Knights of the Temple 2
Für einen Hack-&-Slay-Titel gibts in Knights of the Temple 2 verhältnismäßig viele Rätsel. Wirklich schwierig sind diese aber nicht.
Der Spieler kann sieben Fähigkeiten, vier Spezialangriffe und 13 Kombinationsattacken (Kombos) steigern, und zwar jeweils um maximal fünf Stufen. Bei den Fähigkeiten gibt es aktive und passive, je nachdem, ob sie mit einer Tastenkombination auszulösen sind und Spiritualität benötigen (den Heilzauber "Curatio" etwa) oder dauerhaft wirken und keine Energie verbrauchen (Beispiel: Konstitution). Spiritualitätsenergie sammelt der Charakter, sobald er Feinde tötet.
Spezialangriffe und Kombos funktionieren nach ähnlichem Muster. Für einen Spezialangriff (Beispiel: Lähmung) betätigen Sie im Kampf zwei bestimmte Tasten gleichzeitig. Eine Kombo macht de Raque, wenn der Spieler kurz hintereinander bis zu vier Tasten in richtiger Reihenfolge drückt. Dann gibts namentlich eindrucksvoll tönende Manöver wie Reißer, Himmelsschmiede, Brecher, Engelsflügel oder Schlitzer zu sehen. Weil der Ritter zudem von Beginn an blocken kann, bietet das Kampfsystem viele taktische Finessen.
Händler vor!
Im unterirdischen Tempel der verfluchten römischen Stadt Sirmium wartet als Level-Boss ein übergroßer Legionär, der mit seinen Krallenhandschuhen gewaltig zuhauen kann, wie auf unserem Screenshot deutlich zu sehen ist.
Ein Krieger ist nur so gut wie sein Werkzeug, deshalb existieren unterschiedliche Fern- und Nahkampfwaffen. Das Angebot ist dünner als bei echten Rollenspielen, aber okay. Arbeitsgerät, Heiltränke und Gold finden Sie während Ihrer Aufträge meist bei toten Gegnern, in Kisten oder wenn Sie hin und wieder Mobiliar zertrümmern. Händler kaufen und verkaufen derlei Kram auch.
Bei diesen gibts zudem vereinzelt bessere Rüstungen. Schwächen zeigt Knights of the Temple 2 besonders bei der gewöhnungsbedürftigen Steuerung, dem zu oberflächlichen Missionstagebuch und der künstlichen Intelligenz der Gegner. Jene laufen schon mal ständig vor eine Wand oder reagieren nicht auf Beschuss. Die kleineren Grafikfehler und andere Mini-Bugs trübten den Spaß während unseres Tests kaum. Und den Preis von rund 20 Euro finden wir sogar richtig ritterlich!
