Metal Gear Solid 4 Remaster kommt ohne den größten Schwachpunkt des Originals
Das kommende Metal-Gear-Solid-4-Remaster killt die berüchtigten Ladezeiten des PS3-Originals. Doch genau diese technischen Eigenheiten waren für viele Spieler Teil der besonderen Erinnerung an die gesamte PS3-Ära.
Die langen Ladezeiten von Metal Gear Solid 4 galten jahrelang als einer der größten Schwachpunkte des PS3-Klassikers. Teilweise konntet ihr euch genüsslich einen Kaffee machen, trinken, in einem Buch stöbern, sogar die Steuererklärung machen, um dann alsbald loszulegen. Doch die Ladezeiten waren auch mehr als bloß ein technisches Ärgernis.
Mit dem kommenden Remaster von MGS4 in der Metal Gear Solid Master Collection Vol. 2 verschwinden die Wartezeiten zwar fast vollständig, doch gleichzeitig verschwindet damit auch ein Teil der DNA jener eigenwilligen PS3-Ära, die MGS4 entscheidend geprägt hat.
Metal-Gear-Solid-4-Remaster frischt die Erinnerungen auf
Erste Eindrücke des kommenden MGS-4-Remaster eines japanischen Youtube-Kanals zeigen nun nahezu sofortige Ladezeiten und einen deutlich flüssigeren Spielablauf. Damit dürfte die neue Version für viele Spieler zur technisch besten Edition des Spiels werden - selbst ohne zusätzliche Inhalte. Gleichzeitig wird mit dem Remaster aber auch deutlich, wie stark sich die Erwartungen an Spielkomfort und -Tempo verändert haben. Früher wurde viel mehr akzeptiert oder als selbstverständlich angesehen, was heute oft als untragbar gilt.
MGS4 auf der PS3: Als die Technik das Spielgefühl mitbestimmte
Auf der Playstation 3 setzte Metal Gear Solid 4 auf ein ungewöhnliches aber notwendiges "Install-as-you-go"-System. Nach jedem Kapitel wurden alte Daten gelöscht und neue Inhalte installiert. Das führte zu minutenlangen Unterbrechungen, die damals zwar mehr als frustrierend waren, aber auch eng mit der Technik der PS3 verbunden waren. Die Konsole galt oft aufgrund der Cell-Architektur als kompliziert zu entwickeln. Viele Spiele kämpften damals mit Speicherproblemen oder aufwendigen Installationsprozessen. MGS4 gilt dahingehend hier als Symbol dieser Generation.
Vielleicht blieben die Ladezeiten von Metal Gear Solid gerade deshalb bei vielen Spielern so stark im Gedächtnis. Sie gehörten eben halt auch zum Rhythmus des Spiels, zu den langen Codec-Sequenzen, episch ausufernden Zwischensequenzen und dem insgesamt entschleunigten Charakter von Guns of the Patriots.
Rückblickend betrachtet wirken all diese langen Pausen wie ein Relikt einer anderen Zeit. Eine Zeit, in der die technischen Limits eines Spiels noch deutlich sichtbarer waren, aber auch einen prägenden Einfluss auf die eigentliche Spielerfahrung hatten. Ja, die langen Ladezeiten waren nervig, aber sie gehörten ebenso zum Spiel wie die Story oder die eigenwilligen Charaktere selbst.
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Quelle: Washagana TV auf Youtube
