Lego Star Wars: Das Erwachen der Macht - Gelungene Fortsetzung der Lego-Reihe mit einigen Altlasten und netten neuen Ideen

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Lego Star Wars: Das Erwachen der Macht - Gelungene Fortsetzung der Lego-Reihe mit einigen Altlasten und netten neuen Ideen
Quelle: Warner Bros. Games

Lego Star Wars: Das Erwachen der Macht im Test: Es hat ein Erwachen gegeben, und dieses Erwachen ist bunt, blockförmig und wie üblich ausgesprochen lustig. Aber wie schlägt sich das neue Lego Star Wars spielerisch? Dieser Frage gehen wir in unserem Review auf den Grund und verraten, was das Spiel besser und was es schlechter macht als seine Vorgänger.

Lego und Star Wars bilden spätestens seit der ersten Spiele-Kollaboration von 2005 eine untrennbare Einheit: Über Nacht entwickelte sie die damals noch ungewöhnliche Spiele-Mischung zum Mega-Hit und erfreute junge und alte Fans gleichermaßen. Zahleiche andere Lizenzen und auch weitere Lego Star Wars-Titel später steht mit Lego Star Wars: Das Erwachen der Macht nun die blockige Umsetzung des aktuellsten Star Wars-Kinoabenteuers an. Kann es an die Qualität der Vorgänger anschließen?

Lego Star Wars - Episode 7 im Test: Gewohnte Bauklotz-Kost

In den Levels sowie in den kleinen Hub-Welten findet man zahlreiche Gegenstände versteckt, mit denen man nette Goodies freischalten kann. Quelle: PC Games In den Levels sowie in den kleinen Hub-Welten findet man zahlreiche Gegenstände versteckt, mit denen man nette Goodies freischalten kann. Ja, es kann aus dem einfachen Grund, dass die Lego-Spiele seit dem ersten Ableger am grundlegenden Prinzip nichts geändert haben und inzwischen zwar reichlich innovationslose, aber nach wie vor stets gelungene Spielekost abliefern, die vor allem im Koop-Modus für zwei Spieler jede Menge Laune macht. Wir laufen also durch zahlreiche Levels, kloppen Gegner kaputt (im wahrsten Sinne des Wortes) und lösen simple Umgebungsrätsel, um voranzukommen. Zudem gibt es jede Menge versteckte Items zu sammeln, mit denen wir unter anderem weitere Spielfiguren, Fahrzeuge (für entsprechende Abschnitte), Cheats, Extra-Level und mehr freischalten. Jeder Held verfügt dabei über besondere Fähigkeiten und kann sich etwa über Abgründe schwingen, unsichtbare Gegenstände sichtbar machen, schwere Items heben oder spezielle Terminals bedienen. Nur, wer konsequent zwischen der verschiedenen Figuren wechselt, kommt vorwärts, und wer alle Gegenstände in den Levels sammeln will, muss nach dem ersten Abschluss mit weiteren Helden im Gepäck wiederkommen.

Lego Star Wars - Episode 7 im Test: Maue Cover-Shooter-Passagen

Nicht allzu gelungen sind die Cover-Shooter-Abschnitte, in denen wir einfach aus der Deckung heraus Reihen an Gegnern aufs Korn nehmen. Das macht nur wenig Spaß und funktioniert spielerisch mau. Quelle: PC Games Nicht allzu gelungen sind die Cover-Shooter-Abschnitte, in denen wir einfach aus der Deckung heraus Reihen an Gegnern aufs Korn nehmen. Das macht nur wenig Spaß und funktioniert spielerisch mau. Vollends auf seinen Lorbeeren ruht sich das Abenteuer übrigens nicht aus und wartet mit einer Handvoll netter neuer Ideen auf, die mal besser, mal schlechter funktionieren. So können wir nun etwa, anders als zuvor, au vorgegebenen Stellen aus Lego-Steinen mehrere verschiedene Objekte bauen - bisher war immer strikt vorgegeben, was wir da vor uns zusammenbasteln. Das ist in der Theorie nett, in der Praxis hat es aber keinerlei spielerischen Einfluss: Manchmal muss man ohnehin beide Gegenstände nacheinander bauen, um voranzukommen, manchmal ist das zweite Objekt nur da, um etwa an ein leidlich kreativ verstecktes Sammelitem zu gelangen. Was wir uns von der Serie schon lange wünschen - nämlich dass wir beim Bauen tatsächlich unsere Kreativität walten lassen können -, bleibt nach wie vor ein Wunschtraum. Als nicht nur unspektakulär, sondern richtiggehend störend empfanden wir die viel zu häufigen Cover-Shooter-Abschnitte. Hier suchen unsere Figuren hinter allerlei Gegenständen Deckung, zielen, sobald nicht auf sie gefeuert wird und ballern alles um, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Das entpuppt sich als spielerisch noch anspruchsloser als es das Spiel ohnehin ist, macht nur bedingt Laune und wirkt in einem auf Familienfreundlichkeit ausgerichteten Abenteuer auch seltsam deplatziert.
Das spielerische Highlight des Abenteuers stellen die sehr spaßigen Luftschlachten dar. Quelle: PC Games Das spielerische Highlight des Abenteuers stellen die sehr spaßigen Luftschlachten dar.

Lego Star Wars - Episode 7 im Test: Besser schießen in der Luft

Ganz anders die Luftschlacht-Abschnitte: Wo wir von den Cover-Schießereien schnell genug hatten, konnten wir von diesen gar nicht genug bekommen. Entweder auf linearen Pfaden oder - noch besser - in frei befliegbaren Arealen stellen wir hier unser Talent als Rebellen-Pilot unter Beweis. Diese Abschnitte steuern sich sehr gut, sehen klasse aus und bereichern das Spielgefühl merklich. Super! Auch das Kampfsystem am Boden wurde übrigens leicht, aber sinnvoll überarbeitet. Wir haben nun mit den meisten Figuren Zugriff auf sowohl eine Nahkampf- als auch eine Fernattacke und können mit Spezialangriffen besonders spektakulär zuschlagen. Zwar handelt es sich bei den Keilereien trotzdem nach wie vor um reines Button-Gesmashe, unterhaltsam sind sie aber ohne jede Frage.

Lego Star Wars - Episode 7 im Test: Sehr lustiger Lego-Humor

Der Humor des Titels ist wieder einmal hervorragend gelungen und spielt auch sehr gut mit Elementen des Films wie Kylo Rens Verehrung Drath Vaders. Quelle: PC Games Der Humor des Titels ist wieder einmal hervorragend gelungen und spielt auch sehr gut mit Elementen des Films wie Kylo Rens Verehrung Drath Vaders. Als etwas schade empfinden wir es, dass es keine "echte" Oberwelt ins Spiel geschafft hat. Stattdessen haben wir Zugriff auf mehrere Planeten, auf denen wir jeweils ein kleines Gebiet erforschen. Diese sind sehr hübsch gestaltet, vollgestopft mit allerlei Sammelzeug und kommen den Filmvorlagen sehr nahe; wenn man solche grandiosen Oberwelten wie jene aus Lego Marvel Super Heroes oder Lego City Undercover kennt, sehnt man sich in dieser Hinsicht aber dennoch nach ein bisschen mehr. Absolut brillant hingegen ist wieder einmal der Humor des Spiels, der die bekannte Filmgeschichte um jede Menge stets lustigen und sehr charmanten Bauklötzchen-Humor anreichert. Nachdem wir Kylo Rens Zimmer an Bord des Starkillers gesehen hatten, lagen wir erst einmal zehn Minuten lachend am Boden. Und das ist sie auch, die große Stärke der Serie, welche das trotz spielerischen Durchschnitts emporhebt und sowohl für Lego- als auch Star Wars-Fans empfehlenswert macht. Gepaart mit den tollen Luftschlachten und dem hohen Abwechslungsreichtum gehört Lego Star Wars: Das Erwachen der Macht somit auf jeden Fall mit zu den besseren Serien-Ablegern.

Meinung

Bildergalerie

Wertung zu Lego Star Wars: Das Erwachen der Macht (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Lego Star Wars: Das Erwachen der Macht (PS4)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Lego Star Wars: Das Erwachen der Macht (WiiU)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Lego Star Wars: Das Erwachen der Macht (XBO)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Wie immer sehr guter HumorSehr spaßige Flug-Shooter-SequenzenAbwechslungsreiche Gameplay-IdeenGroßer Umfang
Weiterhin kein Online- und Vier-Spieler-KoopMaue 3rd-Person-SequenzenUnnötiges Multi-Build-FeatureHäufige Technik-Bugs
Fazit

Nicht das Beste aller Lego-Spiel, aber dennoch ziemlich weit vorne dabei.

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