Flottes Rennspiel mit Karts
Da die Fahrer gerne einmal von der Ideallinie abweichen, sind oftmalige Überholvorgänge gesichert.
Ein Spiel für 30 Euro? Nur fünf Monate Entwicklungszeit? Mit Massenmarkt-Lizenz? Eine Garantie für mindere Qualität?
Keineswegs! Denn obwohl hier gleich drei Indizien dagegen sprechen, ist Michael Schumacher Racing World - Kart 2002 ein eingängiges, sehr kurzweiliges Rennspiel mit Simulationscharakter. Das Programm bildet die drei Kart-Ligen FUN, Interconti A und Formel Super A nach. Während die FUN-Klasse sehr langsam und ohne bemerkenswertes Fahrmodell daherkommt und die ICA einem klassischen Fun-Racer ähnelt, nötigt die FSA dem Fahrer nicht nur gute Reaktionen, sondern auch ein gutes Gespür für das Fahrzeugverhalten ab. Ein gefühlloser Tritt auf Brems- oder Gaspedal bringt die Zweitakter sofort ins Schleudern das Spiel vermittelt die Fahrphysik aber derart intensiv, dass man schon mit wenig Übung solche Situationen in den Griff bekommt.
Mit kleinen Tricks haben die Entwickler für steten Spielspaß gesorgt: So verfügen die Gegner über eine individuelle Intelligenz, die einige Piloten nahezu fehlerfrei über die 16 Pisten rasen lässt, während andere schon einmal die Ideallinie verpassen und zielsicher das Kiesbett anstreben. Zudem wurde auf alles verzichtet, was den Spielfluss hemmen könnte: Fahrzeugsetup, Boxenstopps und Unfallschäden. Die Augen werden allerdings nicht verwöhnt: Die Grafik ist zwar auffallend schnell und bunt, der Detailreichtum der Strecken lässt allerdings doch zu wünschen übrig. So stehen abseits der Pisten nur grob texturierte Gebäudekulissen, die Vegetation ist zu dünn und auch sonst macht Kart 2002 einen etwas altbackenen Eindruck.
