Lula 3D
Auf der Suche nach den Pornosternchen erwischt Lula ein Pärchen beim Beischlaf in ihrem Garten.
Schön, dass sie bereits nach wenigen Spielminuten alle Hüllen fallen lässt und sich mit dem Wonnespender zu vergnügen beginnt - mag "Mann" meinen. Doch leider sieht dieser Pixelporno nicht mal halb so erotisch wie Pop-Diva Cher ohne Make-up aus.
Warum macht die frisch gebackene "Erotikfilm-Produzentin" Lula so etwas überhaupt? Weil sie auf der verzweifelten Suche nach drei Busenstars ist, die kurz vorm Dreh verschwunden sind. Anstelle der drei Nachwuchs-Rammlerinnen findet die kurvenreiche Blondine aber nur ihr Sexspielzeug, einen zusammengeschlagenen Pförtner, zwei Videos einer Überwachungskamera und das Streichholzbriefchen eines Nachtklubs in San Francisco.
Dort parkt die Miss Marple des horizontalen Gewerbes kurze Zeit später ihren Pink Cadillac und begibt sich auf eine endlos lange Spurensuche. In der Praxis sieht das so aus, dass alle Gegenstände und Personen anvisiert und elendig lange betrachtet, kommentiert und zugelabert werden.
Anvisiert? Genau, denn im Gegensatz zu herkömmlichen Adventures muss Lula ein Objekt angucken, damit es per Mausklick ausgewählt werden kann. Klingt nicht nur umständlich, ist es aufgrund der staksigen Animationen ("Bouncin Boobs Technology") und mäßigen Kameraführung auch. Oftmals muss man mehrfach durch einen Raum gehen, um auch ja nichts zu übersehen - das nervt genauso wie das völlig unübersichtliche und langsame Inventar. Und auch die Rätsel sind zwar zahlreich, aber kinderleicht zu lösen. Dafür gibts was auf die Ohren:
Der Soundtrack ist stimmig und die Sprachausgabe passt zu den skurrilen Charakteren. Wer auf peinliche Sexszenen und überall umherschaukelnde, blanke Brüste steht, wird mit Lula 3D zwar keinen Adventure-Höhepunkt, aber wenigstens ein paar vergnügliche Stunden erleben. Mehr war nach fünfjähriger Entwicklungszeit scheinbar nicht drin. Schade!
