Miss Marple auf koreanisch: Ein Kriminaldrama mit reichlich Subtilität.
Als in einem südkoreanischen Provinzstädtchen ein Mädchen tot aufgefunden wird, hat die Polizei rasch den vermeintlichen Täter dingfest gemacht: den örtlichen „Dorfdeppen“ Do-jun, dem man flugs ein Geständnis abnötigt. Doch die Mutter des einfältigen jungen Mannes glaubt nicht an die Schuld ihres Sohnes. Verzweifelt, aber zunehmend hartnäckiger verfolgt die unscheinbare alte Dame die dürftigen Spuren der Tat und lässt sich auch nicht davon abschrecken, dass sie von Polizei und Anwalt abgewimmelt wird.
Wie weit würde eine Mutter gehen, um ihren Sohn vor einem Justizirrtum zu schützen? Im altmodisch angehauchten Stil von Literaturverfilmungen wie Wen die Nachtigall stört und Es geschah am helllichten Tag schickt Mother seine Hauptdarstellerin, Südkoreas TV-Star Hye-ja Kim, durch ein Krimidrama, der erwartungsgemäß nicht mit purem Happy End abschließt. Ein nicht durch Thrill, sondern Psychologie fesselnder Film mit kleinen bitterbösen Elementen.
