Krypton - Staffel 1: Rezension zur spannenden Vorgeschichte Supermans
Für die Entwicklung der ersten zehn Episoden zeichnet sich niemand Geringeres als David S. Goyer verantwortlich. Der Autor und Produzent war nicht nur maßgeblich an Christopher Nolans Dark Knight-Trilogie beteiligt, sondern auch am Skript von Man of Steel - der Mann kennt sich also auf dem Gebiet aus. Ihm dürfte es auch zu verdanken sein, dass der US-Start höchst erfolgreich verlief. Eine zweite Staffel ist auch bereits bestellt.
Der Umfang der Comic-Universen von Marvel und DC ist mittlerweile kaum noch überschaubar. Immer wieder sprießen neue Filme und Serien aus der Erde, alles ist irgendwo irgendwie mit irgendwas verknüpft. Einer der neuesten Ableger aus dem Hause DC ist nun die Serie Krypton. Bereits im Jahre 2014 wurde ein Prequel zur Geschichte Supermans angekündigt, nun findet dieses hier rund vier Jahre später seine Umsetzung. In den USA ist Krypton schon im vergangenen Frühjahr angelaufen, hierzulande erfolgt die Premiere nun im Pay-TV, am 18. Oktober, um 20:15 Uhr, auf dem Sender SYFY. Neue Folgen gibt's danach jeden Donnerstag um 21:00 Uhr (die Wiederholung der Vorwochenepisode jeweils um 20:15 Uhr).
Die Story - Rebellischer Großvater
Die Serie erzählt die Geschichte von Supermans Heimatplaneten Krypton vor rund 200 Jahren, also lange bevor Superman alias Kal-El geboren wurde. Die Protagonistenrolle fällt somit seinem Großvater Seg-El zu - seinerzeit ein rebellischer, zwar smarter, aber auch etwas trotziger Kerl Anfang 20. Der muss schließlich gleich zu Beginn der Serie miterleben, wie sein eigener Großvater Val-El von Daron-Vex, einem der bösen Herrscher Kryptons, wegen einiger seiner wegweisenden Entdeckungen zum Tode verurteilt wird, was die Familie El in Ungnade fallen lässt. Seg-El und seine Eltern führen im strengen Kastenwesen von Kandor City fortan ein Leben in ärmlichen Verhältnissen. Erst durch einen Zufall wendet sich schließlich das Blatt: Seg-El wird in die Wissenschaftsgilde aufgenommen und zudem als Ehemann für Daron-Vex' Tochter auserwählt. Für Seg-El jedoch mehr Fluch als Segen ...
Die Umsetzung - Ein Urteil
Optisch auf Hochglanz poliert, wendet Krypton in den ersten Episoden viel Zeit für Aufklärungsarbeit auf. Seg-El und die Zuschauer der Serie wollen schließlich gut über die aktuellen Verhältnisse auf dem Planeten und seine Gesellschaft informiert sein. Trotz einer gewissen Dialoglastigkeit setzen die Macher von Krypton jedoch auch auf Tempo und Dynamik und lockern das Geschehen mit coolen Effekten, einer gewissen Selbstironie und eingestreuten Popkultur-Zitaten immer wieder sehr gelungen auf. Wen das nicht vollends überzeugen kann, den wird die Serie spätestens mit ihrer durchgestylten, retro-futuristischen Optik bestechen. Hartgesottene Fans des Superman-Universums werden zudem mit neuem Stoff und neuen Figuren gefüttert.
FAZIT:
Ultra-moderne Sci-Fi-Serie, die DCs bekanntestem Helden eine spannende Prequel-Geschichte gönnt.
