The Lodge: Kritik zum Horror-Drama des Regieduos Veronika Franz und Severin Fiala
In "The Lodge" wird eine Familie in einem abgelegenen Ferienort eingeschneit. Zunächst verbessert dies die angespannten Beziehungen innerhalb der Familie. Das ganze droht jedoch schnell zu kippen, als seltsame Dinge passieren. Der Horrorstreifen des Regie-Duos Veronika Franz und Severin Fiala aus Österreich startet am 06. Februar in die Kinos.
Der schaurige Ich seh, Ich seh von Veronika Franz und Severin Fiala fand international Beachtung, das Folgewerk hat das Regie-Duo nun direkt auf Englisch gedreht - für die geschichtsträchtigen Hammer Studios. Erneut vereinen die Österreicher das Horror-Genre mit Kunstanspruch. The Lodge führt die Konflikte zwischen Richard, seiner Verlobten Grace und Richards Kindern behutsam, aber mit einem sinistren Grundrauschen ein. Die Kinder fremdeln mit Grace, die ihrerseits traumatisiert ist: Sie war Teil einer Sekte, deren Anhänger kollektiv Suizid begingen - nur Grace überlebte. Ein Ausflug in eine abgelegene Hütte soll die vier zusammenbringen. Doch als Richard zurück an den Schreibtisch muss und Grace mit den Kindern allein ist, häufen sich merkwürdige Vorkommnisse ...
Franz und Fiala entwerfen einen stillen, immer wieder erschreckenden Psychotrip, der das bekannte Waldhütten-Setting mit Stilbewusstsein und Charaktertiefe verbindet. Die Schockmomente sitzen, vor allem der Schluss ist nichts für schwache Nerven.
Fazit: Konzentriert in Szene gesetzter Psycho-Horror zwischen Shining und Hereditary.
