PC-Boxensets: Sound konfigurieren, Notwendigkeit einer Soundkarte

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PC-Boxensets: Sound konfigurieren, Notwendigkeit einer Soundkarte
Quelle: Logitech

Mit einem ordentlichen Lautsprecherset für den PC machen viele Spiele erst richtig Spaß. Wir erklären euch Dinge und Begriffe rund um PC-Boxensets wie 2.0, 2.1, 5.1, Surround und klären, was passive Boxen und Nahfeldmonitore sind. Dies soll euch die Kaufentscheidung erleichtern. Zudem haben wir eine Marktübersicht mit 46 PC-Boxensets vorbereitet.

Sound konfigurieren

Egal ob ihr Lautsprecher oder Kopfhörer benutzt: Es gibt stets ein Treibermenü für den Sound - je nach dem, ob ihr eine Soundkarte, den Onboardsound des Mainboards oder einen Soundchip eines USB-Headsets nutzt, sieht das Menü anders aus.

Im Prinzip werden aber ähnliche Features geboten, wobei einige Treibermenüs freilich mehr Optionen als andere bieten, zum Beispiel diverse Profile für verschiedene Setups, Effekte und Klangeinstellungen.

Das Audio-Menü von Mass Effect: Andromeda bietet einige Abstimmungsoptionen Quelle: PC Games Hardware Das Audio-Menü von Mass Effect: Andromeda bietet einige Abstimmungsoptionen Beim Anschluss eines PC-Boxensets oder Kopfhörern per Klinkenstecker habt ihr die Wahl zwischen Surround- und Stereo. Für ein Surroundboxenset wählt ihr freilich Surround oder 5.1 bei den Lautsprechereinstellungen. Für den virtuellen Surroundsound von Kopfhörern gibt es - falls die Treiber dies unterstützen - ein weiteres Profil speziell für Kopfhörer. Auch im Spielemenü (siehe links) können diverse Audiooptionen versteckt sein. Für ein Stereoboxenset wählt ihr natürlich im Treibermenü ebenfalls das passende Profil. Hier wird oft nicht zwischen 2.0 und 2.1 unterschieden, denn rein technisch gesehen ist es für den PC egal, ob ihr 2.0 oder 2.1 nutzt. Für beide Systeme benutzt ihr einen einzigen Stecker, der das Stereo-Soundsignal vom PC zum Boxenset liefert. Bei einem 2.1-System wird erst im Subwoofer der Sound in die tiefen Bassfrequenzen (für den Subwoofer) sowie in die höheren Frequenzen (für die Boxen) getrennt. Dem PC oder der Software am PC ist dies aber egal.

Es gibt allerdings bei einigen Spielen oder in den Treibern von manchen Soundchips Audioprofile, die explizit eher auf 2.0- oder auf 2.1-Systeme ausgelegt sind. Wählt man bewusst 2.0, so wird oftmals dem Soundsignal ein wenig mehr Bass mitgeliefert, damit ja nicht zu wenig Bass aus den Boxen herauskommt, bei 2.1 wiederum wird möglicherweise ein wenig der Bass reduziert und die Höhen und Mitten etwas angehoben, damit der Subwoofer-Bass den Sound nicht zu sehr übertönt und man trotzdem relativ viele Details hören kann. Ähnliches gilt für große und kleine Boxen: Auch diese Wahl hat man manchmal beim Treibermenü oder im Spiel. Der Sound wird dabei besser auf die Größe der Lautsprecher abgestimmt. Hinzu kommen häufig auch Effekte und Optionen, die den Klang verbessern sollen. Am Ende sind dies aber nur optionale Features, die nicht immer ihr Ziel erreichen. Entscheidet oftmals auch Euer Geschmack, denn der eine findet beispielsweise ein Klangprofil, das für Filme konzipiert ist, in Verbindung mit einem kleinen Halleffekt am besten, der andere bevorzugt ein Profil, das so wenig wie möglich am Klang verändert.

Ist eine Soundkarte wichtig?

Mittlerweile kann man gegen die meisten Onboard-Soundlösungen von Mainboards kaum etwas einwenden. Nur wenn man hochwertige Kopfhörer (oder ein Headset) oder Lautsprecher am PC anschließt, kann sich eine separate Soundkarte lohnen. Dies gilt allerdings auch nur dann, wenn man als Verbindungsart einen Klinkenstecker (oder bei manchen hochwertigen Soundkarten auch Cinch-Stecker) verwendet.

Soundkarte: EVGA Nu Audio Quelle: EVGA Soundkarte: EVGA Nu Audio Um einen groben Rahmen vorzugeben: Wenn ihr per 3,5mm-Klinkenstecker als Anschlussart ein Stereoboxenset für mehr als 100 Euro oder Kopfhörer für mehr als 60 Euro oder ein Headsets für mehr als 80 Euro nutzt, kann sich eine separate Soundkarte lohnen. Die Übergänge sind aber fließend: ein 150 Euro-Boxenset klingt am Onboardsound oftmals besser als wenn ihr ein 100 Euro-Lautsprecherpaar mit einer 50 Euro-Soundarte verbindet. Generelle Ratschläge, ab wann sich eine Soundkarte lohnt, sind schwer zu geben - allerdings kann eine Soundkarte auch bei günstigeren Lautsprechern hilfreich sein, wenn der Onboardsound klare und hörbare Schwächen hat oder gar Störungen verursacht. In letzterem Fall kann man sich auch eine recht günstige USB-Soundkarte anschaffen, die es auch im platzsparenden USB-Stick-Format gibt. Wichtig: Wenn ihr eine digitale Verbindung zu den Lautsprechern wie SPDIF (optisch digital) oder HDMI nutzt, ist eine gute Soundkarte nutzlos. Effekte und Profile konfiguriert ihr zudem dann am angeschlossenen Endgerät (zum Beispiel am AV-Receiver) und nicht am PC über das Treibermenü. Auch bei einem USB-Headset oder USB-Lautsprechern würde eine separate Soundkarte keinen Sinn machen, da das Headset einen eigenen Soundchip hat.

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  1. Seite 1 PC-Boxensets: Einleitung, 2.0, 2.1 und 5.1
  2. Seite 2 PC-Boxensets: Surroundsets, Nahfeldmonitore
  3. Seite 3 PC-Boxensets: Aktiv oder Passiv
  4. Seite 4 PC-Boxensets: Sound konfigurieren, Notwendigkeit einer Soundkarte
  5. Seite 5 PC-Boxensets: Marktübersicht mit 46 PC-Boxensets
    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Spiritogre
        Leute die keinen Platz für eine vollwertige Stereoanlage direkt am PC haben und die nicht immer mit Kopfhörer zocken wollen, weil sie auch noch die Umgebung mitkriegen wollen und müssen, davon ab ist ohne Kopfhörer natürlich bequemer.
        Eben - hinzu kommt, dass etliche Leute auch gar nicht das Geld dafür haben, um sich nen Kopfhörer für 100€ und mehr oder eine "Heimanlage" für 200-300€ aufwärts zu kaufen, bzw. zumindest haben viele Leute nicht so viel Geld, als dass sie bereit sind, ihr Geld DAFÜR auszugeben anstatt für andere Dinge, ODER sie haben durchaus auch gute "Hifi"-Geräte im Wohnzimmer, aber wollen nicht für den PC, der nicht im Wohnzimmer steht, ZUSÄTZTLICH noch mal viel Geld ausgeben.

        Mit ein BISSCHEN Nachdenken dürfte man sich also nun echt nicht mehr fragen, warum Leute noch "Brüllwürfel" bzw. allgemein "Aktivboxensysteme" für den PC nutzen. Viele dieser Sets klingen zudem besser als eine günstige "Heimanlage" oder Kopfhörer. Es ist auch eine Preisfrage: Ein Verstärker für 200€ mit zwei Boxen zu je 100€ klingt auch nicht besser als ein 250-300€-2.0-Boxenset.

        Ich hab btw 2x Adam F5 Nahfeldmonitore, da ich auch Musik mache. Die sind ca so hoch wie die Displayhöhe meines 17 Zoll-Monitors, d.h. für PC-Verhältnisse recht groß, so dass auch das Darstellen vom Bass kein Problem ist. Mit meiner Hifi-Anlage (5.1-Setting mit Standboxen vorne) wäre Musikmachen nicht so gut möglich, da die den Sound ganz anders darstellen. Da würde ich denken, dass der Sound "passt", aber wenn man den Song dann woanders anhört, sind bestimmte Dinge zu dominant oder umgekehrt: kaum zu hören.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Spiritogre
        Leute die keinen Platz für eine vollwertige Stereoanlage direkt am PC haben und die nicht immer mit Kopfhörer zocken wollen, weil sie auch noch die Umgebung mitkriegen wollen und müssen, davon ab ist ohne Kopfhörer natürlich bequemer.
        Eben - hinzu kommt, dass etliche Leute auch gar nicht das Geld dafür haben, um sich nen Kopfhörer für 100€ und mehr oder eine "Heimanlage" für 200-300€ aufwärts zu kaufen, bzw. zumindest haben viele Leute nicht so viel Geld, als dass sie bereit sind, ihr Geld DAFÜR auszugeben anstatt für andere Dinge, ODER sie haben durchaus auch gute "Hifi"-Geräte im Wohnzimmer, aber wollen nicht für den PC, der nicht im Wohnzimmer steht, ZUSÄTZTLICH noch mal viel Geld ausgeben.

        Mit ein BISSCHEN Nachdenken dürfte man sich also nun echt nicht mehr fragen, warum Leute noch "Brüllwürfel" bzw. allgemein "Aktivboxensysteme" für den PC nutzen. Viele dieser Sets klingen zudem besser als eine günstige "Heimanlage" oder Kopfhörer. Es ist auch eine Preisfrage: Ein Verstärker für 200€ mit zwei Boxen zu je 100€ klingt auch nicht besser als ein 250-300€-2.0-Boxenset.

        Ich hab btw 2x Adam F5 Nahfeldmonitore, da ich auch Musik mache. Die sind ca so hoch wie die Displayhöhe meines 17 Zoll-Monitors, d.h. für PC-Verhältnisse recht groß, so dass auch das Darstellen vom Bass kein Problem ist. Mit meiner Hifi-Anlage (5.1-Setting mit Standboxen vorne) wäre Musikmachen nicht so gut möglich, da die den Sound ganz anders darstellen. Da würde ich denken, dass der Sound "passt", aber wenn man den Song dann woanders anhört, sind bestimmte Dinge zu dominant oder umgekehrt: kaum zu hören.
      • Von Spiritogre Mitglied
        Zitat von headhunter68305
        Ich frage mich wer braucht solche Brüllwürfel heutzutage noch? Wenn ich qualitativ gut Musik hören will benutze ich die Heimanlage und zum zocken oder sonstigen PC Kram gibts ein paar gute AKG KH fertig!
        Leute die keinen Platz für eine vollwertige Stereoanlage direkt am PC haben und die nicht immer mit Kopfhörer zocken wollen, weil sie auch noch die Umgebung mitkriegen wollen und müssen, davon ab ist ohne Kopfhörer natürlich bequemer.

        Klar, ich könnte meinen alten Kenwood Reciever am PC anschließen, dann meine aktuell ungenützten Rear-Boxen dort einstecken, ich habe auch sogar noch ein Mischpult, das würde sich da auch gut machen. Nur, ich habe absolut keinen Platz dafür auf oder neben meinem Computertisch. Also hält mein 25 Jahre altes Altec Lansing 2.1 Set für damals 300DM mir weiterhin die Treue.
        (Hatte ich übrigens tatsächlich mal, da hatte ich allerdings ein extra Zimmer und einen 4m x 1,20m selbstgebauten Schreibtisch).

        Und wenn ich wirklich Musik genießen will, dann habe ich immer noch meine 500 Euro Denon Audio-Kopfhörer oder die Anlage im Wohnzimmer mit Magnat Boxen.
      • Von headhunter68305 Anwärter/in
        Ich frage mich wer braucht solche Brüllwürfel heutzutage noch? Wenn ich qualitativ gut Musik hören will benutze ich die Heimanlage und zum zocken oder sonstigen PC Kram gibts ein paar gute AKG KH fertig!
      • Von Rodny Anwärter/in
        Top Artikel! -VIEELEN DANK für EURE Arbeit!!!
      • Von HanFred Spiele-Guru
        Zitat von KSPilo
        Da hast du wohl kein Montags-Modell erwischt. Du Glücklicher.
        Das sehe ich auch so, abgesehen davon, dass es nicht entstört ist. D.h., wenn der Nachbar seinen Blender benutzt, knackt es aus meinen Lautsprechern. Bohrmaschinen können in diesem alten Haus einen ähnlichen Effekt haben. Das kommt allerdings nicht allzu häufig vor, also ist es mir auch fast egal.
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