Mario Kart World: Ein hervorragender Fun-Racer, aber hätte es die Open World wirklich gebraucht?

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Test Carlo Siebenhüner - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Mario Kart World: Ein hervorragender Fun-Racer, aber hätte es die Open World wirklich gebraucht?
Quelle: Nintendo

Mario Kart World ist da und will ein schweres Erbe antreten. Wir haben geschaut, ob die Open World funktioniert und ob Mario Kart auch 2025 noch den gleichen Charme wie immer versprüht.

Ebenfalls viel Abwechslung bietet auch der brandneue Spielmodus Knock-out-Tour. Hier fahrt ihr ein zusammenhängendes Rennen quer durch die Spielwelt. Euer Ziel ist es, euch immer so weit wie möglich vorn zu halten, denn an bestimmten Streckenabschnitten scheiden die letzten Fahrer aus.

Mario Kart geht K.O.

Diese Rennen dauern dann nun wirklich richtig lang, denn hier gibt es keine kurzen Unterbrechungen. Ihr fahrt komplett am Stück und auch das hat seine Vor- und Nachteile. Längere Rennen sorgen natürlich für langanhaltendere Spannung und mehr Möglichkeiten, sich doch noch nach vorn zu kämpfen. Allerdings ist der Frustfaktor selbstverständlich noch mal um einiges höher, denn wer nach einem 10-Minuten-Rennen durch Pech doch noch abgehängt wird, ärgert sich umso mehr.

Mario auf der Super Mario Bros. Piste. Quelle: Nintendo Nintendo versucht, dem etwas entgegenzuwirken, indem sie den KI-Fahrern ein leichtes Gummiband anlegen. Wie immer gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade in Form der Kubikklassen 50, 100 und 150. Eine 200er-Klasse gibt es zum Start nicht. Trotzdem hatten wir hauptsächlich in der K.O.-Tour das Gefühl, dass sich die KI im gewissen Rahmen trotzdem an uns anpasst.

Haben wir etwa mal komplett auf das Driften in Kurven verzichtet, das uns einen Geschwindigkeitsboost beschert, haben sich auch die KI-Gegner weniger in die Kurve gelegt. So konnten wir trotzdem in der höchsten Klasse gut vorn mitfahren. Haben wir dagegen das gesamte Repertoire an Tricks genutzt, dann kamen uns auch die Computer-Fahrer wieder aggressiver vor.

Trotzdem hatten wir nie das Gefühl, dass dieser Gummiband-Effekt überhandnimmt, und oft genug haben uns die KI-Kameraden in der höchsten Klasse doch noch geschlagen oder lagen auch mal uneinholbar vorn. Ganz allgemein hat uns die K.O.-Tour wirklich ausgezeichnet gefallen. Die Rennen sind spannend und nutzen die Open World voll aus.

Ganz viel Trickserei

Übrigens bietet Mario Kart World für das Movement nicht nur den Drift, um zusätzliche Herausforderungen zu liefern, sondern legt ganz allgemein einen großen Fokus auf Tricks auf und abseits der Strecke. So schlittert ihr jetzt über Geländer, fahrt an Wänden lang oder bringt euren Fahrer dazu, Stunts in der Luft zu machen.

Der Clou dabei ist, dass euch jetzt auch das Grinden und an der Wand fahren ebenfalls einen Boost bescheren. Stellenweise prallt man auch mit Geschwindigkeit von Laternen oder NPC-Fahrern ab. Durch den jetzt etwas offeneren Ansatz auch innerhalb der Strecken ergibt sich so viel Spielraum für geheime Wege und Abkürzungen. Die gibt es zwar auch von Haus aus, aber geschickte Spieler dürften schnell noch verrücktere Wege finden.

Das könnte dann zwar dazu führen, dass gerade Casual-Spieler im Multiplayer schnell abgehängt werden, wenn ein Pro auf dem ersten Platz quer über die Strecke hopst, aber es ist eine tolle Möglichkeit, Langzeitmotivation zu bieten.

Das Key Artwork von Mario Kart World Quelle: Nintendo Die Tricks werden dann auch in der freien Fahrt in der Open World wichtig. Die gibt es dann nämlich auch noch, obwohl wir sie beim ersten Spielstart schon fast übersehen haben. Denn auch wenn Nintendo die offene Welt als das große Ding angekündigt hat, sitzt der Button für die freie Fahrt dann doch unscheinbar rechts unten im Hauptmenü.

Die Open World enttäuscht

Düst ihr ohne Ziel über den großen Kontinent, könnt ihr euch natürlich einerseits alle Strecken und alle Biome ohne Ladezeiten anschauen. Die sind allesamt sehr hübsch gestaltet und vollgestopft mit kleinen Easter Eggs und Anspielungen für Mario-Fans. Es gibt allerdings auch einiges zu tun. So gibt es immer wieder kleine Fast-Food-Läden von Yoshi, an denen sich die Fahrer einen Snack eintüten können. Der gibt nicht nur einen Boost, sondern schaltet auch zufällig einen neuen Skin für den Charakter frei.

Abseits davon warten mit den P-Schaltern unzählige kleine Herausforderungen auf euch. Da müsst ihr eine bestimmte Strecke vor Ablauf des Timers abfahren, Münzen einsammeln oder mit einem Zug um die Wette fahren. Die Aufgaben sind nett und man kann sich definitiv auch in ihnen verbeißen, denn manche davon sind ziemlich knackig.

Die Wall-Run-Challenge im Shy-Guy-Bazaar wird euch etwa einige Nerven kosten. Obendrauf gibt es mit Fragezeichen-Platten und Peach-Medaillen auch noch eine Menge Sammelgegenstände. Bis auf die Fragezeichen wird allerdings nirgendwo festgehalten, wie viele man von den Dingern jetzt schon gefunden hat und vor allem, wie viele jetzt noch fehlen.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Weedotastisch Gelegenheitsspieler/in
        Ja, stimmt schon, eigentlich das Wesentliche zusammengefaßt.

        Ich finde "MK World" echt gelungen, leider trüben halt einige Aspekte das Gesamtgeschehen. Ich würde das Spiel gleich wiederkaufen, aber leider hakt es schon etwas.

        1. Das Spiel ist keine 90€ wert, selbst mit 80€ digital ist das ganze zuviel.

        2. Versuch mal im Grand Prix auf hohen Stufen jedes Mal als erstes ins Ziel zu gehen, ist fast unmöglich, da der Zufall da zu stark eingreift. Das war früher auf dem N64 noch anders, da konntest dann schon so ZENmäßig das Fahren perfektionieren. Jetzt haut es einem ständig 50 Meter vor dem Ziel irgendwelche Knüppel zwischen die Beine und dann kackst ab, obwohl halt vorher drei sehr gute Runden fährst. Das kann mal sein, ist ein Funracer, aber als Grundkonzept ist es verkehrt, das nervt.

        3. Die Open World schaut aus wie ein ein Mann Mod-Projekt auf Steam. Was geht denn eigentlich? Arsch auf oder wie? :D Also da muß n e Story nachgeschoben werden, die da die Openworld mit den Grand Prixes verzahnt.

        4. Die Strecken sind echt gelungen und es macht viel Spaß, aber alles wirkt irgendwie beliebig. Früher hattest voll den Bezug zu (D)EINER Strecke, heute fährst halt irgendeine Bahn ab.

        Ist halt am Ende wie bei vielen, es wird zu "casual". Früher hast vermeiden müssen, daß einmal gegen was stößt, beim zweiten Mal warst halt echt raus/weit hinten. Heute fährst gegen 20 Sachen und trotzdem auf der schwersten Stufe um Platz 1 mit. Irgendwie sind es zuviele Items und zuviele blaue Panzer. Warum muß mich ein Panzer in der Luft erwischen, macht das Sinn? Jaja, heul, heul, heul. Viel Dreck halt, weil man den eigenen Entwicklerhirnfürzen frönt oder meint dem Pöbel etwas recht machen zu müßen.

        Am Ende ist es n geiles Spiel, ich sehe über die Macken hinweg, die nicht sein müßten (da Geld/Zeit/Expertise bei Nintendo genug vorhanden sind) und die mich deshalb doppelt schmerzen (gerade wegen dem Preis), und gönn mir da jeden Tag ne Runde, ohne gehts nicht mehr Leute! :D

        PS: Da kann Nintendo jetzt aber erstmal fett gratis nachlegen, bevor die Cashcow angemolken wird, da hat man sich schon etwas geleistet, was man jetzt ausbügeln muß.
      • Von Weedotastisch Gelegenheitsspieler/in
        Ja, stimmt schon, eigentlich das Wesentliche zusammengefaßt.

        Ich finde "MK World" echt gelungen, leider trüben halt einige Aspekte das Gesamtgeschehen. Ich würde das Spiel gleich wiederkaufen, aber leider hakt es schon etwas.

        1. Das Spiel ist keine 90€ wert, selbst mit 80€ digital ist das ganze zuviel.

        2. Versuch mal im Grand Prix auf hohen Stufen jedes Mal als erstes ins Ziel zu gehen, ist fast unmöglich, da der Zufall da zu stark eingreift. Das war früher auf dem N64 noch anders, da konntest dann schon so ZENmäßig das Fahren perfektionieren. Jetzt haut es einem ständig 50 Meter vor dem Ziel irgendwelche Knüppel zwischen die Beine und dann kackst ab, obwohl halt vorher drei sehr gute Runden fährst. Das kann mal sein, ist ein Funracer, aber als Grundkonzept ist es verkehrt, das nervt.

        3. Die Open World schaut aus wie ein ein Mann Mod-Projekt auf Steam. Was geht denn eigentlich? Arsch auf oder wie? :D Also da muß n e Story nachgeschoben werden, die da die Openworld mit den Grand Prixes verzahnt.

        4. Die Strecken sind echt gelungen und es macht viel Spaß, aber alles wirkt irgendwie beliebig. Früher hattest voll den Bezug zu (D)EINER Strecke, heute fährst halt irgendeine Bahn ab.

        Ist halt am Ende wie bei vielen, es wird zu "casual". Früher hast vermeiden müssen, daß einmal gegen was stößt, beim zweiten Mal warst halt echt raus/weit hinten. Heute fährst gegen 20 Sachen und trotzdem auf der schwersten Stufe um Platz 1 mit. Irgendwie sind es zuviele Items und zuviele blaue Panzer. Warum muß mich ein Panzer in der Luft erwischen, macht das Sinn? Jaja, heul, heul, heul. Viel Dreck halt, weil man den eigenen Entwicklerhirnfürzen frönt oder meint dem Pöbel etwas recht machen zu müßen.

        Am Ende ist es n geiles Spiel, ich sehe über die Macken hinweg, die nicht sein müßten (da Geld/Zeit/Expertise bei Nintendo genug vorhanden sind) und die mich deshalb doppelt schmerzen (gerade wegen dem Preis), und gönn mir da jeden Tag ne Runde, ohne gehts nicht mehr Leute! :D

        PS: Da kann Nintendo jetzt aber erstmal fett gratis nachlegen, bevor die Cashcow angemolken wird, da hat man sich schon etwas geleistet, was man jetzt ausbügeln muß.
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