Mad Tracks
Statt Ballack & Co. schießen in dieser Variante Autos die Tore.
Tischfußball oder Billard mit dem Auto spielen - das soll funktionieren? Und ob! Mad Tracks macht es möglich. Statt in einem sündhaft teuren Luxusschlitten über idyllische Landstraßen zu donnern, zwängen Sie sich in Frogsters Fun-Racer hinter das Steuer eines von zwölf kleinen Matchbox-Autos und nehmen an abgedrehten Wettbewerben im Stil von Micro Machines teil.
Die finden im Kinderzimmer, Museum, auf dem Minigolfplatz oder dem Dach eines Wolkenkratzers statt. Bei Letzterem sollen Sie möglichst rasch eine Steilwand hinauffahren, während Ihnen überdimensionale Volleybälle, Teddybären und andere Gegenstände physikalisch nicht sonderlich authentisch entgegenpurzeln. Ihre Platzierung entscheidet schließlich, ob Sie eine neue Herausforderung - etwa alle gegnerischen Vehikel vom Küchentisch schubsen - freischalten.
Neben diesen witzigen Turnieren erwarten Sie auch klassische Rennen, bei denen Sie mit Raketen, Ölfässern und weiteren unfairen Hilfsmitteln die Konkurrenz im Kampf um die Pole Position auf Distanz halten. Für ein kurzes Spielchen in der Mittagspause reicht das allemal. Um allerdings langfristig an den Monitor zu fesseln, mangelt es Mad Tracks an einer starken KI und einer spannenden Karriere.
Kritikpunkte, die im gelungenen Multiplayer nicht weiter stören. Zu acht im Netz oder zu viert per Splitscreen an einem Rechner kommen die 23 Spielvarianten erst so richtig in Fahrt. Ein Schadensmodell fehlt aber ebenso wie ein Streckeneditor. Gern hätten wir wie in Trackmania unsere eigenen Kurse gebastelt. Was die Technik anbelangt, wirkt Mad Tracks wie ein Opel Kadett B: Hoffnungslos veraltet. Dafür versöhnt der faire Verkaufspreis von rund 25 Euro.
