Intel-Mainboards: große Marktübersicht und Tipps zum Kauf für die Sockel 1150, 1151 und 2011-3 (Stand: August 2015)

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Intel-Mainboards: große Marktübersicht und Tipps zum Kauf für die Sockel 1150, 1151 und 2011-3
Quelle: Asrock

Der Mainboardmarkt für die Intel Sockel 1150 und 2011-3 sowie den neuen Sockel 1151 (Skylake-CPUs) ist riesig. Wir haben 104 Modelle für eine Marktübersicht herausgesucht, wobei der Schwerpunkt auf den beiden Mainstream-Sockeln 1150 und 1151 liegt.

Für einen Spiele-PC bietet derzeit der Sockel 1150 von Intel eine hervorragende Basis für ein System mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, und auch die schon erhältlichen neuen Skylake-CPUs für den neuen Sockel 1151 bieten viel Leistung fürs Geld, sofern man übertakten möchte (bisher sind nur die beiden zum Übertakten gedachten K-CPUs i5-6600K und i7-6700K zu haben).

Was den Mainboardmarkt angeht, steht man vor einer riesigen Menge an unterschiedlichsten Modellen: bei den aktuellen Sockeln 1150, 1151 und 2011-3 sind es über 450 Mainboards, die auf Preisvergleichseiten zu finden sind. Wir haben allein für den Sockel 1150 mehr als 60 Modelle herausgesucht - zur besseren Übersicht haben wir diese Mainboards auf drei getrennte Tabellen verteilt, und zwar aufgeteilt in die drei derzeit wichtigen Bauformate Mini-ITX (für Wohnzimmer-PCs/HTPCs zu empfehlen), µATX (auch mATX oder Micro-ATX) und ATX. Der neue Sockel 1151 bietet derzeit etwa 40 Mainboards - 20 davon findet ihr in unserer Übersicht. Beim Sockel 2011-3 kommen wir in der entsprechenden Martkübersichts-Tabelle ebenfalls auf 20 Mainboards. Bevor wir zu den Markübersichten kommen, haben wir aber noch einige allgemeine Tipps zum Kauf.

PCI, PCIe und Multi-GPU

Für einen Spiele-PC ist ein PCie-Slot in x16-Bauweise für Grafikarten selbstverständlich. Je nach Mainboardmodell habt ihr aber noch weitere Slots im PCIe- oder auch der älteren PCI-Format, die für Zusatzsteckkarten wie eine Soundkarte oder WLAN-Karte gedacht sind. Bei vielen Mainboards können bei Bedarf mehrere Grafikkarten gleichzeitig verwendet werden (auch Multi-GPU genannt). Bei AMD-Grafikkarten spricht man von Crossfire, Nvidia arbeitet mit der Bezeichnung SLI.

Mini-ITX-Format: Gigabyte GA-H97N Wifi Quelle: Gigabyte Mini-ITX-Format: Gigabyte GA-H97N Wifi Hier gilt es aber, genau aufzupassen: viele Mainboards beherrschen zwar Crossfire oder SLI oder auch beides, bieten dann aber keinen vollen x16-Speed mehr, sondern laufen elektrisch nur mit x8-Speed - dies ist zwar nur ein kleiner Nachteil, aber man sollte sich dessen bewusst sein. Mainboards, die auch bei Multi-GPU-Nutzung vollen x16-Speed erlauben, sind allerdings wiederum vergleichsweise teurer.

Bauformat und Slot-Anzahl beachten

Die meisten Gehäuse bieten den ATX-Standard. Hier passen alle Mainboards hinein, die nicht größer als das ATX-Format sind - ihr könnt also auch ein µATX-Mainboard in ein ATX-Gehäuse einbauen. Umgekehrt ist es aber nicht möglich - das Gehäuse gibt also jeweils das maximale Bauformat des Mainboards an. Für einen normalen Spiele-PC empfehlen wir einen ATX-Midi-Tower und dazu ein Mainboard mit dem ATX- oder µATX-Standard. Das kleine Mini-ITX-Format solltet ihr nur dann nehmen, wenn ihr einen sehr kleinen PC mit einem Mini-ITX-Gehäuse zusammenbauen wollt. Denn Mini-IXT bietet nur einen einzigen PCie-Slot, zwei RAM-Slots und zudem rund um den CPU-Sockel auch weniger Platz als ATX und µATX. Auch sind Mini-ITX-Modelle trotz magerer Austattung relativ teuer. Ganz allgemein solltet ihr natürlich stets bei der Mainboardwahl vorher genau entscheiden, ob ihr neben der Grafikkarte noch weitere Zusatzkarten einbauen wollt, eventuell auch erst in der Zukunft. Denn falls ihr dies vorhabt, kann je nach Platzierung der Zusatzslots ein Problem entstehen, da die Kühlergehäuse moderner Spiele-Grafikkarten zwei bis drei Slots in Anspruch nehmen können.

ASRock Z97 Pro4 Quelle: Asrock ASRock Z97 Pro4 Vor allem wenn ihr zu einem µATX-Mainboard greift, kann es passieren, dass nach Einbau der Grafikkarte beispielsweise der eventuell einzig vorhandene PCI-Slot verdeckt wird - wenn ihr dann eine Soundkarte mit dem älteren PCI-Standard einbauen wollt, funktioniert dies nicht. ATX bietet euch daher in aller Regel mehr Optionen. Umgekehrt ergibt sich daraus aber auch ein Spartipp: wenn ihr euch sehr sicher seid, dass ihr nur ein bis zwei ganz bestimmte oder auch gar keine Zusatzkarten einbauen wollt, dann spart mit dem Griff zu einem µATX-Mainboard häufig ein paar Euro ein im Vergleich zu einem ähnlich guten ATX-Mainboard.

Onboardsound analog teils nur Stereo

Jahrelang war es bei Mainboards selbstverständlich, dass genügend Buchsen vorhanden waren, um ein 5.1-Boxenset analog anzuschließen. Analog bedeutet, dass die Tonsignal in Form von Stromschwankungen durchs Kabel geleitet werden- die Schwankungen bringen dann die Boxenmembranen zum schwingen, so dass Schallwellen entstehen. Damit die Boxen den jeweils für sie gedachten Strom, also Sound abbekommen, müssen bei 5.1-Sound sechs getrennte Ströme fließen: die Signale für die vorderen beiden Boxen, die hinteren beiden Boxen, Subwoofer und Center. Daher sind drei Stereo-Stecker nötig, denn drei Mal Stereo (also zwei Kanäle) ergibt die nötigen fünf plus einen Kanal für 5.1-Sound. Die andere Möglichkeit wäre, den Sound digital zu senden, zum Beispiel per optischem Audiokabel. Hier fließt dann ein einziges Signal, und zwar ein Datenstrom, der den kompletten 5.1-Sound beinhaltet. Vorteil: es ist nur ein einziges Kabel nötig. Nachteil: um das Signal zu entschlüsseln und den Sound auf die Boxen zu verteilen, ist ein Decoder nötig, der beim Boxenset mitgeliefert sein muss, oder aber man verwendetet einen Surround-AV-Receiver mit passenden Lautsprechern.

Intel-Mainboards: große Marktübersicht und Tipps zum Kauf für die Sockel 1150, 1151 und 2011-3 Quelle: Asrock Intel-Mainboards: große Marktübersicht und Tipps zum Kauf für die Sockel 1150, 1151 und 2011-3 Warum wir dies alles erklären, hat einen aktuellen Anlass - denn mehr und mehr Mainboards bieten als analogen Ausgang nur Stereo, haben also nur eine einzige Ausgangsbuchse für Stereolautsprecher oder Stereokopfhörer. Dabei ist es allerdings egal, ob es ein 2.0- oder 2.1-Stereoset ist, denn der Bass für den Subwoofer wird bei 2.1-Sets erst außerhalb des PCs vom Soundsignal abgetrennt. PC-seitig wird die normale Stereo-Buchse genutzt, es ist keine eigene Subwoofer-Buchse nötig. Diese Sparmaßnahme, nur noch Stereo analog anzubieten, ist auch der Tatsache geschuldet, dass es immer weniger analoge 5.1-Boxensets gibt und immer weniger User ein solches Set anschaffen, sondern bei gleichem Preis gerne deutlich bessere Stereoboxen oder aber eine digital verbundene Surroundanlage nutzen. Auch bei Headsets hat analoges 5.1 ausgedient, da USB-Headset mit Surroundsound sowie gut funktionierende Surroundsimulationen für Stereo-Kopfhörer sich längst etabliert haben. Falls ihr also noch ein analoges Surroundboxenset nutzt und keine separate Soundkarte anschaffen möchtet, müsst ihr bei der Mainboardwahl darauf achten, dass auch die drei nötigen analogen 5.1-Buchsen noch vorhanden sind. In der Regel ist dies der Fall, wenn am Mainboard vier Audio-Buchsen zu sehen sind (drei Ausgänge für 5.1-Sound und ein Eingang für ein Mikrofon).

Marktübersicht mit 20 Sockel 1151-Mainboards und Hinweisen zum M.2-Slot

Wir starten nun mit unserer Marktübersicht und beginnen mit dem Sockel 1151. Unter der ersten Tabelle folgt noch Teil 1 der Marktübersicht für den Sockel 1150 mit 10 Mini-ITX-Mainboards für kleine HTPCs - auf der nächsten Seite folgt dann Teil 2 für den Sockel 1150 mit ATX- und µATX-Mainboards sowie eine Marktübersicht zu Mainboards für den Sockel 2011-3.

Intel-Mainboards: große Marktübersicht und Tipps zum Kauf für die Sockel 1150, 1151 und 2011-3 (Stand: August 2015) Quelle: Gigabyte Doch nun zum Sockel 1151: aktuell spielt hier nur der Chipsatz Intel Z170 eine Rolle, der gleichzeitig - zumindest auf absehbare Zeit - das Flaggschiff der Chipsätze für den Sockel 1151 sein wird. Der leicht abgespeckte Chipsatz H170 steht auch schon in der Startlöchern und ist vor allem für Nutzer gedacht, die ihren Prozessor nicht übertakten wollen - erhältlich sind aktuell (Stand 21.8.2015) aber noch keine entsprechenden Modelle. Daher verzichten wir in unserer Tabelle auf die Angabe des Chipsatzes, da ohnehin alle genannten Mainboards mit dem Intel Z170-Chipsatz ausgestattet sind. Sämtliche der Mainboards haben zudem einen über PCIe angebundenen M.2-Steckplatz für entsprechende SSDs. Dieses Format ähnelt eher einem RAM-Riegel. In einem normalen PC macht die dadurch vorhandene Platzersparnis zwar wenig Sinn - ein kleiner Vorteil ist aber, dass SATA- und Stromkabel bei M.2 wegfallen. Wichtig ist aber, dass es die M.2-SSDs mit PCIe-, aber auch mit SATA-Schnittstelle gibt. Bei letzteren gibt es viel Auswahl und auch Preise ähnlich wie bei den bekannten SSDs im 2,5-Zoll-Gehäuse. Derzeit ist die Auswahl an M.2-SSDs für die PCIe-Schnittstelle, die beim Sockel 1151 nötig sind, allerdings noch sehr klein, und die Preise mit beispielsweise 110 Euro für 128 Gigabyte etwa doppelt so hoch wie bei den 2,5-Zoll- und M2-SATA-SSDs. Durch die größere Bandbreite von PCIe können solche M.2-PCIe-SSDs aber schneller sein. Derzeit raten wir aber noch dazu, abzuwarten oder eine der zahlreichen 2,5-Zoll-SSDs zu nehmen. Ein Hinweis zu den USB-Anschlüssen: beim Sockel 1151 findet ihr bereits bei vielen Modellen den neuen USB3.1-Standard. In unsere Tabelle haben wir aber nur USB2.0 und 3.0-Anschlüsse aufgenommen, um es übersichtlicher zu gestalten - nicht zuletzt, da manche Mainboards für einzelne Ports, vor allem für USB3.1, andere Steckerformen als den gewohnten TypA benötigen.

Modell Format DDR4 Max USB ext USB int SLI/CF Preis ab
Asus Z170-P D3 ATX 4x DDR3 (!) 6 (4) 8 (4) CF 105 Euro
MSI Z170A PC Mate ATX 4x DDR4-3200 6 (4) 6 (2) CF 105 Euro
ASRock Z170M Pro4S mATX 4x DDR4-3200 6 (6) 4 (2) CF 110 Euro
ASRock Z170 Pro4S ATX 4x DDR4-3200 6 (6) 6 (2) CF 115 Euro
Asus Z170-P ATX 4x DDR4-3466 5 (3) 8 (4) CF 120 Euro
Gigabyte GA-Z170-HD3P ATX 4x DDR4-3200 5 (3) 8 (4) CF 120 Euro
Asus Z170M-Plus mATX 4x DDR4-3466 6 (4) 8 (4) CF 125 Euro
Gigabyte GA-Z170M-D3H mATX 4x DDR4-3200 6 (4) 6 (4) CF 125 Euro
ASRock Z170 Pro4 ATX 4x DDR4-3200 6 (6) 6 (2) CF 125 Euro
Asus Z170-K ATX 4x DDR4-3466 4 (2) 8 (4) CF 125 Euro
Gigabyte GA-Z17XP-SLI ATX 4x DDR4-3200 5 (3) 8 (4) SLI/CF 140 Euro
MSI Z170 Krait Gaming ATX 4x DDR4-3600 8 (4) 6 (2) SLI/CF 140 Euro
Asus Z170-A ATX 4x DDR4-3400 4 (2) 8 (4) SLI/CF 145 Euro
MSI Z170A Krait Gaming ATX 4x DDR4-3600 6 (4) 6 (2) SLI/CF 150 Euro
ASRock Z170 Extreme4 ATX 4x DDR4-3200 6 (6) 6 (2) SLI/CF 150 Euro
ASRock Fatal1ty Z170 ATX 4x DDR4-3200 8 (6) 6 (4) CF 150 Euro
MSI Z170A Gaming M3 ATX 4x DDR4-3600 6 (4) 4 (2) CF 150 Euro
Asus Z170 Pro Gaming ATX 4x DDR4-3400 6 (4) 8 (2) SLI/CF 150 Euro
MSI Z170A Gaming Pro ATX 4x DDR4-3600 6 (4) 6 (2) SLI/CF 150 Euro
Gigabyte GA-Z170X-UD3 ATX 4x DDR4-3200 5 (3) 8 (4) SLI/CF 150 Euro

Hinweise zur Tabelle: USB ext/int: Anzahl USB-Ports extern/intern insgesamt (in Klammern die Zahl an Ports mit 3.0-Speed). SLI/CF: SLI und Crossfire vorhanden. CF: nur Crossfire vorhanden. DDR4 Max: maximal unterstützter RAM-Takt - passend zu den Skylake-CPUs ist DDR4-2133, höherer RAM-Takt ist nur für Übertakter sinnvoll.

Marktübersicht Sockel 1150 Teil 1: Mini-ITX

Die folgende Tabelle zeigt euch empfehlenswerte Mainboards mit dem Mini-ITX -Bauformat für den Sockel 1150. Dieses Format bietet sich für extrem kleine und kompakte PCs an. Zwar gibt es auch hier Modelle mit dem Übertakter-Chipsatz Z97, aber eine Übertaktung in einem extrem kleinen Gehäuse ist nicht unbedingt empfehlenswert. Folgende 10 Mainboards im Mini-ITX-Format bis 125 Euro haben wir für euch herausgesucht:

Modell Chipsatz USB ext USB int WLAN Preis ab
Biostar Hi-Fi B85N 3D B85 6 (2) 6 (2) nein 75 Euro
Gigabyte GA-B85N Phoenix B85 7 (2) 4 (2) nein 80 Euro
ASRock B85M-ITX B85 6 (2) 4 (2) nein 80 Euro
MSI B85I B85 6 (2) 4 (2) nein 85 Euro
ASRock H97M-ITX/ac H97 6 (4) 4 (2) ja 100 Euro
MSI H97I AC H97 6 (4) 4 (2) ja 110 Euro
Gigabyte GA-H97N-WIFI H97 6 (4) 4 (2) ja 110 Euro
ASRock Z97M-ITX/ac Z97 6 (4) 4 (2) ja 110 Euro
Gigabyte GA-Z97N-WIFI Z97 6 (4) 4 (2) ja 120 Euro
Asus H97I-Plus H97 8 (4) 4 (2) nein 125 Euro

USB ext/int: Anzahl USB-Ports extern/intern insgesamt (in Klammern die Zahl an Ports mit 3.0-Speed).

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