Masters of the Universe startet schwach: Wie geht es für He-Man weiter?
Die Prognosen für den Kinostart vom neuen Masters of the Universe waren alles andere als rosig. Die offiziellen Zahlen haben die schlimmen Befürchtungen nicht nur bestätigt, sondern teilweise sogar noch unterboten.
Jetzt haben wir Gewissheit: Das große Comeback von Masters of the Universe im Kino ist alles andere als ein riesiger Erfolg. Zumindest in den USA wurden die miserablen Prognosen sogar noch unterboten. Es reichte nicht mal für den Sprung auf den Spitzenplatz der Filmcharts, wo sich stattdessen das Comeback einer legendären Horror-Ikone gemütlich gemacht hat. Das könnte Folgen für eine mögliche Fortsetzung haben.
Jetzt im Kino: Ist Masters of the Universe ein Erfolg?
Mittlerweile liegt der offizielle Kinostart vom neuen Masters of the Universe einige Tage zurück. Daher ist es an der Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen - und das fällt nicht sonderlich positiv aus. Zwar konnte die Rückkehr von He-Man Teela und Skeletor im Vorfeld durchaus einige gute Wertungen vorweisen. Allerdings hat das nicht gereicht, um die Kassen ordentlich klingeln zu lassen. In den USA konnte der Film am Startwochenende gerade mal etwas mehr als 29 Millionen Dollar einnehmen - und somit deutlich weniger als der neue Spitzenreiter Scary Movie 6 (55 Millionen Dollar).
Das ist schon für sich gesehen nicht sonderlich beeindruckend. Gleichzeitig liegt Masters of the Universe damit teilweise sogar hinter den ohnehin schon nach unten korrigierten Prognosen zurück. Diese sind nämlich von bis zu 35 Millionen Dollar beim US-Start ausgegangen. Übrigens sieht es auch auf dem internationalen Markt nicht sehr viel besser aus: Weltweit belaufen sich die Einnahmen vom neuen He-Man-Abenteuer auf gerade mal knapp über 54 Millionen Dollar. Es ist daher mehr als fraglich, ob der Fantasy-Actionfilm die Produktionskosten in Höhe von zirka 170 Millionen Dollar überhaupt wieder einspielen kann. Das dürfte mitunter heftige Konsequenzen haben.
Masters of the Universe im Kino: Kommt eine Fortsetzung?
Bereits seit einiger Zeit kursieren zahlreiche Gerüchte und Spekulationen rund um einen zweiten Film von Masters of the Universe. Bisherigen Informationen zufolge sollte dabei He-Mans Zwillingsschwester She-Ra größtenteils im Fokus stehen, was vielen Fans der ersten Stunde sicherlich sehr gefallen hätte. Angesichts der bisher recht enttäuschenden Zahlen an den Kinokassen dürften die Chancen für eine Fortsetzung jedoch rapide gesunken sein. Zwar steht eine offizielle Stellungnahme diesbezüglich aus, doch solltet ihr euch lieber nicht allzu viele Hoffnungen machen.
Etwas Positives könnte der schlechte Kinostart letztendlich trotzdem mit sich bringen: Bei einem solch verhaltenen Interesse der Besucher dürfte der neue Masters of the Universe nicht allzu lange auf der großen Leinwand zu sehen sein. Das wiederum würde einen schnellen Streaming-Start des Films nach sich ziehen. Wer also nicht dazu bereit war, das Geld für ein Ticket auszugeben, kann die neuen Abenteuer von He-Man und Skeletor höchstwahrscheinlich zeitnah im Heimkino erleben.
Habt ihr den neuen Masters of the Universe bereits im Kino gesehen? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quelle: Box Office Mojo

Die sind alle mit der Serie groß geworden.
Ansonsten kannst du dir gerne noch viele Kritiken im Web anschauen oder durchlesen und die entsprechenden Kommentare. 90% sind durchweg gut bis sehr gut.
Ich kann auch verstehen, wenn jemand sagt: Das ist überhaupt nicht meins! Das ist ja auch in Ordnung. Aber es ist nicht so, dass ALLE Fans enttäuscht sind. Im Gegenteil.
Die größte Kritik ist der Humor und Witz. Da sagt auch das Fandom. 20% weniger hätten es auch getan.
Was man halt berücksichtigen muss, dass MOTU in Deutschland immer schon ein etwas anderes Image hatte als in anderen Ländern, die mit dem quietschbunten Filmation-Cartoon aufgewachsen sind. Wir hatten in Deutschland damals erstmal nur die Comics und die Hörspiele. Dadurch war MOTU für uns immer ein Fantasy/Science Fiction Mix zwischen Star Wars, Conan und HdR.
Bei Scary Movie ist sofort klar um was es geht und was einen erwartet. Horrorikonen wie GhostFace, Art The Clown und andere kennen fast alle und das noch als veralberte Komödie, zieht sofort die Leute an.
Aber Masters of the universe kennen viele U30 nicht. He-Man und Skeletor kennen sie meistens nur aus Internet Memes.
So blöd es klingen mag, aber viele gehen lieber dann in den Film wo sie wissen was sie erwartet als sich mit einer komplett unbekannten, neuen Lore auseinanderzusetzen.
Ich konnte dieser Einschätzung durchaus etwas abgewinnen.
Die Kritiken und Reactions auf MOTU sind aber größtenteils gut bis sehr gut. Auch im Fandom. Insofern kann es auch gut sein, dass Amazon/Mattel zwar keinen Megahit gelandet haben, aber das Potential der Marke hier durchaus bestätigt wird.
Kevin Wilson, Chef des Inlandsvertriebs bei Amazon MGM, wehrt sich gegen jegliche negative Wahrnehmung der Zahlen des Films. Das Studio verweist auf die besonders starke Resonanz bei Kindern unter 12 Jahren in PostTrak-Umfragen, die dem Film eine Bewertung von 96% für eine „eindeutige Empfehlung“ gaben.
„Dieses Wochenende stellt einen sehr soliden Start für ‚Masters of the Universe‘ dar, und die leidenschaftliche, generationenübergreifende Reaktion des Publikums, die wir weltweit erleben, ist fantastisch“, sagte Wilson in einer Erklärung. „Travis Knight sowie die gesamte Besetzung und das Filmteam haben etwas wirklich Besonderes geschaffen. Dieses Eröffnungswochenende ist genau die Art von entscheidendem ersten Moment, die unsere ganzheitliche Vertriebsstrategie bestätigt – nämlich Aufmerksamkeit und Engagement aufzubauen, die weit über das Kinofenster hinausreichen werden.“
Meiner Meinung nach ist der Film an drei großen Fehlern gescheitert:
Die Story & Charakter-Verharmlosung: Eine völlig an den Haaren herbeigezogene Geschichte mit der Erde? Ernsthaft? Dazu kommt der Umgang mit absoluten Kult-Charakteren. Orko ist einer der wichtigsten Hauptprotagonisten überhaupt – egal ob in der Serie, den Comics , den Hörspielkassetten oder Büchern. Ihn für einen lächerlichen 5-Sekunden-Auftritt zu verpulvern, ist ein absoluter Witz und ein Schlag ins Gesicht für jeden Fan.
Der Hollywood-Zwang (Wokeness über Vorlagentreue):
Dass Man-At-Arms jetzt schwarz ist, reiht sich in diese typische Hollywood-Wokeness ein, die man mittlerweile in jedem Film spürt. Versteht mich nicht falsch: Bei neuen Franchises ohne Historie ist das völlig in Ordnung. Aber hier gibt es eine jahrzehntealte, visuell fest verankerte Vorlage. Warum kann man sich nicht einfach mal an das Original halten, das die Fans lieben?
Die Besetzung von He-Man: Sorry, aber der Hauptdarsteller kann der ikonischen Figur optisch einfach nicht das Wasser reichen. He-Man lebt von einer gewissen Präsenz und einem massiven Körperbau – das bringt der Schauspieler hier einfach nicht rüber.
Fazit: Wenn man eine so starke, treue Fanbase hat, sollte man für genau diese Leute produzieren und nicht versuchen, die Marke für den Mainstream komplett zu verbiegen. So holt man die alten Fans nicht ab und die neue Generation schaltet erst recht nicht ein. Kein Wunder, dass der Film floppt!