Gut gemeinte, aber nur mittelmäßig umgesetzte Tennissimulation
Im Doppel mit computergesteuerten Spielern merkt man die schwache KI besonders deutlich.
Wenn man ganz offensichtlich probiert, Genreprimus Virtua Tennis zu kopieren, dann sollte man es besser machen als Next Generation Tennis. Das Spiel von Wanadoo bietet zwar fast identische Spielvarianten, Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten. Beispielsweise sind Karrieremodus inklusive spezieller Trainingseinheiten, Arcade und Freundschaftsspiele im Einzel sowie Doppel möglich. In den entscheidenden Punkten zieht der Titel von Wanadoo jedoch eindeutig den Kürzeren: Gameplay, das Verhalten der Computergegner und die Steuerung fallen deutlich schwächer aus. Wenn sich die Kontrahenten mit immer wieder den gleichen Spielzügen austricksen lassen, ohne sich auf die Aktionen einzustellen, fehlt jegliche Herausforderung. Selbst im höchsten der drei Schwierigkeitsgrade hat man mit den zehn digitalisierten Profis, unter anderen Nicolas Kiefer und Gustavo Kürten, wenig Probleme. Besonders bitter ist das im Doppel, wenn die Matches mit PC-Partnern deutlich mehr Frust bereiten als Spaß machen.
