Might & Magic X: Legacy im Test - Vier Akte, 12 spielbare Klassen
Schon vor dem eigentlichen Release am 23. Januar 2014 konnten wir eine fast fertige Testversion von Legacy ausgiebig spielen. Limbic Entertainment, ein kleines deutsches Entwicklerteam, hat es verstanden, den Charme der klassischen Might & Magic-Reihe einzufangen und liefert uns ein tolles Gruppenabenteuer mit spannenden Kämpfen. Update: Jetzt mit der finalen Wertumg!
Eine Story in Etappen
Die in vier Akten erzählte Hauptgeschichte in Legacy kommt zunächst langsam in Fahrt - die Vierergruppe Helden, als Schatzjäger bezeichnet, will eigentlich nur die sterblichen Überreste ihres Ausbilders Owen zur Kapelle der Stadt Karthal bringen. Doch Banditen und Wegelagerer versperren den Zugang zur Stadt, obendrein benötigt die örtliche Miliz im Küstendörfchen Sorpigal eure Hilfe. Bewohner sind verschwunden und im nahe gelegenen Leuchtturm gehen seltsame Dinge vor sich. - Klassische Abenteurergeschichten, die sicher keinen Preis in Sachen originelle Quests gewinnen, aber gut zum Genre passen. Neben der eigentlichen Hauptgeschichte findet ihr reichlich Nebenquests, die nicht immer kämpferischer Natur sind. So gilt es beispielsweise im zweiten Akt, einem verdächtigen Lord nachzuspionieren, was sich nur in der Nacht bewerkstelligen lässt. Helft einer trauernden Frau, einen Blumenstrauß an einem Schrein zu deponieren oder versorgt einen Einwohner Karthals mit Tee - schöne Ideen, die sicher nicht spektakuläre Quests bedeuten, sich aber schön in die stimmige Fantasywelt Ashans eingliedern.
Eine Klasse für sich, die Charaktere in Legacy
Zum Release sind zwölf spielbare Klassen im Spiel vorhanden, aufgeteilt nach vier Völkern. Menschen wählen zwischen Söldner, Kreuzritter und Freimagier. Elfen starten als Klingentänzer, Waldläufer oder Druide. Der Zwerg zieht als Verteidiger, Späher oder Runenpriester in den Kampf. Orks verdingen sich als Barbar, Jäger oder Schamane. Individuelles Aussehen ist mit je zwei männlichen und weiblichen Porträts pro Klasse etwas dünn gesät, dafür sind die Charakterbilder schön gezeichnet. Die Helden haben je nach gewählter Klasse Zugriff auf unterschiedliche Waffengattungen, sieben Magieschulen, sowie Rüstungs- und Kampffähigkeiten. Beim Spielen stellt man schnell fest, dass es sich lohnt, seine Charaktere zu spezialisieren. Pro Stufenaufstieg erhaltet ihr vier Fertigkeitspunkte, die ihr verteilen könnt. Die einzelnen Fertigkeiten sind dabei mehrstufig aufgebaut. So erhält man vom Anfänger über den Experten und Meister bis hin zum Großmeister-Grad jeweils bestimmte Boni für die gewählte Fertigkeit. Die Aufwertung in die nächste Grad-Stufe erfolgt über den Besuch beim passenden Ausbilder.
Might & Magic X: Legacy - Im zweiten Akt fühlen wir uns dank effektiver Ausrüstung schon relativ sicher.
Getreu der Might & Magic-Reihe muss man diese Ausbilder in der Welt suchen. Zurücknehmen lassen sich auf diese Weise ausgegebene Fertigkeitspunkte jedoch nicht. Auch das gehört zur gewollten Retro-Mechanik des Spiels. Die Gefahr einer Verskillung ist daher immer gegeben, das macht aber auch gerade den Reiz aus, sich intensiv mit den Fertigkeiten seiner Gruppe auseinanderzusetzen. Was wir ein bisschen vermissen, sind eigene Hintergrundgeschichten zu den Charakteren. Die Truppe hat zwar ein gemeinsames Ziel, aber woher die Figuren kommen oder dass gar Interaktion zwischen den einzelnen Mitgliedern stattfindet, ist leider nicht gegeben. Immerhin sprechen NPCs einzelne Gruppenmitglieder hin und wieder an, wenn man sich ausgiebig dem Klatsch mit den Figuren hingibt. So ist beispielsweise der zwergische Schmied in Sorpigal erfreut, einem Volksgenossen in unserer Gruppe etwas über Ereignisse in der Zwergenheimat zu berichten.
Zusätzlich zu den vier Helden lassen sich bis zu zwei NPCs anheuern. Diese, als Mietlinge bezeichnete Charaktere unterstützen die Gruppe auf vielfältige Weise. So ermöglicht etwa die Heilerin Alesia, einmal pro Spieltag ein totes Gruppenmitglied wieder zu beleben oder kostenlos Lebenskraft und Mana der gesamten Truppe aufzufüllen. Ohne diesen Mietling müsstet ihr für die Wiederbelebung eine Kirche/einen Tempel aufsuchen beziehungsweise rasten und dabei Proviant verbrauchen, um Mana- und Lebenspunkte aufzufrischen. Legacy bietet vieler solcher klassischen Rollenspieltugenden, hier und da hätte man aber auch durchaus einen Schritt weiter gehen können. So beschränkt sich das eben genannte Rasten lediglich darauf, die Gruppe 8 Stunden ruhen zu lassen. Dabei gibt es weder zufällig generierte Ereignisse und auch keinerlei Möglichkeit, Charaktere jagen zu lassen oder ähnliches. Auch Alchemie oder Kräuterkunde sind nicht vorhanden.
In diesem Artikel
- Seite 1 Might & Magic X: Legacy im Test - Retro-Look und durchdachte Bedienung
- Seite 2 Might & Magic X: Legacy im Test - Vier Akte, 12 spielbare Klassen
- Seite 3 Might & Magic X: Legacy im Test - Kämpfen im Rundentakt
- Seite 4 Might & Magic X: Legacy im Test - Update mit neuen Test-Eindrücken
- Seite 5 Might & Magic X: Legacy im Test - Finale Wertung nach 45 Spielstunden + Test-Video
- Seite 6 Bildergalerie
Bildergalerie
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*möööp*
Seit Jahren gebe ich mir größte Mühe, diesen Irrglauben zu beseitigen. Plattenpanzer UNGLEICH Mittelalter (übrigens genauso wie "Hexenverbrennungen"). Platte war "state of the art" von ca. 1450 an bis ca. 1650, ergo "Frühe Neuzeit". Plattenrüstungen waren eigentlich die Antwort auf die (ersten) Feuerwaffen und immer leistungsfähigere Bögen und Armbrüste. Und wie immer war das Ganze ein schleichender Prozess; so wurden im Spätmittelalter/ gegen Ende des Mittelalters natürlich erste "Plattenteile" verwendet; der sehr bewegliche und kunstfertige berühmte "gotische Plattenpanzer" (siehe Video), der gerne als "typische Ritterüstung" verwechselt wird, war erst auf dem handwerklichen Höhepunkt des Plattnerhandwerks ab ca. 1500 verfügbar.
Danke übrigens für das Video, Golani. :-)
Müsste jetzt nachsehen, welcher proc es ist, aber denke, so wichtig ist es dann doch nicht :D
Mittlerweile bin ich im 4ten Akt, komme recht gut voran, die Kämpfe sind meiner Meinung nach etwas zu leicht, auch die meisten Bosse, was ggfl daran liegt, dass ich immer erst alle nebenaufgaben mache, bevor ich die Hauptgeschichte weiter mache.
Die Ladezeiten sind leider, meiner Meinung nach, das Hauptargument, warum auch ich keine 85% dem Spiel geben würde.
Ich habe nur einen Mittelklasse PC, aber während den Ladezeiten kann ich schon fast einen Filterkaffee kochen...
Leider scheint die Itembeschreibung verbugged zu sein, je nachdem, welchen Helden ich aktiviert habe, kommt eine andere Itembeschreibung... mal ein Rüstungsteil, mal garnichts... aber nie das blaue schwert...
Ess cheint recht viel Schaden zu machen, aber wäre schön zu wissen, was noch evtl drauf ist... (schaden mit Schantiri Kurzschwert 20-26) und mit dem blauen Schwert (Icon sieht aus wie ein Piratensäbel) 37-43.
habe schon versucht, neu z laden, aber auch dann ist es noch buggy und habe testweise den Elementar nochmal gemacht, da aber nur eine dürftige Kette bekommen :D
Passiert leider öfter.
Ein moderner Panzer ist auch immer der beste Kompromiss zwischen Mobilität und Feuerkraft (Kampfkraft).