Lies of P: Preview - Ungelogen ein richtig gutes Soulslike!
Am 19. September erscheint mit dem Soulslike Lies of P eines der spannendsten Actionspiele des Jahres. So düster wurde Pinocchios Märchen noch nie erzählt!
Es hat aber auch seine Schattenseiten, wie uns im Verlauf der etwa vierstündigen Demo aufgefallen ist: Zum einen ist der Einstieg ins Spiel durch die seltsamen Angriffe der Feinde nochmal extra hart, zum anderen fühlt es sich teilweise willkürlich an, wie lange sie ihre Manöver hinauszögern können und wie ruckartig sie dann ausgeführt werden. Ein Gefühl für die Möglichkeiten der Gegner zu bekommen, dürfte in Lies of P viel länger dauern als in vergleichbaren Spielen, und das wird nicht jedermanns Sache sein. Vor allem, weil das Kampfsystem klar aufs Parieren ausgelegt ist, muss auch jeder noch so unnatürliche Angriff verinnerlicht werden.
Kritik verdient außerdem das etwas steife Bewegungsverhalten der Hauptfigur. Obwohl er nicht aussieht wie geschnitzt, sondern eher wie aus einem K-Pop-Musikvideo entsprungen, kann Pinocchio ungefähr so gut ausweichen wie ein Holzklotz. Geschmeidig um Gegner herumtänzeln oder schnell aus Gefahrenzonen zu flüchten, ist damit kaum möglich. Wir hoffen, dass die Entwickler hier noch etwas Feintuning betreiben oder spätere Upgrades Abhilfe schaffen. In einem Soulslike sollte sich eine Ausweichrolle genauso gut anfühlen wie ein Schwerthieb.
Souls-Daumenhoch
Diese paar Nervereien fallen bei dem hohen Schwierigkeitsgrad natürlich stärker auf, sie ändern aber nichts daran, dass sich Lies of P im Großen und Ganzen sauber spielt und großen Spaß macht. Dazu trägt auch der große Star des Spiels bei: sein wunderbar eingefangenes Setting.
Quelle: Neowiz
Eine Gothic-Horror-Steampunk-Version von Pinocchio sieht man ohnehin nicht alle Tage, und wie die Entwickler ihre Vision gestaltet haben, ist über jeden Zweifel erhaben. Die Stadt Krat ist genauso schön wie einschüchternd und mit vielen Details ausgeschmückt, die Figuren sind liebevoll gestaltet, die Atmosphäre ist dicht.
Vor allem das Hotel Krat, in dem sich unsere Helfer versammeln, ist eine echte Augenweide. Durch den klugen Levelaufbau verlaufen wir uns kaum in den verschachtelten Straßen, und freuen uns über jede Abkürzung, die es uns erspart, lange Passagen beim Tod noch einmal spielen zu müssen.
Die Story-Prämisse ist spannend, denn Pinocchio und Gepetto sind nicht die einzigen Figuren aus dem Original, die wir auf der düsteren Reise treffen, und wir sind gespannt, wo sie uns noch hinführt. Zudem soll es in der Story auch eine Rolle spielen, ob wir in Dialogen lügen oder die Wahrheit erzählen, was in der Demo aber nur an zwei Stellen passiert.
Quelle: Neowiz
Dafür gefallen schon jetzt liebevolle Details wie etwa der Ladebalken, der Pinocchios Nase darstellt und mit dem Schriftzug "Am Lügen" bzw. "Now Lying" versehen ist. Die Grille hat es auch ins Spiel geschafft. Sie heißt hier Gemini, hängt als Laterne an unserem Gürtel und kommentiert gerne mal die Spielwelt und wichtige Ereignisse.
Bei der Technik sind wir ebenfalls guter Dinge, denn Lies of P bringt auf dem PC nicht nur alle wichtigen Upscaling-Technologien mit sich, sondern lief in unserem Demo-Durchgang auch hervorragend. Da das Spiel vor dem Start seine Shader kompiliert, gibt es trotz der verwendeten Unreal Engine 4 keine Ruckler. Auch sonst sind uns keine Bugs oder Glitches aufgefallen, dafür aber, wie schick das Spiel in vielen Szenen aussieht!
Lies of P hat also gute Karten, das beste Soulslike des Jahres zu werden. Mit seinem Setting, seinen Feinden und seinen Möglichkeiten beim Waffenbau hebt sich das Spiel von seinen Kollegen ab, eingebettet in ein Gameplay, welches das Rad nicht neu erfindet, abseits kleinerer Störfaktoren aber grundsolide gestaltet ist. Losgehen soll es auch schon am 19. September, wenn Lies of P für PC sowie Playstation- und Xbox-Konsolen erscheint. Sobald dieser Artikel online ist, solltet ihr die Demo auch schon selbst herunterladen können.

Und tatsächlich läuft das Game auf einer AMD/Radeon-Kombi verdammt gut und optimiert. Obwohl es grafisch recht aufwendig daher kommt, werden CPU, GPU und Vram auf meiner Ryzen 7/RX 6700 Kombi selbst bei hohen Details kaum ausgelastet...Verblüffend gering ist insbesondere der Vramverbrauch der sich bei mir auf 1440p und hohen Details bei 3-4gb einpendelt (bei FSR2 ein) - und das ist wirklich heutzutage eine willkommene Überraschung die zeigt,, dass es eben auch anders geht! ???
Was mich hier aufhorchen lässt ist die scheinbare unvorhersehbarkeit von Lies of Pi, die Bosse bewegen sich unvorhersehbar, und mit den unfassbaren flexibilität der Waffen udn des mechanischen Arms gibt es quasi unendliche Möglichkeiten das Spiel und die Bosskämpfe anzugehen. Zu mindest theoretisch. fraglich ob man dem Spieler diese theoretischen Freiheiten auch wirklich zugesteht oder es letzten Endes doch darauf hinausläuft das für jeden Boss nur wenige Waffen/Mechaniken zum Ziel führen.
Wie auch immer, unvorhersehbarkeit, eine KI die verhalten ändert, gewisse Freiheitne für den Spieler und wie damit umgegangen wird legen für mich den Schwierigkeitsgrad fest. Demon/Dark-souls und co haben mich bisher zu meist recht bald gelangweilt. Da die Gegner und Bosse immer festgelegte Muster hatten, meist sogar präzise getimed, so das es schlicht immer wieder nur ein auswendig lernen war. Darauf hab ich nicht wirklich Lust, ist ja wie in der Schule damals... letzten Endes lief es ja doch nie auf "Wissen" und "Können" hinaus, sondern auf auswendig lernen. Das brauch ich bei Spielen die meiner Unterhaltung dienen und die mich fordern sollen nicht wirklich. Scheiße... die Bosskämpfe der meisten Soulslike Spiele kann man erledigen ohne auf den Monitor zu gucken sobald man das Muster einmal kennt.
Da hoffe ich bei Lies of Pi doch auf mehr. Und die ersten Eindrücke sind nicht übel dahingehend. Allerdings... beim Demo anzocken ist mir doch die Steuerung der Figur und besonders ihre Bewegungen mehr als sauer aufgestoßen. Das wirkt sehr träge und abgehackt. Und ne ich habe nicht den eindruck das dies so gewollt ist um zu suggerieren man sei ne Holzpuppe. Auch so ein Aspekt der etwas schräg ist... Pinocchio sieht ja nun hier gar nicht aus wie ne Puppe, sondenr wie nen Calvin Klein Model mit nem mechanischen Arm. Huhm, find ich blöd ehrlich gesagt. Und passt dann auch nicht zu seinen Bewegungen. Hat man sich das nicht getraut ne Holzpuppe zu gestalten? Oder ist das halt dieses typische Asia Ding wo die Helden eben immer so teenager schönlinge sein müssen?