Fatal für Kinos: Netflix will Warner-Filme wohl nur noch 17 Tage im Kino zeigen, wenn der Deal durchgeht

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News Michael Miskulin - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Fatal für Kinos: Netflix will Warner-Filme wohl nur noch 17 Tage im Kino zeigen, wenn der Deal durchgeht
Quelle: Netflix

Sollte der Netflix-Warner-Deal zustande kommen, könnten neue Filme nur noch 17 Tage im Kino laufen. Branchenvertreter sprechen von einer Bedrohung für das klassische Kinomodell.

Der geplante Milliarden-Deal zwischen Netflix und Warner Bros. sorgt bereits vor seinem möglichen Abschluss für erhebliche Unruhe in Hollywood. Wie Deadline berichtet, favorisiert Netflix demnach ein Kinozeitfenster von lediglich 17 Tagen, bevor neue Filme auf der Streaming-Plattform erscheinen. Für viele Kinoketten wäre das ein drastischer Einschnitt.

Im Kino: 17 Tage statt 45

Laut des Berichts betrachten Kinobetreiber wie AMC ein Zeitfenster von rund 45 Tagen als Mindeststandard, um Filme wirtschaftlich sinnvoll verwerten zu können. Netflix hingegen soll intern auf deutlich kürzere Exklusivphasen drängen. Zwar handelt es sich dabei bislang nicht um eine verbindliche Vereinbarung, doch allein die Vorstellung eines 17-Tage-Fensters gilt in der Branche als potenziell disruptiv.

Sollte sich Netflix mit dieser Position durchsetzen, würde dies direkte Auswirkungen auf kommende Großproduktionen haben. Dazu zählen unter anderem James Gunns DC-Film Man of Tomorrow, The Batman: Part 2, Godzilla x Kong: Supernova sowie Der Herr der Ringe: Die Jagd nach Gollum. Für viele Regisseure stellt sich dabei die Frage, welchen Stellenwert das Kino künftig noch einnehmen wird.

Netflix beschwichtigt

In einer E-Mail an Abonnenten (via IGN) versuchte Netflix zuletzt, Sorgen zu zerstreuen. Man versicherte, dass sich kurzfristig nichts ändere und HBO Max sowie Netflix bis zum Abschluss getrennt operieren würden. Aussagen zu künftigen Preisentwicklungen vermied der Konzern jedoch.

Netflix-CEO Ted Sarandos betonte zudem gegenüber Investoren, man habe nichts gegen Kinoveröffentlichungen an sich (via IGN). Sein Widerstand richte sich vielmehr gegen lange, exklusive Zeitfenster, die er als "nicht benutzerfreundlich" bezeichnete. Kinoveröffentlichungen sollen demnach fortgeführt werden - allerdings mit perspektivisch kürzeren Laufzeiten.

Wäre ein 17-tägiges Kino-Fenster für große Blockbuster für Sie akzeptabel oder braucht das Kino weiterhin längere Exklusivzeiträume? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: Deadline

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von McDrake Mitglied
        Früher kam ein Film erst in den Verkauf, dann in der Verleih (könnte man heute Streaming nennen).
        Der Verkauf, bzw Zwischenhandel wird konsequent aussenvor gelassen von der Industrie.
        Man will die gesamte Wertschöpfung einfach nicht mehr teilen mit Kinobetreibern und Zwischenhandel.
      • Von McDrake Mitglied
        Früher kam ein Film erst in den Verkauf, dann in der Verleih (könnte man heute Streaming nennen).
        Der Verkauf, bzw Zwischenhandel wird konsequent aussenvor gelassen von der Industrie.
        Man will die gesamte Wertschöpfung einfach nicht mehr teilen mit Kinobetreibern und Zwischenhandel.
      • Von masto-don Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Kahlmoix
        also ich geh eh nur noch selten ins Kino, macht in Berlin einfach keinen Spaß. Fast immer Idioten bei die nur labern und oder mit Handy spielen usw. Plus das geraschel der Chips und Popcorntüten nervt auch nur noch. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt fürs Kino 🤷🏼‍♂️
        ich selbst gehe auch nur noch sehr selten ins kino, was zum teil auch mit daran liegt, dass mich viele filme nicht mehr so sehr interessieren dafür ins kino zu gehen. ich befürchte allerdings, dass man in zukunft noch weniger risiken bei den produktionen eingeht und noch mehr einheitsbrei dabei rauskommt, wenn man die einnahmen der kinos nicht hat.
      • Von kingston Mitglied
        Zitat von Stepiton
        Die Einnhamen im Kino sind Netflix doch egal. Es geht nur darum die Menschen dazu zu bringen Netflix zu abonnieren. Und wenn die Filme 3 Wochen nach Kinostart bei Netflix landen, wer kann da schon widerstehen?
        Das mag schon sein, aber mit diesem Konzept generieren die Kinos weniger Einnahmen und werden mittelfristig sterben.
        Nicht jeder hat immer sofort zum Start eines Filmes Zeit ins Kino zu gehen. Je länger er läuft umso mehr Menschen haben die Möglichkeit diesen zu sehen wenn der Terminplan es sonst nicht zulassen würde.
        Und je später ein Film auf einem Streaming Portal läuft umso höher die Chance den Konsumenten doch ins Kino zu bewegen. Und genau diese Umstände machen den Kinobetreibern Sorgen.
      • Von Stepiton NPC
        Die Einnhamen im Kino sind Netflix doch egal. Es geht nur darum die Menschen dazu zu bringen Netflix zu abonnieren. Und wenn die Filme 3 Wochen nach Kinostart bei Netflix landen, wer kann da schon widerstehen?
      • Von kingston Mitglied
        Ich war selbst auch schon länger nicht mehr im Kino, aber die generelle Atmosphäre dort einen Film zu sehen ist schon speziell. Ja leider gibt es immer wieder Hirntote Leute die ständig Quatschen usw.
        Aber man muss der Tatsache wohl oder übel ins Auge sehen. Streaming Plattformen bzw. die Digitalisierung, zerstören die gesamte Infrastruktur. Die CD ist Tot, es lebe Spotify. Retail Spiele sind tot, Steam und Co sei Dank. Videotheken sind tot, dank Netflix und co. Der Einzelhandel ist am sterben, warum noch Einkaufen gehen wenn man auf Amazon alles bequem nach Hause bestellen kann? Und wenn dieser Deal jetzt so durchgeht ist das Kino in 5 - 10 Jahren wahrscheinlich auch Geschichte. Schöne neue Welt!
      Direkt zum Diskussionsende
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