Mainboards für AMD und Intel: Formate, Ausstattung und Coffee Lake

4
Special Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Mainboards für AMD und Intel: Formate, Ausstattung und Coffee Lake
Quelle: ASRock

In unserem Special erklären wir, wofür ein Mainboard da ist und was ihr beim Kauf beachten solltet: Sockel, Chipsätze und Bauformate sind dabei die Kernpunkte unserer Kaufberatung. Zudem haben wir 100 Mainboards in einer Marktübersicht vorbereitet - jeweils 50 Modelle für Intels Coffee Lake-CPU (Sockel 1151) und AMDs Sockel AM4 für Ryzen-Prozessoren.

Eine Frage des Formates

Damit man sich keine Sorgen zu machen braucht, ob ein Mainboard in ein Gehäuse hineinpasst, gibt es ATX-Normen. Bei Mainboards findet ihr vor allem bei den Baugrößen ATX und µATX (auch als mATX zu finden) eine große Auswahl sowie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mini-ITX-Mainboards sind wiederum nur für besonders kleine Gehäuse gedacht und in Relation zur Ausstattung teuer. Die großen E-ATX-Mainboards wiederum sind nur für besonders große Tower geeignet - solche Mainboards finden sich aber kaum im Mainstream-Segment, sie sind eher im Bereich von Server-Mainboards zu finden, da dort oftmals mehr RAM-Slots und Sata-Anschlüsse Platz finden müssen als bei einem normalen Büro- oder Spiele-PC.

Die µATX oder auch mATX-Baugröße ist gut am eher quadratischen Format zu erkennen - hier ein Asus TUF B350M-Plus Gaming Quelle: Asus Die µATX oder auch mATX-Baugröße ist gut am eher quadratischen Format zu erkennen - hier ein Asus TUF B350M-Plus Gaming Wichtig zu wissen ist nur: das von euch verwendete Gehäuse gibt die maximal mögliche Mainboardgröße an. In einen ATX-Tower könnt ihr also ein Mainboard mit Mini-ITX-, µATX- oder ATX-Format einbauen. In ein µATX-Gehäuse passt aber ein ATX-Mainboard nicht hinein. Ein Kauftipp: da alle wichtigen Komponenten und Anschlüsse auch auf einem µATX-Modell Platz finden und man heutzutage auch selten mehr als zwei Steckkarten verwendet (Grafikkarte und eventuell noch eine Soundkarte), spricht nichts dagegen, wenn ihr zu einem µATX-Mainboard greift, sofern dieses günstiger als ein vergleichbares ATX-Modell ist. Lediglich auf die Anzahl an RAM-Slots solltet ihr achten, hier haben einige µATX-Mainboards nur zwei Stück statt der beim ATX-Format üblichen vier Stück.

Was muss ein Mainboard bieten?

Für die meisten Spieler reicht selbst ein Modell für ab 60 Euro heutzutage völlig aus. So gut wie jedes moderne Mainboard für die aktuellen relevanten Sockel von AMD und Intel bietet jeweils mindestens einen vollwertigen PCIe-Slot für Grafikkarten, mindestens vier Sata-Anschlüsse, Onboardsound, LAN und mindestens jeweils sechs USB-Anschlüsse für die PC-Rückseite und sowie einen zum Anschluss eines Gehäuse-Frontpanels. Mehr Ausstattung brauchen nur wenige Nutzer.

Nur wenn ihr also sicher wisst, dass ihr mehr Ausstattung benötigt, müsst ihr euch etwas genauer umsehen. Ansonsten lohnen sich teurere Mainboards für mehr als 120 Euro nur dann, wenn ihr die CPU übertakten wollt oder auch wenn ihr mehr als eine Grafikkarte gleichzeitig im PC betreiben möchtet (AMD: Crossfire; Nvidia: SLI). Bei Intels Sockel 1151 lassen sich nur CPUs übertakten, die ein K hinter der Modellnummer stehen haben. Zudem ist ein Chipsatz mit einem Z im Namen nötig. Worauf aber selbst Nutzer, die nicht übertakten und auch nur eine einzige Grafikkarte betreiben wollen, achten könnten: die Anzahl an Anschlüssen für Lüfter.

Gigabyte Z370 Aorus Gaming 5 für Intel Coffee Lake-Prozessoren. Quelle: Gigabyte Gigabyte Z370 Aorus Gaming 5 für Intel Coffee Lake-Prozessoren. Denn es kann nicht schaden, wenn man mehr als nur zwei Lüfter direkt am Mainboard anschließen kann, da man diese dann per Software oder BIOS-Funktion gut ansteuern kann und in der Summe später einen leiseren PC hat als mit Lüftern, die man direkt mit dem Netzteil verbinden muss.

Intel Sockel 1151: Das Coffee Lake-Dilemma

Auf der ersten Seite hatten wir euch bereits erklärt, was es mit dem Sockel und Chipsätzen auf sich hat. Beim Sockel 1151 von Intel gibt es einen Sonderfall: obwohl die noch relativ neuen Coffee Lake-Prozessoren wie der Core i5-8400 oder Core i7-8700K für den Sockel 1151 gedacht sind, könnt ihr viele Sockel 1151-Mainboards nicht für die neuen CPUs verwenden, und zwar die Mainboards, die einen 100er- oder 200er-Chipsatz wie H170 oder Z270 bieten. Bis vor kurzem war ausschließlich der zusammen mit den Coffee Lake-CPUs veröffentlichte Chipsatz Z370 kompatibel zu den neuen Prozessoren, inzwischen gibt es auch die weitere kompatiblen Chipsätze der 300er-Familie. Doch das ist noch nicht alles: die neueren 300er-Chipsätze sind wiederum inkompatibel zu den Sockel 1151-CPUs der Familien Skylake und Kaby Lake (zum Beispiel Core i5-6000er- oder Core i7-7000er-Serie). Wer also eine Sockel 1151-CPU kauft oder bereits besitzt, muss genau darauf achten, welches Sockel 1151-Mainboard er sich besorgt. Hinzu kommt noch die bereits zuvor genannte Einschränkung: nur K-CPUs sind bei Intels Sockel 1151 übertaktbar, zudem wird ein Mainboard mit Z-Chipsatz benötigt.

4
  1. Seite 1 Mainboards für AMD und Intel: Funktionen, Sockel und Chipsätze
  2. Seite 2 Mainboards für AMD und Intel: Formate, Ausstattung und Coffee Lake
  3. Seite 3 Mainboards für AMD und Intel: Marktübersicht mit 100 Mainboards
    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1712481002 Mitglied
        Zitat von Free23
        Was für eine Grafikkarte hast du drin? Danke schonmal für die Antwort ;)
        Eine MSI GTX 960 4G
        Ich zocke aber auch nicht in 4K...man muss ja nicht jeden unsinnigen Trend mitgehen...Mir reicht Max / Ultra Details / AA etc. (was verfügbar ist) und ne hohe Auflösung.
        Dafür das die Komponenten alles in allem echt nicht teuer waren bin ich echt zufrieden!

        Dachte erst mein Netzteil müsste auch neu aber das hält schon ewig..darf ich überhaupt nicht erzählen ^^
      • Von Gast1712481002 Mitglied
        Zitat von Free23
        Was für eine Grafikkarte hast du drin? Danke schonmal für die Antwort ;)
        Eine MSI GTX 960 4G
        Ich zocke aber auch nicht in 4K...man muss ja nicht jeden unsinnigen Trend mitgehen...Mir reicht Max / Ultra Details / AA etc. (was verfügbar ist) und ne hohe Auflösung.
        Dafür das die Komponenten alles in allem echt nicht teuer waren bin ich echt zufrieden!

        Dachte erst mein Netzteil müsste auch neu aber das hält schon ewig..darf ich überhaupt nicht erzählen ^^
      • Von Free23 Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Phone
        Habe mir vor einer Woche nen Ryzen 5 mit 6 Kernen -3.6 ghz auf dem X370 Gaming Pro Carbon gekauft von MSI.
        Dazu noch Corsair 16 gb Speicher .
        War nicht so teuer und läuft TOP.
        Ob AC Origin / Kingdome Come oder Far Cry 5 läuft alles auf Max.

        Selbst unter Win 7 war es problemlos zu installieren.
        Was für eine Grafikkarte hast du drin? Danke schonmal für die Antwort ;)
      • Von SamuelDonar Gelegenheitsspieler/in
        Nach über 2 Jahren wäre dann auch mal was Neues fällig. wobei die alte Kiste noch rennt wie ne 1. Was mich interessiern würde, wäre die nächste Grafikkartengeneration, aber bei dem Preislevel? Ähm....nö. :D
      • Von Gast1712481002 Mitglied
        Habe mir vor einer Woche nen Ryzen 5 mit 6 Kernen -3.6 ghz auf dem X370 Gaming Pro Carbon gekauft von MSI.
        Dazu noch Corsair 16 gb Speicher .
        War nicht so teuer und läuft TOP.
        Ob AC Origin / Kingdome Come oder Far Cry 5 läuft alles auf Max.

        Selbst unter Win 7 war es problemlos zu installieren.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk