Mittelerde: Schatten des Krieges - Endgame in Akt 4: Der Grind
Warum dauert das so lange? PC Games erklärt die Probleme der Schattenkriege im Endgame von Mittelerde: Schatten des Krieges.
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Das Nemesis-System von Mittelerde: Schatten des Krieges ist eine tolle Erfindung und wurde von uns bereits im Test des Vorgäners Mittelerde: Mordors Schatten als eines der besten Features heraugestellt. Für den Nachfolger hat Entwickler Monolith viele Verbesserungen daran vorgenommen und die Bandbreite an zufällig zusammengewürfelten Orks, Namen und Attribute kräftig erhöht. Im Schattenkriege-Akt, dem Endgame von Schatten des Krieges, nimmt das Nemesis-System eine zentrale Bedeutung ein. Denn Held Talion allein kann die Festungen nicht verteidigen, er braucht verbündete Ork-Häuptlinge, die ihn unterstützen. Diese zieht ihr zuvor per Gedankenwäsche auf eure Seite.
Nun habt ihr im Lauf der Shadown of War-Kampagne ohnehin schon viele Orks umgepolt und bei der Rückkehr in die (im Lauf der Story bereits jeweils eroberten) Burganlagen sind diese Verbündeten immer noch da. Allerdings haben sie in der Zwischenzeit keine Charakterstufen dazugewonnen. Habt ihr also vor 10, 15 oder 20 Spielstunden einen Uruk der Stufe 27 auf eure Seite gezogen und kehrt nun für die Schattenkriege in seine Region zurück, befindet er sich immer noch auf dieser Stufe - aber die angreifenden Feinde haben unter Umständen bereits Level 35!
Weil Talions Ork-Helfer unabdingbar sind, um euch zumindest ein wenig Zeit zu verschaffen, die Kontrollpunkte zu verteidigen (selbst der Waldläufer kann nicht an mehr als einem Ort gleichzeitig sein), ist es von Vorteil, wenn eure Verbündeten eine möglichst hohe Stufe besitzen. Ansonsten geben sie sehr schnell den Löffel ab und der Spieler wird von der Masse an nachrückenden Ork-Häuptlingen auf der Seite Saurons überrollt, die Festung geht verloren und ihr müsst sie wieder zurückerobern.
Quelle: PC Games
Für Akt 4 müsst ihr verbündete Orks leveln, um gegen Saurons angreifende Heere eine Chance zu haben. Das dauert.
Quelle: PC Games
Angreifende Ork-Häuptlinge können höhere Charakterstufen als Held Talion aufweisen.
Und genau hier kommt das von uns bemängelte Zwangs-Grinding von Mittelerde: Schatten des Krieges ins Spiel! Stufenaufstiege für eure Ork-Freunde führt ihr dadurch herbei, dass ihr ihnen beim Erfüllen dynamisch ersteller Aufträge wie einer Caragor-Jagd helft (sehr zeitaufwändig) - oder indem ihr sie in der Arena in vollautomatische Duelle gegen KI-Schergen schickt. Bei diesen Gladiatorenkämpfen sieht der Spieler zu und die beiden Kontrahenten geben einander auf die Mütze - der Sieger steigt ein paar Level auf und erhält möglicherweise neue Fähigkeiten. Ein solches Duell dauert bis zu drei Minuten; der Nemesis-Bildschirm in jeder Region bietet Platz für bis zu 25 verbündete Orks. Ihr könnt euch ausrechnen, wie lange es dauert, all eure Hauptlinge und deren Leibwächter (die bei der Belagerung an der Seite ihrer Anführer mitmischen dürfen) hochzuleveln.
Besonders ärgerlich: Ihr müsst dieses Prozedere nicht nur in jeder der vier Regionen wiederholen, sondern eure Orks auch noch mehrmals im Lauf der zehn Etappen der Schattenkriege "nachrüsten" - denn das Maximallevel der Verbündeten wird von der Stufe des Helden Talion begrenzt und der erreichte erst mit der allerletzten 20. Belagerung in unserem Test die finale Stufe 60 - obwohl wir zuvor ALLE Nebenaufgaben und Sammelaufträge abgeschlossen hatten.
Erschwerend kommt hinzu, dass die angreifenden Ork-Belagerer nicht Teil des Nemesis-Bildschirms innerhalb einer Region sind. Es sind zufällig für die Schlacht generierte Bösewichter, deren Level sich an Talions Charakterstufe orientiert - und diese sogar um bis zu fünf Level übertreffen kann. In der letzten Schlacht stießen wir so auf einen Häuptling mit Stufe 65 - gegen den hat natürlich keiner unserer verbündeten Orks eine Chance, selbst wenn wir ihn zuvor per ewig langem Duell-Grinding auf Level 60 angehoben haben. Doppelt blöd: Anders als bei den Story-relevanten Belagerungen in den vorherigen drei Akten der Kampagne kann man die Angreifer vor einer der 20 Verteidigunsmissionen der Schattenkriege nicht schwächen oder ihre Reihen infiltrieren. Es gibt also nur zwei Alternativen zum stundenlangen Grind: Den Schwierigkeitsgrad herunterstellen - oder neue, hochstufige Orks im Ingame-Shop kaufen.

Für Silber hast du wirklich genügend Verwendung. Soweit ich mich entsinnen kann (bin kurz vor’m dritten Akt), wurde ich zu keinem Zeitpunkt darüber aufmerksam gemacht, dass ich überschüssiges Silber im Shop ausgeben kann/muss/sollte. Davon abgesehen halte ich die Silbertruhen aber ohnehin für sinnlos, da man von ihnen nur Ausrüstung bekommen kann, womit man im Spiel zu genüge zugeworfen wird.
Widersprichst du dir da nicht zumindest teilweise selbst? Dass es „gemein“ ist, ist ja deine eigene persönliche Meinung. Abgesehen davon wird man, wie du schon selbst schreibst, eben nicht per „Aushängeschild“ und wenn überhaupt nur feinsinnig in den Shop gebeten. Für mich ist das das Gegenteil von „aufgedrängt“. Gut, der Truhenreiter befindet sich nun mal im Shop. Das ist die einzige Situation, wo man tatsächlich in den Shop „gezwungen“ wird. Eine Alternative wäre gewesen, einen extra Truhenreiter oder sowas in’s Spiel zu integrieren. Ist das wirklich tragisch? Ich finde nicht. Im Vergleich zu den Ingame Shops, die ich aus F2P Spielen kenne, ist der in SoW wirklich absolut unscheinbar.
Kannst du mir das näher erläutern? Ich habe die Goldtruhen tatsächlich noch nicht genauer betrachtet, aber wenn ich nach deinem Beispiel gehe, kaufe ich mir für 3 Euro 100 Gold und kann mir davon zweimal die billigste Truhe (à 50 Gold) kaufen und bin dann auf 0. Was genau wird dann wertlos?
Und nein, ich widerspreche mir damit nicht. Es sind diese um die Ecke rum Taktiken die einfach nicht sein müssen. Wäre alles kein Ding wenn nicht für Echtgeld gekauft werden könnte ... gerade diese immer wieder in den Shop müssen ist doch das was dir zeigt "Hui schau mal, heute gibt es diese tollen Truhen! Nur noch 2 Tage!" - darum wird man ja auch bei Destiny 2 zum Engramme öffnen zum Shop NPC geschickt. Die wissen genau wie die menschliche Psyche tickt.
Ich kenne zwar nicht die Presseversion, kann aber wie sehr viele andere Spieler bestätigen, dass der Shop nicht „aufgedrängt“ wird.
Für Silber hast du wirklich genügend Verwendung. Soweit ich mich entsinnen kann (bin kurz vor’m dritten Akt), wurde ich zu keinem Zeitpunkt darüber aufmerksam gemacht, dass ich überschüssiges Silber im Shop ausgeben kann/muss/sollte. Davon abgesehen halte ich die Silbertruhen aber ohnehin für sinnlos, da man von ihnen nur Ausrüstung bekommen kann, womit man im Spiel zu genüge zugeworfen wird.
Widersprichst du dir da nicht zumindest teilweise selbst? Dass es „gemein“ ist, ist ja deine eigene persönliche Meinung. Abgesehen davon wird man, wie du schon selbst schreibst, eben nicht per „Aushängeschild“ und wenn überhaupt nur feinsinnig in den Shop gebeten. Für mich ist das das Gegenteil von „aufgedrängt“. Gut, der Truhenreiter befindet sich nun mal im Shop. Das ist die einzige Situation, wo man tatsächlich in den Shop „gezwungen“ wird. Eine Alternative wäre gewesen, einen extra Truhenreiter oder sowas in’s Spiel zu integrieren. Ist das wirklich tragisch? Ich finde nicht. Im Vergleich zu den Ingame Shops, die ich aus F2P Spielen kenne, ist der in SoW wirklich absolut unscheinbar.
Kannst du mir das näher erläutern? Ich habe die Goldtruhen tatsächlich noch nicht genauer betrachtet, aber wenn ich nach deinem Beispiel gehe, kaufe ich mir für 3 Euro 100 Gold und kann mir davon zweimal die billigste Truhe (à 50 Gold) kaufen und bin dann auf 0. Was genau wird dann wertlos?