Legend of Grimrock 2 im Test - Fazit und Wertung
Legend of Grimrock 2 im Test: Mit einer riesigen, frei erkundbaren Welt, knackig-schweren Rätseln, tonnenweise Secrets und abwechslungsreichen Umgebungen schlägt Grimrock 2 seinen Vorgänger um Längen. Warum vor allem Rätselprofis jubeln und Einsteiger verzweifeln werden, das und mehr verrät unser Test.
Kleine und große Neuerungen
Es zahlt sich aus, selbst die härtesten Rätsel zu knacken – immerhin winkt als Belohnung jede Menge Ausrüstung. Magische Waffen, mächtige Rüstungssets (die gab's im ersten Teil noch nicht!), verzauberte Ringe und Amulette, verschiedene Tränke, alchemistische Zutaten, Schlüssel, Nahrung und vieles mehr – es gibt reichlich Zeug zu entdecken. Almost Human hat auch an sinnvolle Neuerungen gedacht, etwa an Schusswaffen, die Munition verbrauchen und die – sofern unser Held entsprechend geskillt ist – schwere Schäden auf Distanz anrichten können. Ebenso verfügen magische Waffen, Stäbe und Schilde nun über Bonuskräfte, die wir im Kampf durch Gedrückthalten der rechten Maustaste aufladen – so entfesselt unser Schurke etwa eine tödliche Schlagserie mit seinem Dolch oder unser Krieger ballert aus seinem Meteorschild einen effektiven Feuerhagel.
Quelle: PC Games
Schatzkarten, Briefe, kryptische Hinweise - Grimrock 2 ist vollgestopft mit Rätseln.
Besonders praktisch: Ein Seil, mit dem wir unbeschadet in Löcher hinabklettern können. Klingt zwar banal, ist aber ein wertvolles Hilfsmittel, da sich unsere Partymitglieder nun durch Kämpfe und Stürze neuerdings Wunden zuziehen können. Ist ein Körperteil verletzt, gibt's einen deftigen Malus, der erst wieder verschwindet, wenn wir der Figur einen Trank einflößen oder die Party an einem Heilkristall aufpäppeln. Zu den weiteren Neuerungen zählt eine Schaufel, mit der wir im Erdreichgraben können – logisch, dass die Entwickler dazu eine Reihe von Schatzkisten in der Spielwelt verbuddelt haben. Und noch ein nettes Detail: Jeder Held hat nun zwei Bewaffnungssets, die sich schnell hin- und herschalten lassen – so kann unser Schurke zum Beispiel erst mit Pfeil und Bogen angreifen, bevor er mit seinen Dolchen bequem in den Nahkampf übergeht.
Routinierte Kämpfe, leicht verbessert
Quelle: PC Games
Im Inventar rechts zu sehen: Unser Ritter trägt ein vollständiges Kristall-Rüstungsset, dafür gibt's einen satten Bonus auf die Lebenspunkte.
Auch wenn Grimrock 2 von seinen Rätseln lebt, tummeln sich Hunderte verschiedenster Gegner in der Spielwelt. Einige der Neuzugänge sind besser und fordernder gestaltet als im ersten Grimrock – beispielsweise gibt's nun riesige Kröten, die über unsere Helden hinwegspringen und ihnen kurzerhand die Waffe aus der Hand mampfen. Oder untote Bogenschützen, die unsere Party mit schrillen Schreien lähmen. Das bringt Dynamik in die Gefechte. Trotzdem sind fast alle Kämpfe mit der bewährten Methode aus dem Vorgängerspiel zu schaffen: Einfach geduldig um den Feind herumlaufen, Treffern ausweichen, hin und wieder zuschlagen – das führt sicher zum Sieg. Immerhin hat Almost Human diesmal an ein paar Bosskämpfe gedacht, inklusive dickem Lebensbalken und dramatischer Musikuntermalung. Kein Witz: Es gibt sogar eine Massenschlacht mit hunderten (!) Zombies. So etwas war im ersten Teil noch undenkbar. Schade allerdings: Das Magiesystem wurde nur mäßig überarbeitet, es steuert sich zwar bequemer, funktioniert ansonsten aber fast genauso wie im Vorgänger. Bis auf einen sehr nützlichen Zauber, der Gegner in einem Energiegefängnis einschließt, wurde hier an Neuerungen gespart.
Auch wenn Grimrock 2 also nicht perfekt ist und noch genügend Luft nach oben lässt, bietet es doch mehr Spiel für's Geld als viele Vollpreistitel – zumal ein mächtiger Editor gleich mitgeliefert wird. Die ersten guten Mods dürften also nicht lange auf sich warten lassen.
Legend of Grimrock 2 ist für ca. 20 Euro ohne DRM über www.grimrock.net und GOG.com erhältlich, eine Steam-Version gibt's natürlich auch. Das Spiel wurde nicht übersetzt und bietet ausschließlich englische Texte.

Bislang haben mir aber eher Kämpfe als wie Rätsel Probleme bereitet, da die Monster sonst wieviel einstecken und austeilen. Also die "Kite"lastingkeit ist bisschen übertrieben, und die Kämpfe sind weniger Kämpfe als wie intelligentes Ausnutzen der Umgebung. Da runter springen, da ne Leiter hoch, mal Treppen hoch und runter, da Monster einen nicht verfolgen und natürlich das obligatorische im Kreis Gelaufe. Das war bei den Klassikern nicht so ausgeprägt.
Generell find ich Grimrock 2 aber viel interessanter als Dark Souls, welches ohnehin zu viel Hype hat.
edit: Abgesehen davon - Quicksave und Quickload ist Oldschool.
edit: Abgesehen davon - Quicksave und Quickload ist Oldschool.