Micro Machines V4
Klein, aber oho: Die Spielzeugflitzer sind zurück auf dem Bildschirm. Richtig Gas geben sie aber nur im Mehrspielermodus.
Quelle: PC Games Hardware
Beim Rennen durch die Küche warten zahlreiche Fallen - hier sollten Sie tunlichst Kontakt mit den Herdplatten meiden.
Wenn Sie mit Kleinwagen, Rennautos, Stock-Cars oder 4x4-Offroad-Monstern nicht den Asphalt oder abgesteckte Rallyekurse unsicher machen, sondern über Küchentische, Badewannen oder Herdplatten heizen, sind Sie nicht im falschen Film, sondern beim neuesten Teil der Micro Machines-Serie. V4 erinnert frappierend an den Vorgänger - was einerseits für die Mitte 2006 enttäuschend angestaubte Optik, andererseits den klassisch heimeligen Vogelperspektiven-Look gilt.
Am kurzweiligen Spielverlauf hat sich nichts geändert. Einige bekannte Kurse wie die witzigen Frühstücks- oder Billardtische aus Micro Machines 2 und 3 tauchen auch beim vierten Teil wieder auf. Neu hingegen: Erstmals verlassen Sie mit Ihren Miniaturfahrzeugen die heimischen vier Wände und liefern sich in Supermärkten, Museen oder Hühnerställen wilde Verfolgungsjagden gegen die manchmal fast schon zu starken Computergegner. Insgesamt erwarten Sie über 50 Kurse, weitere Parcours lassen sich in Windeseile mit dem angenehm einfach zu bedienenden Editor erstellen.
Der Fuhrpark ist gigantischer als jemals zuvor: Über 700 verschiedene Fahrzeugtypen stehen zur Wahl, die Sie im Spielverlauf in diversen Farben und Formen freischalten. Im Einzelspielermodus erwarten Sie vier Rennklassen mit steigendem Schwierigkeitsgrad und jeweils vier Rennserien mit bis zu fünf Wettbewerben. In Kampf-Pokal und -Liga gewinnt, wer fleißig Power-ups wie den Motorhauben-Hammer oder den Bomben-Würfel einsammelt und damit alle Gegner von der Strecke schubst.
Um im Renn-Pokal zu siegen, müssen Sie nach drei Runden als Erster über die Ziellinie rollen, während Sie bei den Checkpoint-Rennen einzig und allein gegen die Uhr kämpfen. Egal ob Sie mit Gamepad oder Tastatur spielen, die Steuerung bereitet keinerlei Probleme. Im Gegensatz zu störenden Clipping-Fehlern, die es auf beinahe jeder zweiten Strecke gibt. Trotz des knackigen Schwierigkeitsgrades genügt ein halber Tag, um nahezu alle Strecken freizuspielen. Aufkommende Langeweile erstickt dann nur noch der exzellente Mehrspielermodus für bis zu vier Mini-Rennfahrer.
