Mass Effect: Andromeda im Test - Skill- und Itemsystem, Bedienung und Technik, Fazit/Wertung

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Test Matthias Dammes - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Mass Effect: Andromeda im Test - Skill- und Itemsystem, Bedienung und Technik, Fazit/Wertung
Quelle: PC Games

Auf der dritten Seite unseres Tests von Mass Effect: Andromeda dreht sich alles um das Skill- und Itemsystem sowie die Bedienung und die technischen Fakten. Außerdem kommen wir zum Fazit und der Wertung.

Skill-Freiheit

Neben dem dynamischeren Ablauf der Kämpfe hat uns auch die Abschaffung der starren Klassengrenzen sehr gefallen. Zu Beginn des Spiels wird lediglich eine von sechs Ausbildungen für die Startfähigkeit des Protagonisten ausgewählt. Die benötigten Erfahrungspunkte für Levelaufstiege sammelt ihr vor allem durch Kämpfe und abgeschlossene Quests sowie einige Nebentätigkeiten wie die Erkundung von Planeten auf der Galaxiekarte. Mit jeder Charakterstufe verdient ihr Skillpunkte, die ihr völlig frei in die drei Bäume für Kampf-, Biotik- und Technik-Fähigkeiten investiert. Jeder Skill lässt sich zudem in sechs Stufen ausbauen, bei denen die letzten drei Stufen wie in Mass Effect 3 noch einmal unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten bieten.

Das offene Skillsystem erlaubt die freie Verteilung der Skillpunkte auf alle Tech-, Biotik- und Kampf-Fähigkeiten. Quelle: PC Games Das offene Skillsystem erlaubt die freie Verteilung der Skillpunkte auf alle Tech-, Biotik- und Kampf-Fähigkeiten. Die Menge der in die einzelnen Bäume investierten Skillpunkte bestimmt, welche Profile ihr freischaltet. Diese entsprechen den bekannten Klassen aus den Vorgängern und bieten zusätzliche passive Boni. Vorgefertigte Skillungen verbergen sich dahinter allerdings nicht. Eure Begleiter haben jeweils festgelegte Sets aus Fähigkeiten, die dem Hintergrund des Charakters entsprechen. So hat Cora zum Beispiel den passiven Skill "Asari-Kommando", weil sie vor ihrer Zeit in der Andromeda Initiative mehrere Jahre in einer solchen Asari-Elitetruppe gedient hat.

Zusätzlich zu diesen Kampffähigkeiten gibt es in Mass Effect: Andromeda spezielle Andromeda-­Perks. Diese werden durch den Nexus-Level verdient, den man wiederum durch seine Taten auf den verschiedenen Planeten steigert. Für jede Aktion oder Quest, die die Lebensfähigkeit auf einer der Welten von Andromeda steigert, bekommt ihr Punkte für den Nexus-Level. Nach jedem Aufstieg könnt ihr eine neue Gruppe von Personen aus der Cryostase auftauen. Dabei verdient ihr euch Vorteile wie kostenlose Rohstofflieferungen, Kampfboni oder Rabatte bei Händlern.

Sammler und Schrauber

Eine ähnliche Freiheit wie beim Skillsystem gibt es auch bei der Ausrüstung. Bis zu vier Waffenslots können mit einer beliebigen Kombination aus Pistolen, Sturm- und Scharfschützengewehren sowie Schrotflinten belegt werden. Dabei sollte man lediglich auf das Gewicht achten. Je mehr ihr mit euch rumschleppt, umso größer ist der Malus auf der Regenerationszeit eurer Fähigkeiten. Die Auswahl an Waffen ist groß und unterscheidet sich nicht nur durch verschiedene Schadenswerte. Während die bekannten Modelle aus der Milchstraße auf klassische Munition setzen, verschießen Remnant-Waffen reine Energie. Bei ihnen muss daher stattdessen auf die Überhitzung geachtet werden.

Mass Effect Andromeda: Im Kampf Quelle: PC Games Neue Ausrüstung findet ihr unter anderem als Beute bei besiegten Gegnern. Ähnlich viel Auswahl gibt es auch bei den Rüstungen. Dabei können Brustplatte, Helm, Arme und Beine auch aus unterschiedlichen Sets beliebig kombiniert werden. Eine Möglichkeit, um euch mit neuer Ausrüstung zu versorgen, ist das umfangreiche Handwerkssystem. Durch das Scannen von fremder Technologie und anderen relevanten Objekten in der Spielwelt werden Forschungspunkte gesammelt. Diese werden in Blaupausen investiert, die sich in bis zu zehn Stufen verbessern lassen. Aus diesen Vorlagen werden dann mithilfe gesammelter Ressourcen die verschiedensten Gegenstände hergestellt.

Das Handwerk ist völlig optional. Wer sich nicht damit beschäftigen möchte, findet auch genügend gute Ausrüstung als Loot bei Feinden und in Kisten sowie bei Händlern. Wer sich allerdings intensiv mit dem System befasst, die nötigen Rohstoffe und Blaupausen beschafft, kann vor allem durch die verschiedenen Augmentationen individuellere Gegenstände erschaffen. Nur als Beute bekommt man Mods, mit denen sich vor allem Waffen noch weiter anpassen lassen. Für kurzfristige Effekte sorgen verschiedene Verbrauchsgegenstände wie andere Munitionsarten oder Schildbooster. In der Handhabung sind diese allerdings nicht so intuitiv wie die alten dauerhaften Munitionsfähigkeiten.

Akzentfreies Sprechen

In einem Spiel, in dem Dialoge und Zwischensequenzen einen wichtigen Teil des Gesamterlebnisses ausmachen, ist die Auswahl der geeigneten Sprecher besonders wichtig. Bei Mass Effect: Andromeda ­haben sich die Macher spürbar sehr viel Mühe gegeben. Besonders die Wissenschaftsoffizierin Suvi bezaubert in der englischen Fassung mit einem niedlichen Akzent. In der deutschen Version geht das leider verloren. Quelle: PC Games Wissenschaftsoffizierin Suvi bezaubert in der englischen Fassung mit einem niedlichen Akzent. In der deutschen Version geht das leider verloren. schön gemachten Hintergrund-Unterhaltungen tragen hier sehr viel zur Atmosphäre bei. Das Gleiche gilt für den Umgang mit den Namen der Protagonisten. Wenn man sich für die Standard-Namen Scott und Sara entscheidet, wird im Spiel auch ausgiebig davon Gebrauch gemacht. Familienmitglieder und nahestehende Personen sprechen euch mit Vornamen an und auch der Held selbst stellt sich hin und wieder mit seinem vollen Namen vor. Das wirkt deutlich realistischer, als wenn der Vater sein Kind beim Nachnamen anspricht.

Auch viele direkte Dialogpartner können durchaus überzeugen. In einigen Fällen ist die Auswahl der Sprecher aber auch gründlich misslungen. So wirken einige von ihnen unpassend oder lassen persönliche Nuancen in der Stimme vermissen. Besonders auffällig ist das bei Figuren, die im englischen Original mit Akzent sprechen. Bestes Beispiel dafür ist die Wissenschaftsoffizierin Suvi. Im Englischen hat sie einen absolut hinreißenden Akzent, der Teil ihrer Persönlichkeit ist. In der deutschen Fassung geht das leider völlig verloren. Wer die sprachlichen Fähigkeiten mitbringt, für den ist die englische Sprachausgabe daher eine durchaus überlegenswerte Alternative. Und bei Bedarf können zusätzlich deutsche Bildschirm­texte aktiviert werden.

Nutzerfreundlichkeit mangelhaft

Bei Technik und Grafikoptionen lässt sich das Spiel nicht lumpen. (siehe Abschnitt zur PC-Technik auf der nächsten Seite) Völlig fehlerfrei ist das Spiel aber nicht. So ist es uns mehrmals passiert, dass bei Charakteren die Animationen eingefroren sind. Auch Abstürze mussten wir gelegentlich beobachten. Die Steuerung mit Maus und Tastatur lässt sich zwar frei belegen, hat aber ein paar Tücken. So ist es eher nervig, dass der Wechsel der Schulter nur auf Tastendruck funktioniert. Die Bedienung des Nomad empfanden wir mit Gamepad etwas angenehmer. Der Wechsel zwischen beiden Eingabemethoden ist übrigens fließend möglich. Nicht wirklich komfortabel fallen auch die Menüs aus. Besonders das Quest-Journal oder das Handwerksmenü nerven mit verschachtelten Ordnern und langen Listen, die es erschweren, den Überblick zu behalten. Maus-Over-Tooltips für zusätzliche Informationen fehlen. Statt des oft wenig hilfreichen Kompasses hätten wir uns lieber eine richtige Minimap gewünscht.

Der Neuanfang für die Mass Effect-Reihe ist ein sehr holpriger. Fast schon als wollten die Entwickler eine Reminiszenz an den schwierigen Start der Völker aus der Milchstraße in der Andromeda-­Galaxie erschaffen. Herausgekommen ist aber ein gutes Beispiel dafür, dass "mehr und größer" eben nicht immer besser ist.

Meinung und Wertung

Meinung

Wertung zu Mass Effect: Andromeda (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Mass Effect: Andromeda (PS4)

Wertung:

7.5 /10
Pro & Contra
Tolle Charaktere mit eigenen StorysFreies SkillsystemDynamische KämpfeUmfangreiches ItemsystemNomadAtmosphäre durch Banter und Hintergrundgespräche...Optionaler MultiplayerAbwechslungsreiche Planeten ...Kaum nennenswerte Ladezeiten (PC)
Lahme HauptstoryBlasser BösewichtRoter Faden geht ständig verlorenViele sinnlose NebenquestViele offene Fragen am Ende... die leider häufig abgebrochen werdenMenüs und Interface zu umständlich... die aber zu leblos sindViele Bugs und Glitches (vor allem in der PS4-Version)

Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite: "Mass Effect: Andromeda im Test - Mängel auf der PS4, PC-Technik-Check und Multiplayer"

    • Kommentare (196)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ludwig44 Stille/r Leser/in
        Mass Effect Andromeda, das Sterben eines großartigen Spieles. Quantität ist keine Qualität. Ich persönlich mach die Storyline dafür verantwortlich.. Da reist man 600 Jahre um einen Typen zutreffen der an einer gebrochenen Gasleitung steht und nicht in der Lage ist, diese am Hauptrad selber zu schließen. Terraforming mit Habitat 7, ich leg den Schalter um und die Strahlung verschwindet. Oder. Da schweben Erinnerungsblöcke am Himmel und durch diese erfahr ich, warum Andromeda überhaupt stattfand.. Die Struktur fehlt mir, für mich ist es zu verspielt.
      • Von ludwig44 Stille/r Leser/in
        Mass Effect Andromeda, das Sterben eines großartigen Spieles. Quantität ist keine Qualität. Ich persönlich mach die Storyline dafür verantwortlich.. Da reist man 600 Jahre um einen Typen zutreffen der an einer gebrochenen Gasleitung steht und nicht in der Lage ist, diese am Hauptrad selber zu schließen. Terraforming mit Habitat 7, ich leg den Schalter um und die Strahlung verschwindet. Oder. Da schweben Erinnerungsblöcke am Himmel und durch diese erfahr ich, warum Andromeda überhaupt stattfand.. Die Struktur fehlt mir, für mich ist es zu verspielt.
      • Von Vekho NPC
        Nach diesen ganzen Kommentaren mit "das ist scheiße" und " dies ist mist" will ich jetzt einfach mal sagen dass ich persönlich, dieses Spiel mega stark fand :) ! Es hatte Abenteuer, Gänsehaut feeling, Romantik, Epicness und eine ordentliche Portion Humor :D

        Danke Bioware dass ihr Mass Effect mit diesem Spiel weiter geführt habt. Ich hoffe die Geschichte von Ryder geht in die nächste Runde !
      • Von MrFob Nerd
        Zitat von OField
        War aber in me3 genauso, wenige Szenen ausgenommen, und in anderen Spielen reden die NPCs überhaupt nie miteinander oder nur sehr wenig.
        In ME3 war es total gescriptet, was mMn die bessere Loesung war. Da wusste man genau, nach Mission X ist Garrus bei Joker auf der Bruecke und sie machen Witze, nach Mission Y ist er mit Vega in der Kantine und so weiter. Dadurch hatte man aber nicht das Problem, mit dem Sound.

        Aber im grossen und ganzen passt die Tempest schon finde ich. Was will ich auch mit einem Tagesablauf im Weltraum. ;)
        Auch finde ich es eigentlich ganz cool, wie sich die einzelnen Szenarien veraendern, je nachdem wie weit man im Spielablauf ist.

        Zum Beispiel war Eos am Anfang ja eine verstrahlte Wueste, dann habe ich den Vault geknackt und der Himmel wurde blau, jetzt wo ich ein weig weg war und zurueck bin sind glaube ich nochmal mehr Pflanzen da und alles ist noch etwas heller geworden, vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein. Ist auch egal, sowas finde ich auf jeden Fall eine coole Idee und es entschaedigt ein weig fuer die wenigen Planeten finde ich.
      • Von linktheminstrel Mitglied
        Zitat von zukolada
        Lebendigkeit fehlt dir? Bitte nenne mir nur ein einziges Game, wo es mehr Interaktion und Lebendigkeit in bewohnbaren Gebieten gibt. Und auch dass alles auf einen selbst bezogen ist.

        GERADE das ist es, was mich fasziniert. Kein NPC oder Teammitglied ist an einen bestimmten Ort angetackert, wie bei 95% aller anderen Spiele. Immer befinden sich Personen woanders, interagieren untereinander. Und zwar nicht stumpf, sondern hat immer einen tieferen Sinn.

        Egal wo man ist, die Personen "leben" einfach... also wie man da von fehlender Lebendigkeit sprechen kann, ist mir schleierhaft.

        Bei JEDEM RPG ist es sonst nur vorgespielter Kram. In welchem RPG hast es denn nicht, dass die Protagonisten IMMER an der gleichen Stelle zu finden sind? Selbst bei Witcher 3 war das auch so.
        Also hier trumpft Mass Effect Andromeda mega auf.
        beispiele für spiele mit lebendiger spielwelt: 1. zelda majora's mask. wohl das erste spiel ,in dem jeder npc ein eigenleben führt, mit einem ganz eigenen 3-tages-rhytmus, in dem er sich in der welt von termina bewegt. so gut wie jeder charakter hat auch seine eigene geschichte und der spieler kann daran teilhaben.
        2. the elder scrolls skyrim: ähnlich wie bei majora's mask hat jeder einwohner von himmelsrand seine eigene story und seinen eigenen tagesablauf
        3. shenmue: auch in den spielen von yu suzuki, die mitlerweile schon einige jahre auf dem buckel haben, bewegen sich die charaktere aktiv im spiel, sind je nach wochentag und uhrzeit in anderen orten anzutreffen und man stolpert gerade in teil 1 dadurch in einige "zufällige" begegnungen, die für den spielablauf zwar nicht entscheidend sind, einem aber dennoch die charaktere etwas näher bringen und einem auch beim 3. mal durchspielen durchaus was neues zeigen können.
        4. das neue zelda:
        hier ist es zzwar auch so, dass sich die für die store entscheidenden figuren nicht bewegen, was allerdings auch kein fehler ist, aber die anderen figuren haben meist auch einen fixen tagesablauf, ihre eigenenen bedürfnisse und so bekommt man, wenn man sich mal in einem dorf länger befindet, einen viel genaueren einblick in das geschehen und merkt dem spiel die liebe zum detail an.
        in den games von bioware hingegen sind die figuren abseits der besatzung flüchtige begleiterscheinungen. von einer angesprochenen öffnung merke ich mal nichts. lebendige spielwelt? nicht wirklich, sondern eher eine marginal ausgearbeitete version des uralt-konzepts. in the witcher 3 sind da wenigstens die sidequests auch gut inzeniert, da hängt mass effect andromeda zumindest bis jetzt um galaxien hinterher.

        wie gesagt: mir geht einfach eine gewisse tiefe der spielwelt ab, die hubs sind zumindest bis jetzt einfach sehr langweilig gestaltet, wo the witcher, zelda, shenmue, gta und wie sie alle heißen jede menge unterhaltung bieten. die gespräche mit den gefährten sind auch in mass effect hochwertig, bis jetzt für mich sogar wieder ein stückchen besser gemacht als in inquisition, jedoch finde ich es schade, dass man nicht wie in gta auch mal was mit den gefährten auf landgang unternehmen kann. die bar auf nexus ist mal wieder etwas, was das problem von bioware perfekt aufzeigt. anstatt hier nen zeitvertreib für spieler einzubauen (pool, darts, ein kleines minigame auf nem rechner, ein kartenspiel, etc. ist diese einfach mal mit nicht ansprechbaren, komplett leeren hüllen gefüllt. die bardame gibt der hoffnung der menschheit dann ne einfache sammelaufgabe und das waar's vorerst auch schon von nem ort, wo sich die menschen, aber mmn auch der spieler amüsieren sollte.
      • Von OField Mitglied
        War aber in me3 genauso, wenige Szenen ausgenommen, und in anderen Spielen reden die NPCs überhaupt nie miteinander oder nur sehr wenig.
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