The Report: Filmrezension zum Polit-Thrillerdrama mit Adam Driver
Im Zuge des Kampfes gegen den Terror wurden die US-Amerikanischen Verhörmethoden immer brutaler. Ein Senatsmitarbeiter entschließt sich, dagegen vorzugehen. Doch als es an die Veröffentlichung seines Berichts zu diesen Verbrechen geht, werden ihm zahlreiche Steine in den Weg gelegt. Der Polit-Thriller mit Adam Driver, Annette Bening und Jon Hamm erscheint am 07.11. im Kino und ist ab dem 29.11. auf der Streaming-Platform Amazon Prime verfügbar.
Das im gesetzten Stil von "Spotlight" inszenierte Polit-Thrillerdrama "The Report" rekapituliert die mehrjährige Recherche des US-Senatsmitarbeiters Daniel Jones zu den "verbesserten" Verhörtechniken der CIA im Zuge der Terrorabwehr und seinen anschließenden Kampf für die Veröffentlichung des Berichts. Dabei stützt ihn die kalifornische Senatorin Dianne Feinstein, obgleich sie ein politisches Erdbeben fürchtet - immerhin wollen die CIA und das Weiße Haus das Kapitel abhaken.
Vom reifen Skript über die Regie bis hin zum herausragenden Cast um Adam Driver und die nicht minder famose Annette Bening bietet der Film alles, was gutes Kino ausmacht. Auch atmosphärisch leistet Kameramann Eigil Bryld ("Tulpenfieber") ganze Arbeit. Nur das abschließende Hohelied auf die US-Demokratie, die die Veröffentlichung des Berichts ja erst möglich machte, hätte eine Prise weniger Pathos vertragen.
Fazit: Präzise geschriebener und gefilmter Polit-Thriller über die Aufdeckung der CIA-Folter nach 9/11 - ein Oscar-Kandidat, wie er im Buche steht.
