Neuauflage des Klassikers
Duell: Die Multiplayerpartien sind unterhaltsam. Vor allem, weil es sich dank Chatfenster (oben links) vortrefflich streiten lässt.
Im Vergleich zu den spielerischen Neuheiten der Monopoly-Neuauflage sind die jährlichen EA-Sports-Updates ein Füllhorn an Innovationen. Die Computergegner haben selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad die Cleverness von Toastbrot: Wollen Sie beispielsweise von Herrn Schubkarre zwei Bahnhöfe gegen 9.000 Mark tauschen, so kommt es durchaus vor, dass er auf den Handel eingeht, obwohl Sie damit das Bahnhofsmonopol hätten. Leider fehlt im Einzelspielermodus zudem das Flair des Brettspiels, was auch noch durch die spärliche Grafik verschlimmert wird. Sogar die anfangs netten Animationen werden auf Dauer öde. Obwohl Sie das Brett (klassische oder moderne Stadtansicht) drehen können, bleibt Übersicht ein Fremdwort - die Perspektive ist nämlich stets denkbar ungünstig gewählt. Immerhin kann das Regelwerk vielfältig justiert werden. Nichtsdestotrotz ist das Spielprinzip genial und macht - auch wenn es so lieblos in Szene gesetzt wird - eine Zeit lang Spaß. Viel amüsanter ist es jedenfalls gegen menschliche Kontrahenten: Dank Chat-Fenster steht Frust- und Lustbekundungen über meist unfreiwillig komische Vorgänge nichts mehr im Wege. Für Heiterkeit sorgen unter anderem lässige Sprüche wie "Lass die Würfel tanzen, Kriegsschiff" und "Zeigt, was ihr könnt, Pferd und Reiter".
