier dürft ihr euch ausgiebig austoben und eure Fahrzeug-Flotte umfangreichen Tuning-Maßnahmen unterziehen. Dafür benötigt ihr verschiedene Arbeitsstationen, zum Beispiel für den Motor, die Reifen, die Lackierung, einen Windkanal und so weiter. Auch das Aussehen eurer Autos könnt ihr teilweise sehr detailliert verändern. Zu guter letzter dürft ihr euren Performance Shop auch erweitern und mit allerlei Gegenständen verschönern. Dadurch erhält das Spiel ein klein wenig Simulations-Charakter.
Quelle: Microids
In eurem Performance Shop verbessert ihr eure Autos mittels Tuning, verändert ihr Aussehen und nehmt das technische Fein-Tuning vor.
Gear Club Unlimited: 200 Strecken = 430 Rennen
Doch für die meisten Rennspiel-Fans stehen natürlich die Rennen selbst im Mittelpunkt der Begierde. Diese teilen sich in Derby (normale Rennen mit insgesamt acht Fahrern) und Zeitrennen auf. Die Weltkarte, die ihr mit fortschreitendem Spielstand immer weiter aufdeckt, beherbergt im Gesamten 430 Rennen auf 200 verschiedenen Strecken; für viele Stunden Spielzeit sollte also gesorgt sein. Hier findet ihr neben dem bereits erwähnten Performance Shop auch Autohändler, bei denen ihr neue Karren gegen Bares bekommt, welches ihr wiederum für erfolgreich gemeisterte Rennen einsackt. Elektro-Autos gehören zum Release noch nicht zum Angebot der Händler, diese sind aber bereits in Planung und sollen per zukünftigen DLC noch kommen, wenn der Entwickler die Lizenzen der Autohersteller erhält.
Quelle: Microids
Die unzähligen Rennen führen euch durch die verschiedensten Landschaften. Vom Strand über Gebirge bis hin zur Wüste ist dabei alles mögliche vertreten.
Gear Club Unlimited: Digitale Assistenten überall!
Und wie spielt man eigentlich ein Rennspiel ohne analoge Schultertasten? Bei Gear Club Unlimited dennoch mit eben diesen Schultertasten und einem intelligenten Software-Assistenten. Der verspricht nicht nur auf dem Papier nützlich zu sein, sondern funktioniert auch in der Realität unerwartet gut. Wie auch immer der Assistent genau programmiert wurde - seinen Dienst verrichtet er zuverlässig. Abgesehen davon könnt ihr euch auch beim Steuern, Bremsen und in weiteren Punkten von intelligenter Software assistieren lassen, müsst ihr aber nicht. Diese Hilfen könnt ihr auf drei Stufen oder im Detail regeln. Kleine Fehler macht ihr schmerzlos rückgängig dank Rewind-Funktion, dafür gibt's dann aber weniger Belohnungs-Geld. Gear Club Unlimited unterstützt nicht nur den Pro Controller, sondern auch TV-, Tisch- sowie Handheld-Modus; und zwar bei jederzeit konstanten 30 fps, Full HD am Fernseher und 720p in den restlichen Modi.
Gear Club Unlimited: Kann das Spiel die Lücke füllen?
Gear Club Unlimited schickt sich an, eine bisher bestehende Lücke realer Rennspiele auf der Switch zu schließen. Insofern kommt dem Titel eine Vorreiterrolle zu, deren Verantwortung er sich erst noch als würdig erweisen muss - ob das gelingt, wird der Test zeigen. Unseren ersten Anspiel-Eindrücken nach stehen die Zeichen aber gut. Grafisch lässt sich Gear Club Unlimited wohl am ehesten mit Gran Turismo 5 vergleichen, auch spielerisch sind definitiv Ähnlichkeiten vorhanden. Dank sanft, aber stetig ansteigendem Anspruch gelingt der Einstieg einfach, mit der Zeit wird's aber richtig knackig. Erfahrungen mit realen Rennspielen sind hier definitiv von Vorteil. Die Steuerung geht sowohl mit Joy Con als auch Pro Contoller gut von der Hand. Und das wichtigste: Zwar helfen diverse Assistenten (je nach Einstellungen mal mehr, mal weniger) beim Fahren, dennoch vermittelt das Spiel stets ein wirklichkeitsgetreues Fahrgefühl. Besonders dank der recht kurzen Rennen fühlt sich Gear Club Unlimited an vielen Stellen aber doch sehr Arcade-lastig an, was vor allem im Handheld-Modus sinnvoll ist, im TV-Modus eher weniger. Ob dass Sinn macht und auf Dauer funktioniert, muss ebenfalls der Test zeigen.
