LEGO Batman im Test: Zwischen Arkham-Feeling und klassischem LEGO-Charme
LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters kombiniert die klassische LEGO-Formel mit einer überraschend atmosphärischen Open World. Doch reicht das aus, um frischen Wind in die Reihe zu bringen?
Im letzten Jahr auf der Gamescom als große Überraschung angekündigt, ist es nun endlich da: LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters. TT Games setzt dabei erneut auf die bewährte Mischung aus humorvollen Zwischensequenzen, einfacher Action und jeder Menge Sammelobjekten. Und das in einer Mischung aus Story-Missionen und Open-World-Erkundung. In den verschiedenen Stadtteilen Gothams ist einiges los und es gibt viel zu entdecken.
Gleichzeitig erzählt das Spiel die Ursprungsgeschichte von Bruce Wayne neu. Natürlich mit dem typischen LEGO-Humor, der selbst ernste Momente nie zu düster werden lässt. Aber reicht das aus, um frischen Wind in die vertraute LEGO-Formel zu bringen, oder fühlt sich Das Vermächtnis des Dunklen Ritters am Ende doch zu sehr nach Schema F an? Wir haben uns das Game für euch angeschaut.
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Batmans Ursprung in LEGO-Form
Die Geschichte von LEGO Batman beginnt auf dem Anwesen der Waynes, lange bevor Bruce überhaupt zu Batman wird. Gemeinsam mit seinen Eltern möchte der junge Bruce ins Kino gehen, besteht allerdings darauf, vorher noch ein Kostüm anzuziehen. Dessen einzelne Teile sind im Garten verstreut und müssen zunächst gefunden werden. Diese kleine Suchaktion dient gleichzeitig als erstes Tutorial, um euch mit der Steuerung vertraut zu machen. Typisch für LEGO-Spiele fällt diese angenehm simpel aus.
Anschließend folgt der wohl bekannteste Wendepunkt der Batman-Geschichte: der Überfall auf die Familie Wayne. Natürlich bleibt die Inszenierung dabei deutlich familienfreundlicher als in anderen Batman-Adaptionen und wird eher angedeutet als explizit dargestellt. Trotzdem gelingt es dem Spiel, den Moment emotional genug zu inszenieren, um Bruce' späteren Antrieb nachvollziehbar zu machen.
Quelle: PC Games
Als junger Bruce Wayne besteht eure erste Aufgabe darin, ein Kostüm im Garten wiederzufinden.
Einige Jahre später möchte er die Verantwortlichen für den Tod seiner Eltern zur Rechenschaft ziehen. Auf seiner Suche begegnet er schließlich Ra's al Ghul, der ihm anbietet, Teil der Liga der Schatten zu werden. Daraufhin landet Bruce in einem Ninja-Dojo, wo er neue Fähigkeiten erlernt und Stück für Stück zum Kämpfer ausgebildet wird. Spielerisch dient dieser Abschnitt erneut als erweitertes Tutorial und führt weitere Mechaniken ein.
Natürlich bleibt es nicht lange beim friedlichen Training. Bruce erkennt nach und nach die wahren Absichten der Liga der Schatten und stellt sich schließlich gegen Ra's al Ghul. Daraufhin kehrt er nach Gotham zurück und fasst den Entschluss, den Schutz der Stadt selbst in die Hand zu nehmen. Batman ist geboren.
Zwischen Open World und klassischen LEGO-Missionen
Spielerisch setzt LEGO Batman auf die typische LEGO-Formel, kombiniert sie diesmal allerdings deutlich stärker mit einer frei erkundbaren Open World. Grundsätzlich unterteilt sich das Spiel in klassische Story-Missionen und Gotham City selbst.
Quelle: PC Games
Die Kampfmechanik in Lego Batman erinnert an das Freeflow-System der Arkham-Reihe.
Einige Missionen finden direkt innerhalb der offenen Spielwelt statt, andere dagegen in separaten Levelbereichen. Gerade die Story-Abschnitte sind meist etwas schlauchartiger aufgebaut, bieten aber trotzdem genug Raum zum Erkunden und für versteckte Sammelobjekte. Besonders in diesen Passagen sind die Schauplätze aber ziemlich abwechslungsreich im Vergleich zur düsteren Open World. Wir hätten zumindest nicht damit gerechnet, mit Batman auf einmal in einem Indoorspielplatz Verbrecher zu jagen.
