Kurz-Review: Monsieur Claude und seine Töchter
Eine Culture-Clash-Komödie, welche die Fremdenfeindlichkeit in allen Gesellschaftsschichten nett durch den Kakao zieht.
Das gediegene weiße Ehepaar Claude und Marie hat ziemlich dran zu knabbern, dass ihre drei älteren Töchter einen Muslim, einen Juden und einen Chinesen geheiratet haben. Die ganze Hoffnung ruht nun auf der Jüngsten, die sich doch bitte einen guten Katholiken angeln möge. Was diese auch tut – nur dass der Verlobte sich als dunkelhäutig entpuppt. Als sich der aus der Elfenbeinküste zur Hochzeit anreisende Bräutigams-Papa dann noch ebenso rassistisch veranlagt zeigt wie Claude selbst, ist die Krise perfekt.
Wohl selten hat ein Film unserem Nachbarland so den Spiegel vorgehalten wie diese Multikulti-Komödie. Kein Wunder, dass diese sich mit über acht Millionen Zuschauern zum erfolgreichsten Film in Frankreich seit Ziemlich beste Freunde aufschwang, wenn auch ohne dessen Charme zu erreichen. Eine teils dahinplätschernde Handlung und ein arg vorhersehbarer Ausgang werden durch den Umstand aufgewogen, dass hier die Vorurteile aller – auch der Migranten – nonchalant auf die Schippe genommen werden. (Autor: Tim Sünderhauf)
Monsieur Claude und seine Töchter läuft am Donnerstag, 24. Juli 2014, in unseren Kinos an.
