Das passiert, wenn man bei Höchstgeschwindigkeit 
zu heftig bremst. Das passiert, wenn man bei Höchstgeschwindigkeit zu heftig bremst. Simple Fahrphysik und verrückte Spielmodi - genug für ein gutes Fun-Rennspiel? Mashed ist eines dieser Spiele, die man am liebsten in die dunkelste Ecke feuern möchte, nur um sie im nächsten Moment wieder hervorzukramen und mit ungebrochenem Ehrgeiz weiterzuspielen. Denn: Trotz durchwachsener Technik und mitunter schlicht dümmlich positionierter Kamera macht Mashed so süchtig wie kaum ein anderes Fun-Rennspiel - jedenfalls im Mehrspieler-Modus.

Singleplayer-Frust

Das Spielprinzip ist denkbar simpel: Mit Sportwagen, Jeep oder einem der elf anderen Vehikel heizen maximal vier Raser über Eispisten, Wüstenetappen und Autobahnen. Der Spruch "Wer bremst, verliert" ist hier übrigens wörtlich zu nehmen: Aufgrund des Arcade-Fahrverhaltens im Stile von Micro Machines lassen sich die Wagen auch mit ständig durchgetretenem Gaspedal ins Ziel lenken. In der Einzelspieler-Meisterschaft gewinnen Sie neue Autos und schalten insgesamt 13 Strecken frei. Allzu aufdringliche Gegner schubst man mittels Raketenwerfer, Maschinengewehr oder Minenleger aus dem Weg, die in überall auf der Strecke verteilten Power-ups versteckt sind. Gestört wird die Spielfreude leider von Schwächen in der Umsetzung. Größter Frustfaktor: die nicht frei wählbare Kameraposition. Sie erleben die Rennen bei
Mashed aus häufig wechselnden Blickwinkeln, von der Vogelperspektive bis zur Verfolgeransicht. Im schlimmsten Fall wechselt die Kamera innerhalb weniger Sekunden zwischen mehreren Positionen hin und her. Es kommt sogar recht häufig vor, dass man ganz am oberen Bildschirmrand fährt und nicht die vor einem liegende Strecke einsehen kann - Zusammenstöße aufgrund der unübersichtlichen Perspektive sind vorprogrammiert. Dauerhaft motiviert der Einzelspie- ler-Modus nicht - die Frustmomente überwiegen.

Multiplayer-Freuden

Ohne die einsammelbaren Waffen und Goodies hat man in vielen Rennen keine Chance. Ohne die einsammelbaren Waffen und Goodies hat man in vielen Rennen keine Chance. Anders der Mehrspieler-Part: Zwar hat man auch hier mit schlechter Kameraführung zu kämpfen. Aber zum einen sorgen unfreiwillige Abflüge im Duell mit Freunden eher für herzhaftes Gelächter als für Gräme, zum anderen kommt das spürbar auf Multiplayer-Partien ausgelegte Spielprinzip erst hier zur vollen Entfaltung. Menschliche Rivalen reagieren überraschender als die KI-gesteuerten Fahrer, setzen sich taktisch klüger zur Wehr und tappen nicht so leicht in offensichtliche Fallen. Außerdem entsteht im Spiel mit zwei bis vier Leuten vor einem PC eine viel gespanntere Atmosphäre als im sterilen Einzelspieler-Modus.

Bildergalerie

Wertung zu Mashed: Drive to Survive (PC)

Wertung:

7.5 /10

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