Medal of Honor im Test: Die negativen Aspekte und die Wertung
Medal of Honor sollte ein glorreicher Neuanfang der Serie und eine Kampfansage an Modern Warfare und Modern Warfare 2 werden. Im Singleplayer-Test zeigt sich: Das Afghanistan-Abenteuer ist nicht mehr als ein kurzer, durchschnittlicher Standard-Shooter.
CONTRA
Quelle: PC Games
Ab und an dürfen Sie hinter ein Geschütz steigen und ordentlich die Sau rauslassen. Der Sinn dahinter erschließt sich natürlich nicht. Wozu auch?
Schlecht kaschiertes Moorhuhn-Geballer
Zwar liefert Medal of Honor im Grunde ordentliches Gameplay. Es fällt allerdings viel zu oft auf, dass Entwickler Danger Close Ihnen einfach eine Millionen reichlich dümmlicher Taliban entgegenwirft, die Sie dann im richtigen Moment wegklicken. Natürlich macht Call of Duty: Modern Warfare ähnliches. Aber Actvisions Bombast-Ballerei weiß diesen Umstand sehr viel besser zu verschleiern als EAs Afghanistan-Ausflug. Beispiel: Ihr Tier-1-Team steht am Fuße eines Berges und wartet auf Verstärkung. Vom Berg herab kommen immer neue Taliban-Wellen, die teilweise mitten in Ihren Kugelhagel hineinlaufen. So harren Sie knappe fünf Minuten aus, bis Helikopter zur Rettung erscheinen. Anspruch hat das keinen, Spannung auch kaum, selbst wenn zwischendurch eine Autobombe Ihre Deckung wegsprengt. Auch bei Missionen, die eigentlich Auflockerung in solch stumpfes Gameplay bringen sollten, scheitert Medal of Honor. Die schon in Trailern gesehene Helikopter-Mission verläuft wie auf Schienen: Das Programm steuert den Heli, sie ballern einfach stumpf auf das unter Ihnen liegende Dorf, bis sich nichts mehr bewegt. Das war vielleicht beim Klassiker Rebel Assault noch spannend. Aber der erschien vor über 15 Jahren und hatte noch den Star-Wars-Bonus. In Medal of Honor wirkt das einfach nur altmodisch.
Quelle: PC Games
Typisches Bild für Medal of Honor: Sie sehen die Feinde kaum Angesicht zu Angesicht sondern dirigieren aus der Ferne einen Luftschlag auf die Stellung der Gegner.
Oft gleicher Missionsverlauf
Machen wir es kurz. Fast jede Mission in Medal of Honor verläuft nach folgendem Schema: Zunächst schleichen Sie durch einen Berghang. Dann geht irgend etwas schief und Sie müssen sich durch eine Horde Taliban kämpfen. Und am Ende fordern Sie dann einen Luftschlag an, weil sonst nichts mehr hilft. Das mag vielleicht die Art sein, wie tatsächlich in Afghanistan Krieg geführt wird. Aber der Abwechslung im Spiel ist es keinesfalls zuträglich. Danger Close versucht, die Eintönigkeit aufzubrechen. Zum Beispiel mit einer Passage, in der Sie mit einem Buggy durch die Berghügel brettern. Es wäre allerdings schön gewesen, wenn in dieser Passage auch WIRKLICH ETWAS PASSIEREN WÜRDE! Leider zuckeln Sie einfach nur Ihrem Vorgesetzten hinterher zum nächsten Einsatzort. Öde! Mit gut inszenierten Schleichmissionen, hinterhältigen Attacken und dem Gefühl, wirklich hinter feindlichen Linien als Spezialagent zu agieren, hätte Medal of Honor im Vergleich zu Call of Duty richtig punkten können. Aber diese Seite des Shooters blitzt nur wenige Male im Spielverlauf auf.
Keine KI
Ja, wir schreiben extra nicht "schlechte KI". Denn wie viele moderne Shooter hat der Einzelspieler-Part von Medal of Honor keine KI. Die Taliban poppen einfach irgendwann hinter einem Felsen auf und rennen Ihnen entgegen, meist direkt hinein in die Kugel, die Sie ihnen gerade entgegengefeuert haben. Man erwartet nur noch, dass einer der Turbanträger "Guckuck!" schreit, bevor er den Löffel abgibt.
Quelle: PC Games
Diese Szene werden Sie ungefähr 8 Millionen Mal im Spiel sehen. Ständig warten Ihre Kollegen darauf, dass Sie irgendeine Türe auftreten.
Zu skriptlastig
Wie auch der große Konkurrent Modern Warfare setzt Medal of Honor stark auf Skripts, um den Spielverlauf zu strukturieren. Dumm nur: Bei Medal of Honor lassen sich die Skripts teilweise umgehen. Laufen Sie zu schnell oder zu langsam, sterben Sie entweder unausweichlich, stehen auf einmal im Rücken der aufpoppenden Feinde oder das Spiel geht nicht vorran, weil ein Skript nicht ausgelöst wird. Das wird besonders deutlich, wenn Ihre Kollegen mal wieder eine Tür aufbrechen wollen. Da stehen drei Elite-Soldaten vor einer Holztür und warten auf den vierten, damit dieser sie eintritt. Bleiben Sie stehen, passiert gar nichts. "Na und?", sagen Sie, "ist doch bei anderen Shootern genauso!". Stimmt. Aber exakt diese Szene setzt Ihnen Medal of Honor allein in den ersten paar Missionen gefühlte 25 Mal vor. Als wollte man Sie mit Gewalt aus der Erzählung hinausreißen und Sie mit der Nase darauf stoßen, dass hier getrickst wird.
Quelle: PC Games
Oftmals schleichen Sie mit Nachtsichtgerät durch die Gegend. Das setzt Danger Close ein, um zum einen, um Atmosphäre zu schaffen, zum anderen um einige hässliche Texturen zu kaschieren.
Kleinere Grafik-Probleme
Die Darstellung von weiten Landschaften, verschneiten Hügeln und zerklüfteten Berghängen ist Danger Close gut gelungen. Auch die Beleuchtung ist in vielen Missionen spitze. Oftmals glüht über Ihrem Team ein weißer Vollmond, während Sie durch afghanische Dörfer schleichen. In der Nahdarstellung hat Medal of Honor aber einige Probleme. Manche Objekte tauchen erst sehr spät auf, zudem sind viele Texturen bei näherem Hinsehen verwaschen und detailarm. Andere dagegen sehen toll aus. Manchmal hat man das Gefühl, die Entwickler haben es sich an einigen Stellen extrem einfach gemacht. So werden ist die Szenerie oft sehr dunkel oder Sie werden gleich angewiesen, das Nachtsichtgerät einzuschalten. Texturen, die man kaum sieht, braucht man wohl auch nicht sonderlich detailliert gestalten.
Quelle: PC Games
Die Zwischensequenzen des Spiels sind in grieseligem Videostil gehalten und können nur selten Spannung aufbauen.
Wirre Story
Nach den reichlich dürftigen sechs Stunden Spielzeit werden Sie das Gefühl haben, den Anfang eines Kinofilms oder einer Serie gespielt zu haben. Medal of Honor wirkt wie der Auftakt zu etwas. Da ist es schon bezeichnend, dass die letzten Worte der Hauptcharaktere sind "Das ist nicht das Ende! - Nein, das ist es nicht!" Man kann ja verstehen, dass der Neustart einer Serie auf jeden Fall Raum für eine Fortsetzung geben muss. Aber im vorliegenden Spiel passiert kaum etwas, dass Ihnen im Gedächtnis bleibt. Und es wird auch kaum etwas erklärt. Sie wissen, dass ein afghanischer Informant will, dass Sie die Taliban verscheuchen. Dann geht ein Team beim Einsatz im Bergland verloren, ein anderes eilt zur Hilfe, die Ereignisse überschlagen sich und irgendwo zwischendrin tauchen auch noch Tschetschenen auf. Was Letztere dort zu schaffen haben wird nie thematisiert geschweige denn in die Story eingeflochten. Am Ende nehmen Sie mit, dass in Afghanistan rechtschaffende, loyale Soldaten auf die Weisung skrupelloser Politiker agieren. Patriotismus pur. Besten Dank!

Diese PC Games Bewertung ist eine Frechheit!!! Sie haben mich dadurch als treuen Leser verloren.
Gott sei Dank habe ich mir das Game dennoch gekauft, und ich muss sagen, es war jeden Cent wert.
Ich wurde in noch keinem Shooter auf so hohem Niveau unterhalten. Alleine der Funkverkehr ist auf Englisch ein Traum. Keine dämlichen Sprüche, viele Fachausdrücke, missionsspezifische Information.
Grandios ist die Inszenierung. Noch nie habe ich mich so intensiv in die Rolle eines Soldaten versetzt gefühlt. Man hat tatsächlich das Gefühl mitten im Einsatz zu sein, die Grafik ist absolut ok, und das Feeling ein Traum.
Wo CoD völlig atmosphärenlos und nur primitives Rumgeballere mit amerikanisch triefendem Pseudopatriotismus ist, hat man bei MoO wirklich ein Gespühr dafür, wie es sich real anfühlen kann sein Leben zu riskieren.
Mein Tipp an Euch:
Kauft euch die englische Version und ihr werden nicht enttäuscht sein.
Alles andere ist Fanboy-Mist. Bin sehr enttäuscht von PCGAMES.
Aber Verkaufszahlen stimmen trotzdem, darauf kommt es an!
Wetten, dass CoD 7 wieder ne dicke Bewertung bekommt? ;P "
Wer sagt das Die Wertung nicht nahe bei der liegt die CoD6 hätten bekommen müssen?
CoD6 als das maß der Dinge anzusehen ist Fanboy gehabe.
Wenn ich dich richtig verstehe ist Erfolg also immer = Qualität?
Also wenn sich etwas gut verkauft heisst das auch es ist auf jedenfall gut?
Dann müsste ja der Logik folgend alles was sich nicht gut verkauft auch automatisch Müll sein oder?
Das wage ich zu bezweifeln...ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte das ist Unfug.
Cod6 ist ebenso wie MoH ein Casual orientiertes Spiel, es geht einzig darum soviele Kunden wie möglich zu erreichen.
Hier wird ohne wirklich viel Taktische Möglichkeiten ein LoneWolf Verhalten unterstützt.
Im Gegensatz dazu sind Spiele wie Battlefield oder ETQW eben etwas schwieriger für Einzelgänger.
Es ist völlig in Ordnung das eine oder das andere lieber zu spielen aber es deshalb zu DEM Ding unter der Sonne zu machen ist blödsinn.
CoD6 (Multiplayer) hatte ebenso unakzeptable Schwächen und war völlig overhyped.
Allein der Steam Zwang war überflüssig, die Serverpolitik war unklug und die Argumente seitens Infinnity Ward diesbezüglich waren an den Haaren herbeigezogene Erfindungen.
Wenn ich in einem Spiel mit mehr als 2 Mitspielern in meiner Gruppe ständig reconnecten muss weil immer einer fehlt ist das ein grosses Problem.
Keine Anzeigen, keine wirklichen Einstellungsmöglichkeiten, komisches Balancing und Waffenverhalten, ständiges Lag und keine Verbesserung durch die nicht vorhandenen Server.
Und ich dachte Battlefield 2142 hätte Probleme gehabt.
Es geht nicht um das typische Userverhalten a la "Du bist scheisse" "Nein du bist scheisse" "Nein du bist viel scheissiger", vielmehr um nüchterne InGame Fakten.
Da es sehr wenig Spiele gibt mit denen ich solche Probleme hatte und diese dann meist mit hundertschaften von anderen teile, schiebe ich das natürlich erstmal auf das Spiel selbst.
Wie man sehr schön in diesem Bericht lesen kann ist nicht alles an MoH schlecht aber das Spielgefühl leidet schon arg.
MoH ist ähnlich zu CoD6, nur eben noch ein wenig schlechter.
Greetz,
Mörser out
"Sehr schlechter und unfairer Test! Wertung müsste nahe bei der von CoD 6 liegen.
Alles andere ist Fanboy-Mist. Bin sehr enttäuscht von PCGAMES.
Aber Verkaufszahlen stimmen trotzdem, darauf kommt es an!
Wetten, dass CoD 7 wieder ne dicke Bewertung bekommt? ;P "
Wer sagt das Die Wertung nicht nahe bei der liegt die CoD6 hätten bekommen müssen?
CoD6 als das maß der Dinge anzusehen ist Fanboy gehabe.
Wenn ich dich richtig verstehe ist Erfolg also immer = Qualität?
Also wenn sich etwas gut verkauft heisst das auch es ist auf jedenfall gut?
Dann müsste ja der Logik folgend alles was sich nicht gut verkauft auch automatisch Müll sein oder?
Das wage ich zu bezweifeln...ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte das ist Unfug.
Cod6 ist ebenso wie MoH ein Casual orientiertes Spiel, es geht einzig darum soviele Kunden wie möglich zu erreichen.
Hier wird ohne wirklich viel Taktische Möglichkeiten ein LoneWolf Verhalten unterstützt.
Im Gegensatz dazu sind Spiele wie Battlefield oder ETQW eben etwas schwieriger für Einzelgänger.
Es ist völlig in Ordnung das eine oder das andere lieber zu spielen aber es deshalb zu DEM Ding unter der Sonne zu machen ist blödsinn.
CoD6 (Multiplayer) hatte ebenso unakzeptable Schwächen und war völlig overhyped.
Allein der Steam Zwang war überflüssig, die Serverpolitik war unklug und die Argumente seitens Infinnity Ward diesbezüglich waren an den Haaren herbeigezogene Erfindungen.
Wenn ich in einem Spiel mit mehr als 2 Mitspielern in meiner Gruppe ständig reconnecten muss weil immer einer fehlt ist das ein grosses Problem.
Keine Anzeigen, keine wirklichen Einstellungsmöglichkeiten, komisches Balancing und Waffenverhalten, ständiges Lag und keine Verbesserung durch die nicht vorhandenen Server.
Und ich dachte Battlefield 2142 hätte Probleme gehabt.
Es geht nicht um das typische Userverhalten a la "Du bist scheisse" "Nein du bist scheisse" "Nein du bist viel scheissiger", vielmehr um nüchterne InGame Fakten.
Da es sehr wenig Spiele gibt mit denen ich solche Probleme hatte und diese dann meist mit hundertschaften von anderen teile, schiebe ich das natürlich erstmal auf das Spiel selbst.
Wie man sehr schön in diesem Bericht lesen kann ist nicht alles an MoH schlecht aber das Spielgefühl leidet schon arg.
MoH ist ähnlich zu CoD6, nur eben noch ein wenig schlechter.
Greetz,
Mörser out
In der PC Games steht zu den Wertungen:
>90, Herausragend
>80, Sehr gut
>70,Gut
>60,Befriedigend
>50,Ausreichend
<50,Mangelhaft
Obwohl alles unter 70 schon ziemlich schlecht ist^^
LOL
Ich hatte meine Auflistung eigentlich alsz zynischen Beitrag formuliert, aber so sieht es WIRKLICH aus! Ausreichend tituliere ich eben als Scheiße und mangelhaft als absolute Scheiße :-)
Wieos gibt es eine Skala von 0-100 wenn es nur 6 Unterscheidungen gibt? Macht imho wenig Sinn.
edit:
@Game
SP
Gar nicht übel. Also ich bin kein großer Fan von SP Shootern, aber ich wurde in der ersten Mission doch gut unterhalten. Es ist wohl nicht zum mehrmals durchspielen gedacht, aber beim ersten mal wird die Story doch ganz gut erzählt und es kommt Spannung auf.
MP
Ich finde den MP von diesem Spiel leider einfach nur schlecht.
Die Minimap finde ich zu unübersichtlich
Ich werde so häufig direkt beim Spawn gekillt (Ja das liegt auch am Leveldesign)
Auf vielen Maps kann ich Gegner gar nicht erkennen aber sie mich (bin wohl nicht der beste Spieler, aber bei BC2 habe ich dieses Problem lange nicht so doll wie hier).
Das Matchmaking ist fürn Arsch. Selten erlebe ich ein Match dass ausgeglichen ist. Normalerweise ist ein Team (normalerweise das wo ich drin bin) immer ca. Doppelt so schlecht wie das andere. Das widerspiegelt sich in der overall score als auch in den Punkten pro Spieler. Und nein, es liegt nicht (nur) an mir^^
Alles in allem halte ich mehr als 3-4 Runden pro Abend nicht aus da mein Punktestand normalerweise pro Spiel unter 100 Punkte ist und mein K/D Ratio bei 5/30 liegt. Und wenn noch ca. 10 von den 30 Spawnkills sind, 5 noch mal von nem Rocket Launcher kommen und dann 7 von Air Strikes, dann vergeht einem mit der Zeit der Spaß.
Da geh ich echt lieber BC2 zocken.
edit: Der MP von MOH ist einfach der letzte Dreck! Hab eben ne Runde BC2 gezockt und hab als bester das Spiel beendet (ACE Pin). Dacach zoch ich MOH und im zweiten Game drück ich glaube ich bei so 0/20 ALT+F4 da ich gleich beim Respawn, nach max. 10 Schritten gefraggt werde!