Minecraft Dungeons: Fun > Frust - Mojang macht ein Metzelfest für alle
Die Beta von Minecraft Dungeons ist vorbei, am 26. Mai 2020 erscheint der Dungeon Crawler aus dem Minecraft-Universum. Wir hatten die Möglichkeit, mit Executive Producer David Nisshagen über das Action-Rollenspiel zu sprechen, bei dem vor allem eines im Vordergrund steht: der unkomplizierte Spaß!
In Zeiten, in denen Action-Rollenspiele und Couch-Koop so beliebt wie nie sind, schicken sich die Entwickler von Mojang an, das zu tun, was sie am besten können: ein augenscheinlich simples Spiel zu erschaffen, bei dem der Spaß im Vordergrund steht. Eine bekannte Grundlage dafür haben sie schon, denn Minecraft ist ein Spiel, das jedem Gamer ein Begriff ist. Nun wird die Essenz von Minecraft von den Machern des Sandbox-Megaerfolgs genommen und in einen Dungeon Crawler gesteckt. Nein, wir sprechen dabei nicht von der prägnanten Klötzchen-Optik, die ist eher Nebensache. Nein, es geht um Einfachheit, Abenteuerlust und Spielspaß. Und von all dem hat Minecraft Dungeons jede Menge zu bieten. Wir haben uns mit Executive Producer David Nisshagen unterhalten und erklären euch, wie Minecraft Dungeons funktioniert.
Freiheit!
In Minecraft Dungeons wählt ihr bei der Charaktererstellung keine Klasse, nein, ihr erstellt einfach einen Charakter und schon geht es los, ein Feature, von dem auch schon die Vorlage lebt: einfach eine Figur nehmen und hinein ins Getümmel. In einem kurzen Tutorial werden euch die Grundlagen beigebracht, die Bewegung des Recken übers Klicken auf den Boden genauso der Nah- und Fernkampf, der sich simpler nicht gestalten könnte. Über einen rechten Mausklick feuert ihr Pfeile ab, sofern sich welche im Köcher befinden, oder werft TNT-Päckchen, während ihr über einen Linksklick die Nahkampfwaffe schwingt. Und dann darf auch schon fleißig losgemetzelt werden.
Metzeln, das ist in Minecraft Dungeons (jetzt kaufen / 17,99 € ) Programm, denn der Fokus liegt auf dem Nahkampf. "Wenn wir die Menge der Pfeile im Köcher oder die, die ihr im Level findet, nicht begrenzen würden", so Nisshagen, "steht zur Befürchtung, dass die Spieler einfach nur mit Bögen angreifen. Und das ist nicht so lustig, wie der Nahkampf. Der Fokus von Dungeons liegt auf einem arcadigen Spielgefühl, das auch Buttonmasher zufriedenstellt."
Quelle: Mojang
Unten links seht ihr unter den Ausrüstungsslots die Plätze für Artefakte. Unten rechts seht ihr die Verzauberungen für die Waffe, die der Charakter trägt.
Da es in Minecraft nur Nah- und Fernkampf, aber keine Magie gibt, sucht ihr in Dungeons ebenfalls vergeblich danach. Dafür könnt ihr über das Spiel verteilt rund 30 Artefakte finden; Items, die ihr eurem Charakter in einen der drei verfügbaren Artefaktslots legt, und die ihm zumindest einen Hauch Magieluft schnuppern lassen. Etwa einen Knochen, mit dem ihr einen Begleiter herbeirufen könnt. Oder einen Pfeil, der euren nächsten Schuss mit dem Bogen beim Treffer eine effektive Explosion hervorrufen lässt. Oder eine Angel, mit der ihr Gegner in euren Tanzbereich zieht, um ihnen dann den Allerwertesten zu verdreschen.
Damit ihr das Prinzip versteht, erhaltet ihr schon während des Tutorials solche Artefakte, die obendrein dafür sorgen, dass ihr euch ein bisschen stärker fühlt. Denn, so Nisshagen, nichts wäre schlimmer, wenn der Spaßanteil eines Spiels gemessen an der Spielzeit zu weit entfernt ist. Wie bereits gesagt soll Minecraft Dungeons vor allem unterhalten und deswegen dürft ihr schon nach den ersten paar Schritten auch den "Funstuff" nutzen.
Du bist was du schwingst
Für etwas mehr spielerische Tiefe und vor allem Spaß sorgen die Ausrüstungsgegenstände und Waffen, die ihr von Minecraft-typischen Gegnern wie Zombies, Skeletten und Spinnen erbeutet oder aus Kisten plündert. Eure Ausrüstung verfügt über Verzauberungen mit unterschiedlichsten Effekten, wenn ihr Verzauberungspunkte investiert. Die Punkte erhaltet ihr, wenn euer Held auflevelt. Je nach Qualität der Items stehen bis zu drei Verzauberungen zur Verfügung, die ihr wiederum aus drei zur Verfügung stehenden auswählt. Das geht ganz einfach: Im Inventar die Waffe anklicken, die Verzauberungen studieren und die passende auswählen. Die Verzauberungen könnt ihr obendrein noch dreimal über Punkte aufwerten.
Quelle: Mojang
Magie gibt's in Minecraft Dungeons nicht, aber Artefakte mit vergleichbar magischen Effekten.
Wir erklären das einmal an einem Beispiel. Die Verzauberung "Überladung" sorgt bei einem Langbogen etwa dafür, dass aufgeladene Schüsse Gegner zurückschleudern, und die drei Aufwertungsstufen erhöhen den Schaden des Projektils. Die Verzauberung "Mehrfachschuss" hingegen hat eine Wahrscheinlichkeit, statt einem Pfeil gleich fünf abzufeuern und dann erhöhen die Aufwertungsstufen die Chance, dass dieser Effekt auslöst. Der Effekt "Verzaubert" bufft den Schaden, den verzauberte Feinde, also solche mit Verzauberungseffekten, nehmen. Gleichartige Verzauberungen können mehrfach auf einer Waffe zu finden sein, ihr könnt euch also mächtige Damage-Monster bauen. Apropos: Die Entwickler von Mojang sind sich bewusst, dass sich so übermächtige Builds zusammenstellen lassen. Aber Minecraft Dungeons bietet kein PvP, sondern soll einfach im PvE kurzweilige Laune bieten. Insofern schauen die Spieldesigner nicht so sehr auf Schadenszahlen oder laufen bei overpowered Items im Spiel im Gesicht rot an wie andere ARPG-Macher.
Je höher desto härter
Generell sollen euch jede Menge Freiheiten geboten werden, das Spiel nach eurem Geschmack zu justieren - eine seichte Creeper-Metzelei ist genauso möglich wie ein Hardcore-Zombieschlachtung. Das fängt damit an, dass es drei verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt. Allerdings müsst ihr die erst mit einer Runde durch die Hauptkampagne im Standardmodus freischalten. Die höheren Schwierigkeitsgrade aber, so Nisshagen in unserem Gespräch, packen eine gewaltige Schippe Schmerz obendrauf. Dafür winken allerdings auch bessere Artefakte und Beutestücke.
Quelle: Mojang
David Nisshagen und Team bei der Arbeit an Minecraft Dungeons
Zusätzlich lässt sich die Schwierigkeit jeder einzelnen Mission über einen von sechs Härtegraden anpassen, quasi das Feintuning. Da sich Minecraft Dungeons sowohl solo als auch im Couch-Koop oder online mit bis zu vier Spielern zocken lässt, kann der Schwierigkeitsgrad also jederzeit an schwachbrüstigere Helden angepasst werden. Die Missionen, in deren Rahmen die Geschichte von einem herb enttäuschten Erzfeind erzählt wird, der die Welt ins Chaos gestürzt hat, startet ihr vom Haupthub aus in den zehn Regionen der Karte. Diese werden beim Start der Mission größtenteils prozedural generiert, von der Platzierung einiger Events mal abgesehen, die für Koop-Spieler etwa als Sammelpunkt dienen, zum Durchatmen, bevor die Monsterhatz weitergeht. Das finden die Entwickler auch wichtig: das Pacing. "Alle sechs bis sieben Minuten gibt's einen Event, der das Spielprinzip ein wenig aufbricht", sagt uns Nisshagen.
Freilich gibt's auch Dungeons in Minecraft Dungeons. Die sind sämtlich zufallsgeneriert, lassen sich aber gar nicht immer so einfach finden. Während einer der Start-Dungeons, die Creepy Crypt, wenig versteckt ist, werden andere im späteren Spielverlauf nicht am Wegesrand liegen. Die Entwickler wollen damit an euren Forscherdrang appellieren. Obendrein deutet Nisshagen an, dass ihr für einige davon erst einmal ein paar Rätsel lösen müsst, bevor ihr in die Tiefen des mehrstöckigen Dungeons hinabsteigen dürft.
Was nicht zum Release da ist
Es gibt einige Dinge, die zum Release von Minecraft Dungeons nicht enthalten sind. Etwa die Möglichkeit, Items mit Kumpels zu tauschen, wenngleich sich die Entwickler darüber schon Gedanken gemacht haben. Ein guter Tauschvorgang ist allerdings nicht so einfach zu realisieren, vor allem wenn in Zukunft Crossplay ins Spiel kommt. Das gibt's zum Release nämlich auch noch nicht. Verzauberungen von Waffen etwa lassen sich ebenfalls nicht ändern, aber "wir sind da offen auf Vorschlänge aus der Community nach dem Launch", sagt Nisshagen. "Wenn wir bei Mojang eines können, dann ist es, uns von den Spielern inspirieren zu lassen."
Quelle: Mojang
Verzauberungen sorgen dafür, dass ihr bei Schwertschlägen Ketten hinterlassen könnt (die violetten Effekte), die eure Feinde beeinträchtigen.
Die Entwickler gehen dabei davon aus, dass vor allem ein jüngeres Publikum zu Minecraft Dungeons greifen wird. Deswegen wird es keine Mikrotransaktionen geben. Die machen für ein solches Spiel wenig Sinn, findet Nisshagen. Vor allem für die jüngeren Spieler soll Minecraft Dungeons eine sichere Spielerfahrung bieten, da werden keine Kompromisse eingegangen, um das Erbe von Minecraft und Mojang zu bewahren. Apropos: Aus dem Grund wird eine Version angeboten, die Windows 7 und höher unterstützt. Die Entwickler sind sich nämlich sehr bewusst, dass nicht jeder PC-Besitzer mit dem Release einer neuen Windows-Version sofort wechseln kann oder will. Deswegen läuft Minecraft Dungeons auch auf älteren Betriebssystemen - wie cool! Minecraft Dungeons erscheint am 26. Mai 2020 für PC sowie für Playstation 4, Xbox One und Nintendo Switch.

Also ich betreue mehrere Kinder-PC in meiner Freizeit und die laufen natürlich weder unter Windows 7 noch unter Windows 10 oder unter irgendeinem anderen Windows-Derivat.
Das Problem von Windows ist nicht der Ressourcenhunger. Der sollte sich mit der ein oder anderen Maßnahme in den Griff bekommen lassen. Das Problem ist die Komplexität des Systems und die Art und Weise wie Software auf das System gelangt und aktuell gehalten werden muss. Das macht Windows für Kinder denkbar ungeeignet. Auch die Fernwartungsmöglichkeiten sind begrenzt. Oft bleibt nur der Teamviewer und der funktioniert nur bei entsprechender Netzanbindung ordentlich. Sehr schlecht, wenn da ein klappriges WLAN auf "Kundenseite" im Weg ist.