Kurztest: Last Chaos
Last Chaos ist kostenlos. Ohne monatliche Gebühren. Es gibt zwar eine Special Edition im Laden, die Downloadversion ist aber gratis. Echtes Geld zahlen Sie, wenn Sie besondere Items im Shop kaufen, Sie kommen aber auch ohne diese aus. Damit wären die Besonderheiten schon abgehandelt, denn Last Chaos hat sich dem Rollenspiel-Mittelmaß verschrieben und das heißt: rumlaufen und Monster totklicken. Die Grafik bietet zwar nette Filtereffekte und Städte, serviert allerdings auch Gegnermodelle auf Playstation-1-Niveau und öde Landstriche. Die Steuerung ist mausbasiert und verzichtet auf den Einsatz der klassischen "WASD"-Kombo. Negativ fallen vor allem KI und Kollisionsabfrage auf. Noch schwerer wiegen technische Schwächen wie Clippingfehler und Abstürze. Es herrscht allerdings kein pures Chaos.
Der Held benutzt eine seiner Spezialfähigkeiten, um einen Werwolf zu besiegen. Im Hintergrund sehen sie einen der schöneren Landschaftsabschnitte.
Das Fähigkeitensystem und die sechs Klassen sind zwar nicht innovativ, erfüllen jedoch ihren Zweck. Außerdem erhält man bereits früh ein Haustier. Wo anfangs der Knuddelfaktor verzaubert, wächst per Levelaufstieg ein imposantes Schlachtross oder ein mächtiger Drachen heran. Leider verspielt Last Chaos diese Pluspunkte durch miserable Quests und den Mangel an Atmosphäre. Aufträge sind selten und bestehen einzig aus "Hole x Exemplare von Gegenstand y". Das Aufleveln geht alleine schneller als in Gruppen, was nicht wirklich dem Sinn eines MMO entspricht. Ach ja, Sie hätten gerne etwas über die Hintergrundgeschichte erfahren? Selbige war unglücklicherweise unauffindbar. (cs)
Ausreichend: Wer Onlinespiele bisher aufgrund der Kosten scheute, darf einen Blick riskieren. Sie werden sich allerdings bald nach besseren Alternativen umsehen.
