Mass Effect: Andromeda im Test - Mängel auf der PS4, PC-Technik-Check und Multiplayer

196
Test Matthias Dammes - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Mass Effect: Andromeda im Test - Mängel auf der PS4, PC-Technik-Check und Multiplayer
Quelle: PC Games

Auf der letzten Seite unserer Tests zu Mass Effect: Andromeda lest ihr einen kurzen Technik-Check der Kollegen von PC Games Hardware sowie einen kurzen Einblick in den Mehrspieler-Modus.

PS4-Version mit deutlichen Mängeln

Die PS4-Version von Mass Effect: Andromeda kann optisch nicht mit dem PC mithalten. Auch andere Frostbite-Titel haben da bereits Beeindruckenderes gezeigt. Die Qualität der Texturen lässt teilweise zu wünschen übrig und häufig laden sie auch sehr spät nach. An sehr belebten Orten wie der Nexus-Raumstation hat das Spiel außerdem spürbare Probleme die 30 FPS aufrecht zu erhalten. Während man mit dem Nomad über die Planeten heizt kommt es immer wieder zu kurzen Aussetzern. Auch einen kompletten Absturz des Spiels konnten wir beobachten. Selbst auf der PS4 Pro im 1080p-Betrieb sind diese Probleme regelmäßig zu beobachten.

Der doppelte Drack ist nur einer von vielen Glitches, die uns in der PS4-Version begegnet sind. Quelle: PC Games Der doppelte Drack ist nur einer von vielen Glitches, die uns in der PS4-Version begegnet sind. Auch sonst hat die Fassung mit diversen technischen Mängeln zu kämpfen. Wir haben einige Questbugs beobachtet, eine kritische Nebenquest ließ sich sogar absolut nicht abschließen. Im Interface frieren gerne mal Einblendungen ein, die sich nur durch einen Neustart wieder beseitigen lassen. Gleiches gilt für die Sprachausgabe des Protagonisten, wo das Spiel immer mal wieder vergisst den Stimmverzehrer des Helms abzuschalten. Hinzu kommen regelmäßige Glitches der Charaktere, deren Animationen in Zwischensequenzen einfrieren, sie komplett unsichtbar werden oder sogar verdoppeln. Aufgrund der technischen Probleme bewerten wir die PS4-Version drei Punkte niedrieger.

Die Steuerung mit dem Dualshock 4 entspricht dem üblichen Standard. Es lassen sich sogar sechs verschiedene Controller-Layouts auswählen, die sich in einigen Tastenbelegungen und der Ausrichtung für Links- und Rechtshänder unterscheiden. Einzig die Belegung des Waffenrads auf die Touchpad-Taste ist zunächst sehr gewöhnungsbedürftig.

PC-Technik-Check

Nicht nur beim Szenario macht Mass Effect: Andromeda einen großen Sprung. Statt Unreal- steckt nun Frostbite-Technik unter der Haube. Mass Effect: Andromeda ist ein sehr hübsches Spiel geworden, daran gibt es kaum Zweifel. Insbesondere die PC-Version protzt mit sehr aufwendigen Die PC-Version bietet Möglichkeiten, die Optik-Pracht sogar jenseits Ultra -Einstellungen, dann wird allerdings eine schnelle Grafikkarte fällig. Quelle: PC Games Hardware Die PC-Version bietet Möglichkeiten, die Optik-Pracht sogar jenseits Ultra -Einstellungen, dann wird allerdings eine schnelle Grafikkarte fällig. Effekten, einer hohen Weitsicht, vielen Details, schicken Texturen und einer ansehnlichen volumetrischen sowie globalen Beleuchtung. Dabei protzt insbesondere die PC-Version mit technisch hochwertigen, schicken Effekten, etwa sehr imposanten, sauber gefilterten Reflexionen, einer tollen Tiefenschärfe samt Bokeh-Effekten, die in den Zwischensequenzen für Kino-Flair sorgt, sowie einer effizienten temporalen Kantenglättung. Die Detailstufe "Ultra" ist dabei noch nicht einmal das Maximum; Beleuchtung, Effekte sowie die Umgebungsverdeckung können noch über diese Stufe hinaus erhöht werden. Diese hohe Effektdichte und die aufwendigen Beleuchtungs- sowie Verschattungseffekte sorgen für eine sehr hohe Grafiklast, insbesondere bei maximierten Einstellungen.

Aktuelle Mittelklasse-Grafikkarten wie GTX 1060 oder RX 480 erzielen in Full HD mit maximalen Details Bildraten um 45 Fps, mit denen man durchaus ordentlich spielen kann. Ähnliches gilt für die alternde ehemalige Oberklasse in Form von GTX 970 oder R9 290. Vier Gigabyte Grafikspeicher reichen bis einschließlich WQHD. Mit maximalen Details sind 2.560 × 1.440 Pixel ab einer GTX 1070 gut spielbar.

Mit einer älteren (Mittelklasse-)GPU wie einer GTX 960, GTX 770 oder R9 280X solltet ihr für Full HD eher hohe Details ins Auge fassen, dann läuft das Sci-Fi-Abenteuer auch auf älterer Hardware flüssig. Allerdings gilt hier wie in allen anderen Fällen: Die Zwischensequenzen sind teils außerordentlich anspruchsvoll und drücken die Bildraten hin und wieder auch mal deutlich nach unten - wie gut, dass hier hohe Bildraten nicht zwangsweise nötig sind. Laufen die Cutscenes auf eurem Rechner deutlich zu langsam, reduziert zuerst einmal die Effektqualität, die Tiefenschärfe ist sehr aufwendig zu berechnen. Die CPU steht eher im Hintergrund, ein halbwegs aktueller Vierkern-Prozessor mit rund 3,5 GHz sollte es bestenfalls aber schon sein. Dazu habt ihr im günstigsten Fall 16 Gigabyte RAM und die Installation auf einer SSD.

Multiplayer-Modus und Einsatzteams

Wie schon der Vorgänger verfügt Mass Effect: Andromeda über einen kooperativen Mehrspieler-Modus. Dieser ist über die sogenanneten Einsatzteams mit der Kampagne verknüpft. Im Mehrspieler-Modus verkörpert ihr die Elitesoldaten der APEX-Miliz. Diese ist in der Andromeda-Galaxie mit diversen Kampfaufträgen betraut. Zunächst stehen euch zahlreiche menschliche Kämpfer in den gewohnten Klassen wie Soldat, Frontkämpfer und Wächter zur Auswahl. Jeder mit seinen eigenen Fähigkeiten. Kämpfer der anderen Völker wie Asari, Kroganer und die neuen Angara müssen erst über Lootboxen freigeschaltet werden.

In der Kampagne schickt ihr Einsatzteams auf Missionen, die ihr wahlweise auch selbst im Multiplayer spielen könnt. Quelle: PC Games In der Kampagne schickt ihr Einsatzteams auf Missionen, die ihr wahlweise auch selbst im Multiplayer spielen könnt. Durch absolvierte Kämpfe streicht ihr Erfahrungspunkte ein, die euren Kämpfer im Level aufsteigen lassen. Dabei verdient ihr Skillpunkte, mit denen ihr Spezialangriffe verbessert und die allgemeine Widerstandsfähigkeit erhöht. Zusätzlich rüstet ihr den Charakter mit den gewünschten Waffen und Boostern aus, die ihr ebenfalls über Versorgungspakete erhalten könnt. Die temporären Verbesserungen sorgen dann zum Beispiel für erhöhten Schaden oder mehr Erfahrungspunkte im Verlauf einer Partie.

Bis zu vier Spieler kämpfen auf derzeit fünf verschiedenen Karten. Das Angebot an Maps soll nach dem Release des Spiels kostenlos erweitert werden. In Wellen wehrt ihr Feinde ab, nehmt vorgegebene Punkte der Karte ein und schaltet spezielle Ziele aus. Nach jeder Partie erhält der Spieler MP-Credits, die im Store für neue Lootboxen ausgegeben werden können.

Auch in der Kampagne spielt die APEX-Miliz als Sicherheitstruppe der Nexus eine Rolle. Über ein Terminal stehen verschiedene APEX-Missionen zur Auswahl. Diese könnt ihr nun entweder selbst spielen, indem ihr direkt in den Mehrspieler-Modus wechselt, oder ihr schickt eure Einsatzteams auf die Mission. Das funktioniert ähnlich wie der Kartentisch in Dragon Age: Inquisition, ist hier jedoch völlig optional. Nach Ablauf der vorgegebenen Zeit kehren eure Einsatzteams zurück und erhalten Erfahrungspunkte. Dadurch verbessern sich die Teams mit der Zeit und können schwierigere Missionen absolvieren. Zusätzlich bekommt Ryder einige kleine Belohnungen wie Credits oder Rohstoffe. Auswirkungen auf die Handlung oder Quests gibt es nicht.

Bildergalerie

196
  1. Seite 1 Mass Effect: Andromeda im Test - Story, Charaktere, Entscheidungen
  2. Seite 2 Mass Effect: Andromeda im Test - Spielwelt, Hubs, Kampfsystem
  3. Seite 3 Mass Effect: Andromeda im Test - Skill- und Itemsystem, Bedienung und Technik, Fazit/Wertung
  4. Seite 4 Mass Effect: Andromeda im Test - Mängel auf der PS4, PC-Technik-Check und Multiplayer
    • Kommentare (196)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ludwig44 Stille/r Leser/in
        Mass Effect Andromeda, das Sterben eines großartigen Spieles. Quantität ist keine Qualität. Ich persönlich mach die Storyline dafür verantwortlich.. Da reist man 600 Jahre um einen Typen zutreffen der an einer gebrochenen Gasleitung steht und nicht in der Lage ist, diese am Hauptrad selber zu schließen. Terraforming mit Habitat 7, ich leg den Schalter um und die Strahlung verschwindet. Oder. Da schweben Erinnerungsblöcke am Himmel und durch diese erfahr ich, warum Andromeda überhaupt stattfand.. Die Struktur fehlt mir, für mich ist es zu verspielt.
      • Von ludwig44 Stille/r Leser/in
        Mass Effect Andromeda, das Sterben eines großartigen Spieles. Quantität ist keine Qualität. Ich persönlich mach die Storyline dafür verantwortlich.. Da reist man 600 Jahre um einen Typen zutreffen der an einer gebrochenen Gasleitung steht und nicht in der Lage ist, diese am Hauptrad selber zu schließen. Terraforming mit Habitat 7, ich leg den Schalter um und die Strahlung verschwindet. Oder. Da schweben Erinnerungsblöcke am Himmel und durch diese erfahr ich, warum Andromeda überhaupt stattfand.. Die Struktur fehlt mir, für mich ist es zu verspielt.
      • Von Vekho NPC
        Nach diesen ganzen Kommentaren mit "das ist scheiße" und " dies ist mist" will ich jetzt einfach mal sagen dass ich persönlich, dieses Spiel mega stark fand :) ! Es hatte Abenteuer, Gänsehaut feeling, Romantik, Epicness und eine ordentliche Portion Humor :D

        Danke Bioware dass ihr Mass Effect mit diesem Spiel weiter geführt habt. Ich hoffe die Geschichte von Ryder geht in die nächste Runde !
      • Von MrFob Nerd
        Zitat von OField
        War aber in me3 genauso, wenige Szenen ausgenommen, und in anderen Spielen reden die NPCs überhaupt nie miteinander oder nur sehr wenig.
        In ME3 war es total gescriptet, was mMn die bessere Loesung war. Da wusste man genau, nach Mission X ist Garrus bei Joker auf der Bruecke und sie machen Witze, nach Mission Y ist er mit Vega in der Kantine und so weiter. Dadurch hatte man aber nicht das Problem, mit dem Sound.

        Aber im grossen und ganzen passt die Tempest schon finde ich. Was will ich auch mit einem Tagesablauf im Weltraum. ;)
        Auch finde ich es eigentlich ganz cool, wie sich die einzelnen Szenarien veraendern, je nachdem wie weit man im Spielablauf ist.

        Zum Beispiel war Eos am Anfang ja eine verstrahlte Wueste, dann habe ich den Vault geknackt und der Himmel wurde blau, jetzt wo ich ein weig weg war und zurueck bin sind glaube ich nochmal mehr Pflanzen da und alles ist noch etwas heller geworden, vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein. Ist auch egal, sowas finde ich auf jeden Fall eine coole Idee und es entschaedigt ein weig fuer die wenigen Planeten finde ich.
      • Von linktheminstrel Mitglied
        Zitat von zukolada
        Lebendigkeit fehlt dir? Bitte nenne mir nur ein einziges Game, wo es mehr Interaktion und Lebendigkeit in bewohnbaren Gebieten gibt. Und auch dass alles auf einen selbst bezogen ist.

        GERADE das ist es, was mich fasziniert. Kein NPC oder Teammitglied ist an einen bestimmten Ort angetackert, wie bei 95% aller anderen Spiele. Immer befinden sich Personen woanders, interagieren untereinander. Und zwar nicht stumpf, sondern hat immer einen tieferen Sinn.

        Egal wo man ist, die Personen "leben" einfach... also wie man da von fehlender Lebendigkeit sprechen kann, ist mir schleierhaft.

        Bei JEDEM RPG ist es sonst nur vorgespielter Kram. In welchem RPG hast es denn nicht, dass die Protagonisten IMMER an der gleichen Stelle zu finden sind? Selbst bei Witcher 3 war das auch so.
        Also hier trumpft Mass Effect Andromeda mega auf.
        beispiele für spiele mit lebendiger spielwelt: 1. zelda majora's mask. wohl das erste spiel ,in dem jeder npc ein eigenleben führt, mit einem ganz eigenen 3-tages-rhytmus, in dem er sich in der welt von termina bewegt. so gut wie jeder charakter hat auch seine eigene geschichte und der spieler kann daran teilhaben.
        2. the elder scrolls skyrim: ähnlich wie bei majora's mask hat jeder einwohner von himmelsrand seine eigene story und seinen eigenen tagesablauf
        3. shenmue: auch in den spielen von yu suzuki, die mitlerweile schon einige jahre auf dem buckel haben, bewegen sich die charaktere aktiv im spiel, sind je nach wochentag und uhrzeit in anderen orten anzutreffen und man stolpert gerade in teil 1 dadurch in einige "zufällige" begegnungen, die für den spielablauf zwar nicht entscheidend sind, einem aber dennoch die charaktere etwas näher bringen und einem auch beim 3. mal durchspielen durchaus was neues zeigen können.
        4. das neue zelda:
        hier ist es zzwar auch so, dass sich die für die store entscheidenden figuren nicht bewegen, was allerdings auch kein fehler ist, aber die anderen figuren haben meist auch einen fixen tagesablauf, ihre eigenenen bedürfnisse und so bekommt man, wenn man sich mal in einem dorf länger befindet, einen viel genaueren einblick in das geschehen und merkt dem spiel die liebe zum detail an.
        in den games von bioware hingegen sind die figuren abseits der besatzung flüchtige begleiterscheinungen. von einer angesprochenen öffnung merke ich mal nichts. lebendige spielwelt? nicht wirklich, sondern eher eine marginal ausgearbeitete version des uralt-konzepts. in the witcher 3 sind da wenigstens die sidequests auch gut inzeniert, da hängt mass effect andromeda zumindest bis jetzt um galaxien hinterher.

        wie gesagt: mir geht einfach eine gewisse tiefe der spielwelt ab, die hubs sind zumindest bis jetzt einfach sehr langweilig gestaltet, wo the witcher, zelda, shenmue, gta und wie sie alle heißen jede menge unterhaltung bieten. die gespräche mit den gefährten sind auch in mass effect hochwertig, bis jetzt für mich sogar wieder ein stückchen besser gemacht als in inquisition, jedoch finde ich es schade, dass man nicht wie in gta auch mal was mit den gefährten auf landgang unternehmen kann. die bar auf nexus ist mal wieder etwas, was das problem von bioware perfekt aufzeigt. anstatt hier nen zeitvertreib für spieler einzubauen (pool, darts, ein kleines minigame auf nem rechner, ein kartenspiel, etc. ist diese einfach mal mit nicht ansprechbaren, komplett leeren hüllen gefüllt. die bardame gibt der hoffnung der menschheit dann ne einfache sammelaufgabe und das waar's vorerst auch schon von nem ort, wo sich die menschen, aber mmn auch der spieler amüsieren sollte.
      • Von OField Mitglied
        War aber in me3 genauso, wenige Szenen ausgenommen, und in anderen Spielen reden die NPCs überhaupt nie miteinander oder nur sehr wenig.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 07/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk