PlayStation verliert hunderte Millionen: Warum Marathon und Destiny 2 zum finanziellen Problem werden
Bungie wird für PlayStation gerade richtig teuer. Ein neuer Finanzbericht zeigt, wie stark Marathon und Destiny 2 die Bewertung des Studios belastet haben.
Sony hat im vergangenen Geschäftsjahr einen deutlichen Wertverlust rund um Bungie verbucht. Grund dafür sind vor allem der schwächere Lauf von Destiny 2 und Bungies neuer Extraction Shooter Marathon, der trotz Mega-Budget stark hinter den Erwartungen hinkt, der PlayStation offenbar deutlich weniger gebracht hat als erhofft.
Bungie kostet PlayStation 765 Millionen Dollar: Marathon und Destiny 2 bleiben hinter Erwartungen
Wie Sony im Finanzbericht für das Geschäftsjahr 2025/2026 angibt, musste das Unternehmen eine Wertminderung von 120,1 Milliarden Yen auf immaterielle und andere Vermögenswerte von Bungie einrechnen. Umgerechnet sind das rund 765 Millionen US-Dollar.
Eine Wertminderung heißt in diesem Fall nicht, dass Sony diese Summe direkt ausgegeben oder verloren hat. Gemeint ist: Bungie wurde in den Büchern höher bewertet, als der Konzern den tatsächlichen, wieder einbringbaren Wert aktuell einschätzt. Bungie war für PlayStation im vergangenen Geschäftsjahr rund 765 Millionen Dollar weniger wert als erwartet.
Sony hatte bereits im zweiten Quartal eine Wertminderung von 31,5 Milliarden Yen gemeldet, also etwa 200 Millionen Dollar. Diese Summe hing mit der schwächeren Performance von Destiny 2 zusammen. Im vierten Quartal kam dann eine weitere Wertminderung von 88,6 Milliarden Yen dazu, also noch einmal rund 565 Millionen Dollar.
Gerade dieser zweite Teil fällt in den Zeitraum, in dem Bungie Marathon (jetzt kaufen 0,99 € / 35,99 € )veröffentlicht hat. Der Hardcore-Extraction-Shooter soll Berichten zufolge mehr als 200 Millionen Dollar in der Entwicklung gekostet haben, kämpft seit dem Start aber mit einer sinkenden Spielerbasis.
PlayStation wächst trotz Bungie-Verlust weiter
Trotz der hohen Bungie-Abschreibung hat Sony insgesamt besser abgeschnitten als im Vorjahr. Das operative Ergebnis ist im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr um 12 Prozent gestiegen.
Dazu haben unter anderem höhere Einnahmen aus Netzwerkdiensten und positive Wechselkurseffekte beigetragen. Für das nächste Geschäftsjahr erwartet Sony sogar ein weiteres Plus von 30 Prozent beim operativen Ergebnis. Ein Grund dafür ist auch, dass die große Wertminderung rund um Bungie dann nicht noch einmal in dieser Form anfällt.
Für PlayStation bleibt Bungie trotzdem ein heikles Thema. Sony hatte den Destiny-Entwickler 2022 für 3,6 Milliarden Dollar übernommen. Ob Bungie mit Marathon, Destiny 2 und kommenden Projekten wieder stärker liefern kann, dürfte nun eine der wichtigsten Fragen für Sony bleiben.
Zockt ihr Marathon weiterhin gerne oder ist das Spiel für euch leider schon abgeschrieben? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Ich hoffe das bei den katastrophalen Zahlen Bungie nicht zur nächsten Studioschliessung dort wird. 😕