Matchball Tennis
Die grüne Linie weist zum Aufschlagspunkt des Balles. Leider lässt sich dieser Punkt nicht nach Belieben setzen.
Die Filzkugel fliegt über den Platz, der Spieler auch. Gerade noch rechtzeitig kommt der Spieler an den Ball - und schmettert ihn ins Aus. Grund dafür war nicht die geniale Technik des Gegners, die eigene schlechte Kondition oder eine gerissene Schlägerbespannung. Die Ursache des peinlichen Fehlers war die verkorkste Steuerung, die Matchball Tennis an den Tag legt. Mit Maus oder Gamepad schickt man die Spielfigur über den Platz, bei gleichzeitig gedrückter Taste lenkt man ein Fadenkreuz, das als Ziel für den nächsten Ball gilt. Oftmals ist das Fadenkreuz aber aus unerfindlichen Gründen nicht beweglich, so dass man immer an die gleiche Stelle des Platzes spielen muss. Noch schlimmer hat man es erwischt, wenn sich Spielfigur und Fadenkreuz bei gedrückter Maustaste gleichzeitig bewegen: Dann kann man zwar prima zielen, steht aber weitab von der Flugbahn des ankommenden Balles.
Hätte Matchball Tennis nicht diesen Makel, könnte es weit oben in der Tennisweltrangliste mitspielen. So ist die Grafikqualität zwar veraltet, aber dennoch akzeptabel und vor allem zweckmäßig. Die Ballphysik kann rundum überzeugen und das gezeigte Tennis ist nicht allzu weit von der Realität entfernt. Gespielt wird in einem Singlematch-, einem Turnier- und einem Karrieremodus. Letzterer ist mit Turnieren, Freundschaftsspielen, Eigenheimen und Shops wirklich gut gelungen - umso trauriger, dass die Steuerung nicht funktionieren will.
