Serienrückblick Medal of Honor - Seite 2
Medal of Honor Frontline feiert in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum. Was zeichnet die Medal-of-Honor-Spiele aus und wie stehen die Chancen für ein Comeback?
Seine Worte trafen Spielberg und Dreamworks ins Mark. Erst nach einer persönlichen Begegnung im Jahr 1999 und vielen Erklärungen seitens der Entwickler glätteten sich die Wogen. Im April desselben Jahres folgte der nächste Schlag: der Amoklauf an der Columbine High School. Die Entwickler entfernten infolge des tragischen Schulmassakers Bluteffekte aus dem Spiel. Allen Hindernissen zum Trotz erschien Medal of Honor am 31. Oktober 1999 in Nordamerika für die Playstation und einige Wochen später auch in Europa. In Deutschland wurde das Spiel trotz Zensurmaßnahmen seitens Publisher Electronic Arts indiziert. Das tat dem Erfolg des Shooters aber keinen Abbruch: Medal of Honor erntete Höchstwertungen (Metacritic-Score: 92) und avancierte zum Welt-Hit. Damit war eine neue Marke etabliert, die zeigte, dass Shooter auch auf Konsolen und nicht allein auf dem PC ordentlich spielbar waren.
Underground, Allied Assault und Frontline
Wenig verwunderlich, dass die Macher schnell an diesen Erfolg anknüpften: Das nur ein Jahr später veröffentlichte Medal of Honor: Underground - in Deutschland erneut indiziert - folgte dem Gameplay seines Vorgängers, setzte bei der Wahl der Hauptfigur aber auf eine Neuerung. Manon Batiste, Kämpferin für den französischen Widerstand, fungierte als Spielfigur.
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Sie basierte lose auf Hélène Deschamps Adams, die als Teenager in Frankreich als Teil der Résistance kämpfte. Das Team von Dreamworks traf die Überlebende auch bei ihren Recherchen für das Spiel. Producer Scott J. Langteau berichtete im Interview: "Sie war eine der willensstärksten und klügsten Frauen, die ich jemals getroffen habe. Ich werde sie nie vergessen. Ihre Geschichte und einige der Details sind herzzerreißend."
Quelle: Moby Games
Medal of Honor: European Assault besteht aus insgesamt vier Kampagnen und schildert so unterschiedliche Abschnitte innerhalb des Zweiten Weltkriegs.
Trotzdem kam die Entscheidung einer weiblichen Hauptfigur im Vorfeld nicht überall gut an. Bei Anspielrunden erhielt das Team sehr negatives Feedback, hielt aber trotzdem an den Plänen fest.
Wichtige Änderungen im Vergleich zum Vorgänger: Es gab diesmal Missionen bei Tageslicht sowie Fahrzeuge wie Panzer oder Motorräder. In einige Levels traf der Spieler zudem auf an Ritter angelehnte Offiziere. Medal of Honor: Underground kam erneut gut an, war aber das letzte Spiel unter der Flagge von Dreamworks Interactive; das Studio wurde während der Entwicklung an Electronic Arts verkauft.
Quelle: Moby Games
Ein Markenzeichen der Medal-of-Honor-Reihe: Das Spiel verwendet reale Filmaufnahmen, um die Geschichte der Einsätze und des Szenarios zu erklären.
Am Erfolg änderte das nichts: Underground schlug auf der Playstation ein und untermauerte somit die Wichtigkeit des Franchise.
Bereits während der Fertigstellung von Medal of Honor: Underground begannen die Arbeiten an Medal of Honor: Frontline für die Playstation 2. Mit dem Konsolenwechsel fielen nahezu alle der zuvor störenden Hardware-Restriktionen. Schon in der ersten Mission erschlug Frontline den Spieler förmlich mit Weltkriegseindrücken.
Beim sogenannten D-Day erstürmtet ihr die Küste der Normandie, während um euch herum Explosionen tobten und die Kugeln an euch vorbeizischten. Die insgesamt 19 Levels waren weitaus umfangreicher als in den Vorgängern und erlaubten eine freiere Herangehensweise. Frontline wurde 2010 noch einmal für die Playstation 3 neu aufgelegt.

Wobei es da weniger um WW2 als ums 20. Jahrhundert geht MOH würde auch gut im Korea, Vietnam sogar fiktiven Kriege würden gehen es muss aber eben authentisch sein.
Mein Lieblingsteil war Paific Assault gerade dieser leichte Taktikshooterteil
machte das Spiel besonders.
Ich persönlich fand Warfighter damals super. Mag auch an dem genialen Soundtrack liegen.
Ein Shooter ohne Schnörkel. Mal stealthy, mal wilde Schiesserei.
Schade, dass es nicht angenommen wurde. Daraus hätte man wirklich noch mehr machen können.
Und nein, wir brauchen sicherlich keinen Neustart der Serie mit dem alten Rezept und im zweiten Weltkrieg. Das Jetzt-Setting hat super gepasst. Hier würde ich wirklich gerne mehr sehen. Als Spezialkommande mit realistischen Einsätzen rund um die Welt und Protagonisten, wo es einem auch mal leid tut, wenn sie denn das Zeitliche segnen. Die auch mal kritische Untertöne aufweisen.
Wäre echt schön, wenn da was neues von Medal of Honor käme, aber wichtig wäre seine Eigenständigkeit zu behalten und nicht zu sehr auf Call of Duty zu machen. Und vor allem nicht komplett online, sondern auch mit einer schönen SP-Kampagne.