Kritik zur Godzilla-Serie Monarch: Legacy of Monsters - Bombige Folge 3?
In Episode 3 der Godzilla-Serie Monarch: Legacy of Monsters reisen unsere Helden mit Auto, Schiff und Flugzeug nach Südkorea und schließlich Alaska. In der Vergangenheit gibt es hingegen ganz andere Schauwerte zu bestaunen: Urbiest Godzilla gerät ins Fadenkreuz des Militärs.
Während die letzten beiden Folgen der Godzilla-Serie Monarch: Legacy of Monsters in erster Linie dazu da waren, das Publikum mit den beiden Zeitlinien und allen Figuren darin vertraut zu machen, nimmt die Geschichte in Folge drei ordentlich Fahrt auf. In der Hauptzeitlinie heften sich Cate (Anna Sawai) und Kentaro (Ren Watabe) nach einem spektakulären Ausbruch aus der Monarch-Einrichtung an die Fersen ihres verschollenen Vaters, machen dabei aber erst einen von Shaw (Kurt Russell) angeordneten Zwischenstopp in Südkorea. Auf der Fähre dorthin gibt es ein Gespräch zwischen Kentaro und May (Kiersey Clemons), die ihm vorwirft, mit seiner Anfrage, die Monarch-Datenkassette zu entschlüsseln, ihr Leben zerstört zu haben. Damit liegt die Hackerin nicht ganz falsch, wie sich aus ihrer Geheimniskrämerei und den zahlreichen verschiedenen Pässen, die sie mit sich herumschleppt, deduzieren lässt, war sie sich aber bereits vorher durchaus bewusst, dass ihr Arbeitsbereich gewisse Risiken mit sich bringt.
Auch durch den Rest der Folge ziehen sich Reibereien zwischen den Figuren. Shaw ernennt sich relativ schnell zum Anführer der Gruppe, was Kentaro und Cate überhaupt nicht gefällt. Es bleibt unklar, ob der Veteran tatsächlich nur helfen möchte, oder womöglich mehr weiß, als er zugibt und heimlich noch ein weiteres Ziel verfolgt. Mit dem Vorwurf konfrontiert, die Gruppe nicht genügend einzuweihen, fügt er sich jedoch vorerst bereitwillig den Angaben seiner Begleiter.
Bomben auf Godzilla
Russell, auf den wir bisher weitestgehend verzichten mussten, wertet die Szenen mit den jungen Schauspielern mit seinem verwegenen Haudegen-Charme deutlich auf. Während die restlichen Mitglieder seines Teams oft rüberkommen wie quengelige Teenager und die Monarch-Agenten an ihren Fersen sich einmal mehr verhalten wie Charaktere in einer Büro-Sitcom, ergibt Russells Figur sofort Sinn. Er ist der klassische Abenteurer-Archetyp, der in jeder Situation einen kühlen Kopf bewahrt und bei dem man nie sicher sein kann, ob er tatsächlich einen Plan hat, oder einfach ständig improvisiert.
Abenteuerfilm-Vibe versprühen diese Woche auch die Kulissen. Während wir in der Hauptzeitlinie zum Schluss auf einem Gletscher landen, geht es in der Vergangenheit von 1954 zum Bikini Atoll, wo der Castle-Bravo-Test stattfindet, nur in dieser Version der Ereignisse mit einer gigantischen Echse im Mittelpunkt. Zum ersten Mal treffen auch die Figuren in den 50ern auf die Kreatur, die später als Godzilla bekannt sein wird. Shaw (Wyatt Russell) und seine Kollegen (Anders Holm, Mari Yamamoto) sehen dabei zu, wie das US-Militär eine Bombe zündet, um das Monster auszulöschen.
Quelle: Apple TV+
Die ganze Sequenz ist hervorragend inszeniert und spannend, obwohl wir ja bereits wissen, wie effektiv diese Aktion am Ende sein wird. Das Trio aus Shaw, Randa und Dr. Keiko Miura hat erneut weniger Screentime als die Figuren im Jahr 2015, ist aber definitiv das Herz von Monarch: Legacy of Monsters.
Das Globetrotting, die schnellere Taktung der Szenen und die Präsenz von Kurt Russell tun der Serie definitiv gut und Folge drei ist dadurch als Ganzes deutlich kurzweiliger als die beiden Folgen davor. Lediglich die Charakterentwicklung von Kentaro und Cate sowie die Dialoge zwischen den Monarch-Agenten wirken etwas aufgesetzt und bremsen eine ansonsten flotte TV-Episode. Monarch: Legacy of Monsters läuft seit dem 17. November 2023 wöchentlich auf Apple TV+.

Sämtlichen Figuren schwanken zwischen unsympathisch und mir egal. Kurt Russel spielt jemanden der eigentlich deutlich über 90 sein müsste. Und allgemein möchte man hier irgendwelche "Lücken" in der Erzählung der bisherigen Monsterverse Filme füllen, ohne das es solchne Lücken eigentlich gibt. Alles was bisher so "aufgedeckt" wurde war recht klar auch ohne die Serie und eröffnet auch keine neuen "Aha" Momente. Stattdessen scheint mir die Serie eher ein Vehikel dafür zu sein einfach wahllos sonstige Monster zeigen zu wollen.
Jede Woche halt ein neues Vieh. Interessant ist anders.
Die Filme leben jetzt halt auch ausschließlich vom optischen Gigantismus wo sich mega Monster durch Weltmetropolen kloppen und alles in Schutt und Asche legen. Und ja sowas gucke ich gerne mal hin und wieder. Bei der Serie hatte ich irgendwie gehofft das man die Filme dann auch noch durch erzählerische Tiefe erweitern kann. Scheint aber nicht das Ziel mit der Serie gewesen zu sein. Obendrein ist halt auch alles langweilig und extrem vorhersehbar bisher... Schwer vorstellbar das ich das noch lange gucke... 1-2 Folgen und dann wars das vermutlich.