Might & Magic Heroes 6 im Test: Das hat uns nicht gefallen + Wertung

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Test Viktor Eippert - Redaktionsleiter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Der Nachfolger von Heroes of Might & Magic 5 setzt die altehrwürdige Serie gelungen fort. Doch gleichzeitig wurden für Might & Magic Heroes 6 ein paar merkwürdige Konzeptänderungen vorgenommen, außerdem schwächelt die Kampagne. Ob Teil 6 für echte Serienfans dennoch eine Empfehlung ist, lest ihr in unserem ausführlichen Test.

Das hat uns nicht gefallen:
Wirre Handlung, die zu viele Fragen offen lässt
Eigentlich hat die Geschichte von Heroes 6 alles, was das Spielerherz begehrt: aufstrebende Helden, intrigante Engel, einen uralten Konflikt, Lug und Trug sowie eine die Welt bedrohende Dämoneninvasion. Das Problem ist nur, dass die Handlung in einzelnen, parallel ablaufenden Handlungssträngen (jede der fünf Hauptkampagnen umreißt einen davon) erzählt wird, die durch den mauen Epilog viel zu dürftig miteinander verbunden werden. Viele Zusammenhänge bleiben offen. Es wirkt oft so, als hätten es nicht alle Storystücke und Dialoge ins fertige Spiel geschafft, wodurch sozusagen Löcher entstehen. Dadurch wird es schwer, dem großen Ganzen zu folgen und man bleibt am Schluss mit vielen Fragen zurück. Ebenfalls ärgerlich: Egal für welche Seite man sich am Ende entscheidet, Heroes 6 endet in beiden Fällen mit dem gleichen Abspann. Und der ergibt nur mit einem der beiden Enden wirklich Sinn.

Might & Magic Heroes 6 im Test: Der HOMM5-Nachfolger ist eine wunderbare Fortsetzung, weist aber Schwächen in der Kampagne und so manch merkwürdige Konzeptänderung auf. (4) Quelle: PC Games Might & Magic Heroes 6 im Test: Der HOMM5-Nachfolger ist eine wunderbare Fortsetzung, weist aber Schwächen in der Kampagne und so manch merkwürdige Konzeptänderung auf. (4) Nüchterne Story-Inszenierung
Heroes 5 setzte 2006 in der Reihe mit seinen in Spielgrafik animierten Zwischensequenzen neue Maßstäbe in Sachen Storypräsentation. Umso unbegreiflicher ist die Entscheidung, den Großteil der Handlung von Teil 6 mit starren Dialogfenstern zu inszenieren, die der sehr guten Vertonung nicht im Ansatz würdig sind. Doch das wirklich skurrile an der Sache ist, dass besagte Zwischensequenzen sehr wohl im Spiel vorkommen. Nur eben vergleichsweise selten. Wieso rudert man hier im Vergleich zum Vorgänger wieder zurück, statt das bewährte Konzept mit der neuen, durchaus potenten Grafikengine bei allen Dialogen durchzuziehen? Anno 2011 muss das besser gehen und gerade von der Heroes-Reihe erwartet man in dieser Hinsicht wesentlich mehr.

Abschaffung des interaktiven Stadtbildschirms
Genauso unbegreiflich ist die Abschaffung eines der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale der Heroes-Reihe: dem interaktiven Stadtbildschirm. Wer in Heroes 6 eine Stadt betritt, blickt nicht mehr auf ein schön gestaltetes Abbild seiner Metropole, in der jedes errichte Gebäude einzeln zu sehen und direkt anwählbar ist. Stattdessen landet man in deinem schmucklosen, beinahe schon provokant langweiligen Baumenü, das aufs allernötigste reduziert ist. Damit wird der Stadtbesuch zu einer notwendiger Alltagsaufgabe, die einen Großteil ihres einstigen Reizes einbüßen musste. Immerhin sieht Ubisoft diesen eklatanten Rückschritt ein und hat bereits einen Patch angekündigt, der das Stadtfenster aufwerten soll.

Might & Magic Heroes 6 im Test: Der HOMM5-Nachfolger ist eine wunderbare Fortsetzung, weist aber Schwächen in der Kampagne und so manch merkwürdige Konzeptänderung auf. (8) Quelle: PC Games Might & Magic Heroes 6 im Test: Der HOMM5-Nachfolger ist eine wunderbare Fortsetzung, weist aber Schwächen in der Kampagne und so manch merkwürdige Konzeptänderung auf. (8) Unübersichtliches und gnadenlos überladenes Talentsystem
Das gute an der Charakterentwicklung in Heroes 6: Ihr seid beim Erhalt von neuen Fähigkeiten nicht mehr auf den Glückfaktor angewiesen, sondern dürft frei aus Talentbäumen wählen. Das Problem daran ist nur, dass das entsprechende Menü völlig unübersichtlich strukturiert ist und man mit einem Wust aus Skills und Zaubern erschlagen wird. Die wirklich sinnvollen Talente zwischen den vielen unnützen Talenten herauszufiltern artet in viel Lese- und Ausprobierarbeit aus. In diesem Fall wäre weniger tatsächlich mehr gewesen.

Bugs
Trotz Releasepatch krankt auch die Verkaufsfassung von Heroes 6 an einigen Fehlern. So poppen nach dem Ladevorgang eines Spielstands Objekte auf der Abenteuerkarte nachträglich auf und der Mauszeiger flimmert unentwegt. Den Preis für unfreiwillige Komik gewinnt allerdings ein Bug im Soundbereich. Erhöht man die Animationsgeschwindigkeit in Kämpfen (und das macht früher oder später eigentlich jeder Heroes-Spieler), werden die Sounds der Truppen gleich mit beschleunigt. Das führt dann zu ulkigen Piepslauten, wenn Soldaten und Kreaturen über einen Sieg jubeln. Schwerwiegende Fehler, die den Spielablauf beeinträchtigen, konnten wir in der gepatchten Version aber keine mehr finden.

Bildergalerie

Wertung zu Might & Magic Heroes 6 (PC)

Wertung:

8.0 /10
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    • Kommentare (33)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Mandy86 NPC
        Also das spiel ist einfach nur fehlerhaft! Ich kann nicht richtig Spielen. Entweder bleibt es hängen wenn ich in der Burg etwas bauen will oder ich ein Monster Angreife! Kann vielleicht gerade mal 2 Minuten Spielen dann verreckt das Spiel wieder! Meine was soll der mist?! Egal welches Spiel ich Spiele bei mir geht einfach NICHTS! Und in den dämlichen Foren von dem Spiel bekommt man ja auch NIE irgend eine Hilfe! Die Vorgänger der Heroes waren viel besser und unkomplizierter! Aber das mit diesem Flux ist ja mal völliger Schwachsinn!
      • Von Mandy86 NPC
        Also das spiel ist einfach nur fehlerhaft! Ich kann nicht richtig Spielen. Entweder bleibt es hängen wenn ich in der Burg etwas bauen will oder ich ein Monster Angreife! Kann vielleicht gerade mal 2 Minuten Spielen dann verreckt das Spiel wieder! Meine was soll der mist?! Egal welches Spiel ich Spiele bei mir geht einfach NICHTS! Und in den dämlichen Foren von dem Spiel bekommt man ja auch NIE irgend eine Hilfe! Die Vorgänger der Heroes waren viel besser und unkomplizierter! Aber das mit diesem Flux ist ja mal völliger Schwachsinn!
      • Von Kirk66 NPC
        Besonders nervend ist, dass die Verbindung zu den Servern alle paar Tage nicht klappt. Man ist schon auf eigene Server umgezogen, aber trotzdem gab es schon wieder stundenlange Ausfälle (wie gerade im Moment ;-).
      • Von toix Stille/r Leser/in
        Ich finde die Charakterentwicklung gut. Je komplexer, desto besser!
        Daneben möchte ich noch die miserable KI bemängeln. Beim Skirmish heißt es: Wer zuerst angreift, hat gewonnen.
      • Von jael Mitglied
        Ich finds lustig wie über das Magiesystem gelästert wird. Ich darf mal an das HOMM V erinnern wo das System abhängig von der aktuellen Temperatur in Timbuktu in Relation zum Aszendenten des Spieler völlig sinnfreie Skill Konstelationen ausgespuckt hat. Da ist das System jetzt ein echter Segen.

        Was mich einfach nur massiv ankotzt ist der Online Zwang. Meine Internetverbindung ist nicht die beste. Da lande ich bei jedem Mini-Disconnect auf dem Startmenü ohne dass gespeichert wird. Das ist echt die Höhe. Die haben das letzte Mal Kohle von mir gesehn.

        Das treibt mich echt in den Wahnsinn.
      • Von Kulin Spiele-Novize/Novizin
        Zitat
        Aber zurück zum Thema. Im Unterschied zu Civ5, sind die Änderungen in HOMM6 zu großen Teilen kein Schritt zu mehr Komplexität gewesen. Die Helden teilen sich den größten Teil aller Skills, das Ressourcensystem wurde massiv zusammengekürzt, durch die Migrations-Option kann man sich auf seine Lieblingseinheiten konzentrieren und das Rekrutierungssystem erlaubt es dir ohne Aufwand deine Truppen aus dem ganzen Reich zu bündeln.
        Mich wundert die Aussage "das Ressourcensystem wurde massiv zusammengekürzt" irgendwie schon. Abgesehen davon, dass dieser Kritikpunkt einfach nur überall nachgeplappert wird und deswegen höchstwahrscheinlich für dich überhaupt erst existiert, weil du wo anders davon gelesen hat, wundert mich an dieser Stelle, was manche Leute als "Komplex" empfinden. In meinen Augen wird dadurch garnix komplexer. Habt ihr echt Schwierigkeiten damit 7 verschiedene Resourcentypen zu erobern?

        Die einzige Form der Komplexität die damit zusammenhängt ist doch, dass bestimmte Resourcen auf einigen Maps rar und umkämpft sind. Aber dieses "Problem" kann man doch auch mit 4 Resourcen erschaffen. Objektiv betrachtet bringen die 7 Rohstoffe eigentlich garnix. Nur weil auf jeder Map um was anderes gekämpft wird, heisst das doch nicht, dass es komplexer ist. Oder sehe ich das falsch?

        Auch ist der Kritikpunkt: "Die Helden teilen sich den größten Teil aller Skills" nicht neu. Wenn man es genau betrachtet hatten auch früher viele Helden einen großen Pool von gleichen Skills, sowie einen kleineren Pool von Spezialistenskills. Jetzt kann man wenigstens seine Helden selber basteln und Synergien schaffen, die vorher eher Glücksabhängig waren.

        Mich persönlich stört da eher, dass das Spiel so glatt wirkt. Ich hab zu selten das Gefühl: "Woah, nu bin ich aber krass imba!" Dadurch, dass das seltener vorkommt und alles so glatt und gebalanced wirkt, sei es durch Items oder Skills, fehlt mir irgendwie ein großer Motivator im Jäger und Sammlertrieb des Spiels. Ich hab einfach das Gefühl, dass sich das Durchsuchen der Map weniger lohnt.

        Könnte aber auch sein, dass ich erst in der zweiten Kampagne bin. Vielleicht wirds ja besser, wenn man nicht mehr diesen ganzen Zwangsrestriktionen, wie gesperrten Kreaturen und Gebäuden unterliegt.
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