Mini Ninjas im Test: Trotz verschenkter Chancen ein gutes Spiel der Hitman-Macher
Die Macher der Hitman-Reihe versuchen sich an einer Samurai-Story - ein Kinderspiel!
Quelle: PC Games
Der pummelige Futo legt sich gerne mit dicken Brocken an und hilft seinen Freunden so aus.
In Fantasy-Fernost ist der Notstand ausgebrochen. Ein größenwahnsinniger Ninja-Meister will die Weltherrschaft und verwandelt dazu unschuldige Tierchen in seelenlose Krieger. In IO Interactives spaßigem Action-Adventure steuern Sie deshalb eine Horde von Nachwuchs-Ninjas, um das Unheil abzuwenden. Steht Ihnen dabei zunächst nur der agile und magisch begabte Hiro zur Verfügung, befreien Sie im Laufe des Spiels dessen Freunde, die alle unterschiedliche Fähigkeiten haben. Der dicke Futo kann mit seinem Hammer ordentlich austeilen, Shun hingegen ist ein echter Meister-Bogenschütze. Obwohl Sie jederzeit zwischen den Teamkameraden hin und her schalten dürfen, bietet Mini Ninjas zu selten Anlässe dazu. Einzig Futo werden Sie des Öfteren benutzen. Die anderen Charaktere sind so gut wie nutzlos.
Ähnliches gilt für die restlichen spielerischen Freiheiten, die Ihnen Mini Ninjas gewährt. So dürfen Sie Kräuter sammeln und Tränke brauen, durch Seelentransformation herumstreunende Tiere steuern, schleichen oder Ihre Feinde mit allerlei Zaubersprüchen beharken. Allein: Es fehlt der Anreiz dazu. Die meisten Situationen meistern Sie auch ohne dieses ganze Drumherum. So lässt das Spiel viele gute Ideen ungenutzt.
Mini Ninjas darf aber die witzige Comic-Grafik, die guten deutschen Sprecher und das kluge Leveldesign für sich verbuchen. Auch die Portierung von den Konsolen ist passabel gelungen. Nur selten stören Steuerung oder Kameraführung. Was hingegen schmerzlich fehlt, ist ein Mehrspieler- oder Koop-Modus, der sicherlich Spaß gemacht hätte.
