Might & Magic X: Legacy im Test - Finale Wertung nach 45 Spielstunden + Test-Video
Schon vor dem eigentlichen Release am 23. Januar 2014 konnten wir eine fast fertige Testversion von Legacy ausgiebig spielen. Limbic Entertainment, ein kleines deutsches Entwicklerteam, hat es verstanden, den Charme der klassischen Might & Magic-Reihe einzufangen und liefert uns ein tolles Gruppenabenteuer mit spannenden Kämpfen. Update: Jetzt mit der finalen Wertumg!
"2014 wird ein gutes Jahr für Rollenspieler", das prognostizierten wir ja schon in unserer Titelstory in der Ausgabe 01/14. Und schon im Januar geht es mit guten Beispielen los. The Banner Saga etwa punktet mit einer epischen Story-Erzählung. Fans klassischer Rollenspielkost hingegen, die mit Serien wie Might & Magic, Wizardry und Konsorten ihren Spaß hatten, bekommen jetzt mit Might & Magic X: Legacy ordentlich Nachschub.
Im ersten Teil unseres Reviews zu Legacy beschäftigen wir uns mit dem Spieleinstieg und den Erfahrungen aus den ersten beiden Akten, in die schon gut 14 Stunden Spielzeit flossen. Dabei konnten wir uns ein gutes Bild über die im Spiel enthaltenen Mechaniken machen und euch so pünktlich zum Verkaufsstart des Spiels Testeindrücke liefern. Zwei weitere Akte und eine Reihe von Nebenquests liegen noch vor uns. Eine finale Wertung behalten wir uns darum noch vor, zumal vom Hersteller schon angekündigt wurde, dass einen umfangreichen Day-One-Patch zu Might & Magic X: Legacy geben wird.
Schritt für Schritt durch eine bunte Kachelwelt
Mit dem 2012 erschienenen Legend of Grimrock feierte das Spielprinzip "Dungeon Crawler" ein regelrechtes Comeback: Mit einer Heldengruppe kämpft man sich dabei durch immer anspruchsvoller gestaltete Dungeon-Levels, prügelt fleißig Monster, sammelt reichlich Beute sowie Erfahrungspunkte und verbessert seine Charaktere.
Might & Magic X: Legacy reiht sich da nahtlos ein, bietet aber zusätzlich zu den unterirdischen Dungeons und Verliesen auch eine komplett begehbare Oberwelt - ganz genau so, wie es schon in den Vorgängern der Fall war. Die Spielwelt in Legacy erkundet ihr dabei Schritt für Schritt, mit 90°-Bewegungen zieht ihr durch die aus einzelnen Kacheln bestehende Halbinsel Agyn und könnt euch mit einer frei beweglichen Mauskamera umschauen. Als technisches Grundgerüst nutzen die Entwickler die Unity-Engine, welche von vielen kleineren Studios und Indie-Teams im Spielebereich eingesetzt wird.
Reichlich Retro-Look mit durchdachter Bedienung
Might & Magic X: Legacy - Grafisch spielt Legacy nicht ganz vorne mit, der Retro-Stimmung tut das aber keinen Abbruch.
Optisch gibt sich Legacy recht farbenroh. Menüs, Charakterbögen und -zeichnungen, sowie NPC-Figuren versprühen eine schöne, altmodische Atmosphäre. Auch Elemente wie die in farbigen Vierecken dargestellte Umgebungskarte passen zum gewollten Retro-Flair. Wer möchte, kann sogar in den Grafikoptionen einen zusätzlichen Pixelfilter über die Spielgrafik legen lassen. Großen Wert haben die Entwickler bei der Bedienbarkeit des Spiels gelegt. So lassen sich optional die klassischen Pfeiltasten für die Bewegung der Figuren aktivieren, Treffer- und Schadenswerte ein- oder ausblenden. Dazu gibt es haufenweise Tooltipps (ebenfalls abschaltbar) und auf der Umgebungskarte lassen sich eigene Notizen vermerken. Das Ganze wirkt durchdacht und ermöglicht es so, alten Hasen als auch Neulingen im Genre, die für sich optimale Einstellung zu finden - sehr schön gelöst.
Abstriche muss man hingegen bei der eingesetzten 3D-Grafik hinnehmen. Gerade im Hinblick auf die Texturen und beim Detailgrad von Objekten darf man keine topmodernde Grafikpracht erwarten. Auch die Animationen der Figuren sind nicht gerade geschmeidig, wirken mitunter etwas holprig. Dafür gibt es nette Licht- und Zaubereffekte in den Kämpfen zu sehen. Deutlich hübscher als die großen Außenareale sind die vielen gestalteten Innenräume der Dungeons oder auch die verschiedenen NPC-Gebäude (Händler, Taverne, Tempel, Schmiede etc.). Der Sound ist durch die Bank weg gelungen - in den Verliesen hört man Wispern, Rascheln oder auch Details wie knarzende Lederrüstungen der Gegner. Die Effekte für Zauber und Waffen sind wuchtig und auch der Soundtrack ist stimmig, wenn auch dezent und nur mit wenigen Stücken versehen.
Sprachausgabe ist hauptsächlich in Form einer Erzählerin, welche die Ereignisse der Hauptgeschichte vorträgt, vorhanden. NPCs und die Heldencharaktere geben hin und wieder Kommentare von sich - alles in englischen Sprachsamples. Eine deutsche Vertonung ist nicht vorgesehen, wie uns seitens des Herstellers noch mal bestätigt wurde. Die Texte im Spiel sind jedoch komplett auf Deutsch verfügbar und gut geschrieben. Und vielleicht ist es auch ganz gut, nur die englische Tonspur zu nutzen, denn die Sprecher machen einen guten Job.
Agyn, kenn ich nicht - worum geht's denn in Legacy?
Might & Magic X: Legacy - In der magischen Akademie leisten wir uns neue Zaubersprüche für unseren zwergischen Runenpriester.
Thematisch ist die Fantasywelt von Legacy ans Geschehen des Strategiespiels Heroes of Might & Magic 5 und Might & Magic Heroes 6 angebunden. Das merkt man der grafischen Gestaltung der Figuren und Monster in Legacy an. Die schlangenartigen Kenshi etwa oder die Mantikoor-Kreaturen könnten glatt von den Schlachtfeldern Ashans aus den Strategiespielen ins Rollenspiel rüber gehüpft sein. Damit sich auch Einsteiger im großen geschichtlichen Rahmen zurecht finden, startet Legacy mit einem schön erzählten Intro, um euch den Hintergrund der Spielwelt näher zu bringen. Im Spiel selber findet ihr auch immer wieder versteckte Bücher mit schönen Zeichnungen und gut geschriebenen Texten zu Themen aus der Mystik und Geschichte von Ashan und der Halbinsel Agyn. Das sorgt für einen stimmigen Hintergrund in Legacy.
In diesem Artikel
- Seite 1 Might & Magic X: Legacy im Test - Retro-Look und durchdachte Bedienung
- Seite 2 Might & Magic X: Legacy im Test - Vier Akte, 12 spielbare Klassen
- Seite 3 Might & Magic X: Legacy im Test - Kämpfen im Rundentakt
- Seite 4 Might & Magic X: Legacy im Test - Update mit neuen Test-Eindrücken
- Seite 5 Might & Magic X: Legacy im Test - Finale Wertung nach 45 Spielstunden + Test-Video
- Seite 6 Bildergalerie
Bildergalerie
- Seite 1 Might & Magic X: Legacy im Test - Retro-Look und durchdachte Bedienung
- Seite 2 Might & Magic X: Legacy im Test - Vier Akte, 12 spielbare Klassen
- Seite 3 Might & Magic X: Legacy im Test - Kämpfen im Rundentakt
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*möööp*
Seit Jahren gebe ich mir größte Mühe, diesen Irrglauben zu beseitigen. Plattenpanzer UNGLEICH Mittelalter (übrigens genauso wie "Hexenverbrennungen"). Platte war "state of the art" von ca. 1450 an bis ca. 1650, ergo "Frühe Neuzeit". Plattenrüstungen waren eigentlich die Antwort auf die (ersten) Feuerwaffen und immer leistungsfähigere Bögen und Armbrüste. Und wie immer war das Ganze ein schleichender Prozess; so wurden im Spätmittelalter/ gegen Ende des Mittelalters natürlich erste "Plattenteile" verwendet; der sehr bewegliche und kunstfertige berühmte "gotische Plattenpanzer" (siehe Video), der gerne als "typische Ritterüstung" verwechselt wird, war erst auf dem handwerklichen Höhepunkt des Plattnerhandwerks ab ca. 1500 verfügbar.
Danke übrigens für das Video, Golani. :-)
Müsste jetzt nachsehen, welcher proc es ist, aber denke, so wichtig ist es dann doch nicht :D
Mittlerweile bin ich im 4ten Akt, komme recht gut voran, die Kämpfe sind meiner Meinung nach etwas zu leicht, auch die meisten Bosse, was ggfl daran liegt, dass ich immer erst alle nebenaufgaben mache, bevor ich die Hauptgeschichte weiter mache.
Die Ladezeiten sind leider, meiner Meinung nach, das Hauptargument, warum auch ich keine 85% dem Spiel geben würde.
Ich habe nur einen Mittelklasse PC, aber während den Ladezeiten kann ich schon fast einen Filterkaffee kochen...
Leider scheint die Itembeschreibung verbugged zu sein, je nachdem, welchen Helden ich aktiviert habe, kommt eine andere Itembeschreibung... mal ein Rüstungsteil, mal garnichts... aber nie das blaue schwert...
Ess cheint recht viel Schaden zu machen, aber wäre schön zu wissen, was noch evtl drauf ist... (schaden mit Schantiri Kurzschwert 20-26) und mit dem blauen Schwert (Icon sieht aus wie ein Piratensäbel) 37-43.
habe schon versucht, neu z laden, aber auch dann ist es noch buggy und habe testweise den Elementar nochmal gemacht, da aber nur eine dürftige Kette bekommen :D
Passiert leider öfter.
Ein moderner Panzer ist auch immer der beste Kompromiss zwischen Mobilität und Feuerkraft (Kampfkraft).