Need for Speed: Most Wanted
Need for BMW
Für Siege gibt es selbstverständlich ein nettes Preisgeld, mit dem Sie Ihren Wagen frisieren dürfen. Der Tuning-Umfang fällt im Vergleich zu Need for Speed Underground 2 kleiner aus. Die Auswahl an Spoilern, Radkappen, Auspuffblenden, Lackierungen, Seitenschürzen, Vinyls oder Technik-Upgrades ist dennoch riesig. Oder Sie sparen auf einen schnittigen BMW - der in Need for Speed Most Wanted Premiere feiert.
Neben Karossen der bayerischen Motorenbauer stehen unter anderem auch Modelle von Porsche, Audi, Mercedes, VW oder Aston Martin zur Wahl. Allerdings können Sie auch ohne einen Cent an ein neues Auto oder nützliche Upgrades wie den Nitro-Tank kommen. Wie das funktioniert? Indem Sie einen Blacklist-Kontrahenten besiegen. Anschließend dürfen Sie sich zwei von fünf verdeckten Boni aussuchen. Dies können neben Gratis-Tunings auch Persilscheine für Polizeirechnungen oder das Fahrzeug des bezwungenen Kontrahenten sein.
Golfplatz mit Bremsspur
Die Steuerung geht mit einem Gamepad am lockersten von der Hand - was an dem arcadelastigen Fahrmodell liegt. Die Wagen auf der Strecke zu halten, ist nach wie vor kein Kunststück. Selbst die schnellsten Rennsemmeln brechen bei Kurvenfahrten mit 360 Stundenkilometern nicht aus. Allerdings lenkt sich ein VW Golf gemütlicher als der Porsche Carrera GT und bietet einen sehr viel dünneren Motorensound.
Enttäuschend: Der Untergrund - egal ob Straße oder Wiese - hat keinen Einfluss auf das Fahrverhalten. Peinlich wird dies spätestend dann, wenn Ihr Wagen auf dem Golfplatz dieselben Gummi-Bremsspuren wie auf dem Asphalt hinterlässt. Davon abgesehen gibt es an der Grafik wenig zu meckern. Die Wagenmodelle sind zwar nicht ganz so detailliert wie in GT Legends, sehen aber trotzdem klasse aus. Absolutes Highlight ist die riesige und detaillierte Spielwelt.
Ob enge Großstadt-Straßenschluchten, raserfreundliche Landstraßen oder Industriegebiete mit zahlreichen Baustellen, Sprungschanzen und Abkürzungen - auch nach über zehn Spielstunden gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken. Noch schöner als zuvor sind die Regeneffekte geraten, die sehenswerte Spiegeleffekte auf Autos und Fahrbahn werfen.
Über das neuerlich minimalistische Schadensmodell an den vom Spieler gesteuerten Wagen trösten gigantische Explosionen mit Funkenflügen und riesige Staubwolken bei Crashs mit anderen Verkehrteilnehmern oder der Polizei hinweg. Keine Frage, so effektvoll und spektakulär wie Need for Speed Most Wanted inszeniert kein anderes Rennspiel Karambolagen. Eine witzige Neuerung ist zudem die Speedbrake: Ein Tastendruck genügt und das Spiel läuft für einige Sekunden in Zeitlupe ab, was vor allem beim Vorbeischlängeln an Polizeisperren hilft.
Multiplayer ohne Blaulicht
Neben dem umfangreichen Karrieremodus, der Sie wenigstens 25 Stunden an den Bildschirm fesselt, gibt es neuerdings noch eine Challenge-Serie. Hier schalten Sie nacheinander 60 knifflig-abwechslungsreiche Rennen frei. Nicht fehlen darf der mitunter etwas ruckelige Mehrspielermodus für gerade einmal vier Rennfahrer mit Rund-, Sprint- oder Drag-Rennen - aber ohne die geniale PS-Hatz mit der Polizei.
