Die ersten Stunden mit New World: Wir haben das Amazon-MMO angespielt!
Mit New World wagen sich die Entwickler der Amazon Game Studios im kommenden Frühling erstmals ins Genre der Online-Rollenspiele. Wir durften uns mit einem frisch erstellten Charakter auf der Insel Aeternum ins Abenteuer stürzen, die ersten Quests meistern und ins Handwerk reinschnuppern. Außerdem stand eine Endgame-Belagerung mit den Entwicklern auf dem Plan. Wir verraten euch, wie uns die ersten Stunden mit New World gefallen haben.
Mit New World wagen sich die Entwickler der Amazon Game Studios im kommenden Frühling erstmals ins Genre der Online-Rollenspiele. Ein Herausstellungsmerkmal des MMOs soll dabei das einmalige Setting sein. Auf der Insel Aeternum vermischen sich der Kolonialismus des 17. Jahrhunderts mit dunklen Fantasy-Elementen. Wir bekommen es mit der Saat eines uralten Bösen und den untoten Legionen der Verderbten zu tun.
Einige Tage lang durften wir vor kurzem in New World reinspielen, die ersten Kämpfe sowie Quests meistern, Stufenaufstiege feiern und das Handwerk ausprobieren. Zudem hatten wir die Gelegenheit, uns mit den Entwicklern in einer Belagerungsschlacht die Helme einzudellen. Wie unser Ersteindruck zu New World nach den ersten Stunden ausfällt, das verrät euch unser Angespielt-Video.
Wer Texte bevorzugt, findet alle Infos aus dem Video aber auch im Folgenden.
New World: Charaktereinstellung und Einstieg
Nach einer kurzen Intro-Sequenz landen wir ganz genretypisch in der Charaktererstellung. Allzu viele Optionen finden wir hier jedoch nicht. Zudem wundern wir uns über die teils sehr grellen Haarfarben, die nicht so recht zum Look des restlichen Spiels passen wollen. Wir tun uns schwer damit, einen Helden zu kreieren, mit dessen Optik wir zufrieden sind. Genre-Kollegen wie Black Desert haben hier deutlich mehr zu bieten.
Quelle: buffed
Die Charaktererstellung von New World bietet zwar nur recht wenige Optionen, doch für die eine oder andere grelle Farbe hat es gereicht.
Eine Partie "Schiffe versenken" später stehen wir mit einem Schwert bewaffnet und ein paar Fetzen am Körper am Strand und lernen schrittweise grundlegende Mechaniken wie das Kämpfen kennen. Wir lösen leichte und schwere Angriffe mit der Maus aus, blocken Schläge aktiv oder weichen ihnen aus. Stehen mehrere Widersacher in Schwungreichweite unserer Klinge, nehmen sie alle Schaden. Mit Fernkampfwaffen wie Bögen oder Musketen treffen wir nur, wenn wir gut zielen.
Durch die Nutzung unserer Waffen verbessern wir den Umgang mit diesem Waffentyp. Mit jedem Level erhalten wir Punkte, die wir in den Fertigkeitenbaum des jeweiligen Waffentyps investieren, um passive Boni sowie aktiv nutzbare Angriffe freizuschalten. Drei dieser Fähigkeiten dürfen wir für den Kampf den Kurztasten Q, R und F zuweisen.
Mit Schwert und Schild nutzen wir etwa einen Rundumangriff oder wir verpassen einzelnen Widersachern einen Schildhieb. Mit dem Kriegshammer erzeugen wir indes ein Erdbeben, das Gegner von den Füßen holt, oder schleudern sie mit einem mächtigen Hieb durch die Luft. Da wir drei Waffen in den Gefechten einsetzen dürfen, stehen uns insgesamt neun Fertigkeiten zur Verfügung. Nach Lust und Laune spamen lassen sich die Angriffe aber nicht, da diese durch ihre Nutzung eine Abklingzeit für den betroffenen Kurztasten-Slot auslösen.
New World: Quests und Handwerk
Auch wenn New World (jetzt kaufen ) eher ein Sandbox- denn ein Themenpark-MMO sein will, sind uns in den ersten Spielstunden die Quests nie ausgegangen. Viele der Aufträge bieten dabei die übliche Standardkost: Untersucht vorgegebene Orte in der Welt, haut Kreaturen aus dem Leben, sammelt bestimmte Güter oder Ressourcen. Die Entwickler nutzen die Missionen aber auch, um uns immer neue Mechaniken des Spiels vorzustellen.
Mehr zu dem Thema: New World: Ruckzuck auf 60 - so schnell erreicht ihr das Maximal-Level
Für unseren Erstkontakt mit dem Handwerk sollen wir beispielsweise Feuersteine und Äste sammeln, uns ein Häutemesser am Lagerfeuer herstellen und im Anschluss ein paar Schweinen das Fell über die Ohren ziehen. Später fällen wir mit einer Axt Bäume, klopfen mit einer Spitzhacke Felsbrocken aus Steinformationen und stellen fest, dass wir mit jedem Abbau an Skill dazugewinnen - ähnlich wie bei den Waffen. Die gesammelten Ressourcen verarbeiten wir dann in der Holzwerkstatt zu Bauholz, am Steinmetztisch zu Blöcken oder beim Gerber zu Leder. Der Herstellungsprozess ist dabei simpel gehalten: Sobald die Materialien vorhanden sind und die gewünschte Menge definiert wurde, reicht ein Klick.
Einige der herstellten Güter geben wir im Rathaus ab, wodurch wir Kenntnisse über die aktuellen Stadtprojekte gewinnen. Konkret erfahren wir, mit welchen Quests wir und andere Spieler Aufwertungen für die Siedlung vornehmen können. In einer Schmiede mit einem höheren Rang stellen wir etwa hochwertigere Waffen und Rüstungen her. Stärkere Tore oder verbesserte Bomben helfen dabei, die Siedlung vor den alle paar Tagen stattfindenden Invasionen der Verderbten zu verteidigen.
Der PvP-Modus Krieg
Wenn es nicht die Verderbten auf ein Gebiet unserer Fraktion abgesehen haben, sondern die Streiter einer anderen Gemeinschaft, dann kommt es zum Konflikt, der schließlich in einer Belagerungsschlacht mündet. Diese Schlacht läuft instanziert über den PvP-Modus Krieg ab, für den wir uns auf einem extra Anschlagsbrett anmelden. Auf beiden Seiten stürzen sich je 50 Spieler ins Gefecht.
Die Angreifer haben es zuerst auf die drei Kontrollpunkte außerhalb der Festung abgesehen. Erst wenn ihnen diese gehören, können sie die Tore der Festung zerstören und sich dem letzten Kontrollpunkt im Zentrum der Festung zuwenden. Gelingt auch diese Einnahme, ist die Partie gewonnen.
Die Verteidiger versuchen ihrerseits, die Festung 30 Minuten lang zu schützen. Dafür stehen ihnen Geschütze auf den Festungsmauern, aber auch Fallen und Schießpulverfässer zur Verfügung. Natürlich können auch Angreifer auf Hilfsmittel dieser Art zurückgreifen, zudem besitzt die Festung verschiedene Zugangspunkte, sodass die Verteidigung der Mauer gar nicht so einfach ist. Wer das Zeitliche segnet, muss auf die nächste Respawn-Welle warten. Wer Gegnern Schaden zufügt, erhält Kampfmarken, die sich bei der Waffenkammer gegen Fallen, Munition für Geschütze, Elixiere und einiges mehr eintauschen lassen.
In unserer Partie mit den Entwicklern gab es keine Ruhephase. Ständig brandeten die Wellen der Angreifer gegen die Reihen der Verteidiger, während wir uns in den direkten Zweikampf stürzten, Minen an Zugängen positionierten oder in einem Geschütz sitzend aus sicherer Entfernung Kills sammelten.
Richtig chaotisch war die letzte Kampfphase. Alle Tore waren zerstört und knapp 100 Spieler tummelten sich um den letzten Punkt, während Rauchschwaden die Sicht vernebelten, Feuerschneisen Freund und Feind verletzten und Pfeile vom Himmel regneten. Den Sieg konnten sich die Verteidiger letztlich sichern, aber es war knapp.
Unser Angespielt-Fazit zu New World
New World hat uns in den ersten Stunden recht gut gefallen, konnte aber nicht alle Bedenken weg wischen. Das Kampfsystem spielt sich zwar träge, doch mit dem aktiven Blocken und den teils sehr coolen Fähigkeiten durchaus launig. Wir fragen uns jedoch, wie das Hauen, Ballern und Zaubern in epischen Raid-Herausforderungen funktionieren soll. Die PvP-Runde Krieg mit den Entwicklern hat ebenfalls echt Spaß gemacht. Doch sind wir noch skeptisch, ob die Entwickler genug Anreize geben können, damit wir auch in der offenen Welt den PvP-Status freiwillig anknipsen.
Richtig gut finden wir das Setting mit dem Mix aus Kolonialismus und Magie. Hoffentlich haben spätere Quests aber mehr zu bieten als die Erklärung von Spielmechaniken oder ein 08/15-Design der Marke "Sammle ..." und "Töte ...". Bis zum angepeilten PC-Release im Frühling 2021 ist zum Glück noch Zeit, um New World den nötigen Feinschliff zu spendieren, die eine oder andere Macke auszumerzen und die Charaktererstellung um ansprechendere Optionen zu erweitern.
Wie sieht es aus: Habt ihr Bock auf New World oder lässt euch das Amazon-MMO bisher eher kalt? Verratet es uns in den Kommentaren!

Ich such noch immer nach einem Langzeit RPG als Nachfolger von Fallout 76. Vielleicht wird man ja hier fündig, ich werd das weiter verfolgen. Zumindest ist der Release Preis ja schon mal realtiv fair.
Oder vielleicht doch besser Elder Scrolls Online spielen?
Ich such noch immer nach einem Langzeit RPG als Nachfolger von Fallout 76. Vielleicht wird man ja hier fündig, ich werd das weiter verfolgen. Zumindest ist der Release Preis ja schon mal realtiv fair.
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